Verkehrssicherheit

Die Verbesserung der Strassenverkehrssicherheit geschieht mit baulichen und technischen Aspekten insbesondere durch den gezielten Einsatz der Infrastruktur-Sicherheitsinstrumente ISSI. Die Instrumente sind auf allen öffentlichen Strassen im Kanton Zürich anwendbar.

Inhaltsverzeichnis

Via sicura

Im Rahmen von Via sicura hat das Bundesparlament Infrastrukturmassnahmen verabschiedet und Rahmenbedingungen für sichere Strassen im Strassenverkehrsgesetz (SVG) explizit verankert. Der entsprechende Artikel 6a des SVG trat am 1. Juli 2013 in Kraft. Demnach ist den Anliegen der Verkehrssicherheit bei Planung, Bau, Unterhalt und Betrieb von Strassen gebührend Rechnung zu tragen.

Ausgangspunkt des Infrastruktur-Sicherheitsmanagements sind die Strassen im Betrieb. Hier können zeitnah Sicherheitsdefizite identifiziert und saniert werden. Gleichzeitig werden Erkenntnisse für die Optimierung aller Instrumente abgeleitet.

Die sechs ISSI

Die Instrumente Road Safety Inspection RSI (Gefahrenstellen identifizieren und sanieren), Black Spot Management BSM (Unfallschwerpunkte identifizieren und sanieren) und Network Safety Management NSM (Verkehrssicherheit auf Netzebene bewerten) können unterschiedliche Auffälligkeiten sowie Sicherheitsdefizite aufdecken und sind teilweise bei verschiedenen Beteiligten des Infrastruktur-Sicherheitsmanagements der ISSI angesiedelt. Während RSI und BSM direkt in Massnahmenvorschlägen sowie der Sanierung münden, dienen die Ergebnisse des NSM unter anderem auch für die Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten in der strategischen Planung.

Während im Betrieb Handlungsfelder für die Verbesserung der Verkehrssicherheit identifiziert werden, stellen die Instrumente der Planung und Projektierung Road Safety Impact Assessment RIA (sicherste Projektvariante bestimmen) und Road Safety Audit RSA (Projekte verkehrssicher entwerfen) eher eine Art Qualitätssicherung für die Berücksichtigung von Sicherheitsbelangen dar.

Integration der ISSI

Es ist wichtig, dass gewisse Rückkoppelungen auch innerhalb der Instrumente stattfinden. Erweisen sich Massnahmen im Rahmen des BSM als effektiv und effizient, können diese entsprechend dokumentiert und für die zukünftige Planung der Sanierung von Unfallschwerpunkten herangezogen werden.

Es ist notwendig, dass die Aspekte der Verkehrssicherheit in alle Prozesse des Verkehrs- und Infrastrukturmanagements (z.B. Netzplanung, Erhaltungsmanagement) einfliessen.

Der Kanton Zürich setzt diese Sicherheitsinstrumente systematisch ein beziehungsweise integriert sie in die Planungs- und Umsetzungsprozesse der Strasseninfrastuktur. Diese Aufgabe wird durch den Sicherheitsbeauftragten im Kanton Zürich wahrgenommen.

Sicherheitsbeauftragter
SiBe Kanton Zürich

Kernaufgabe des Sicherheitsbeauftragten ist die Koordination der ISSI in seinem Zuständigkeitsbereich.

Für das Infrastruktur-Sicherheitsmanagement MISS beziehungsweise die koordinierte Anwendung der ISSI dient die Fachstelle Sicherheit (FaSi) als Anlauf- und Koordinationsstelle. Art. 6a Abs. 4 SVG sieht deshalb vor, dass Bund und Kantone eine für den Verkehrssicherheitsbereich verantwortliche Ansprechperson (Sicherheitsbeauftragter) ernennen. Gemeinden wird die Schaffung einer solchen Stelle empfohlen.

Der Sicherheitsbeauftragte koordiniert primär die ISSI in seinem Zuständigkeitsbereich. Er sammelt und verwaltet die Ergebnisse der verschiedenen Instrumente und dient den anderen Verwaltungsstellen sowie interessierten Dritten als Ansprechpartner für Fragen und Informationen zur Infrastruktursicherheit.

Der Leiter Sicherheit übernimmt diese Aufgabe im Tiefbauamt des Kantons Zürich und ist beim ASTRA in der Liste der SiBe eingetragen.
 

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kontakt

Tiefbauamt – Fachstelle Sicherheit

Adresse

Walcheplatz 2
8090 Zürich
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