Zürcher Gesamtverkehrsmodell (GVM-ZH)

Das Gesamtverkehrsmodell für den Kanton Zürich (GVM-ZH) dient dazu, die Verkehrsströme für verschiedene Verkehrsmittel wie Autos, Lastwagen, Velos und den öffentlichen Verkehr abzubilden. Es ermöglicht beispielsweise Prognosen zur zukünftigen Entwicklung und liefert Informationen zur Verkehrsbelastung auf bestehenden Strassen. Auf diese Weise können wichtige verkehrspolitische Fragen beantwortet werden.

Kurz vorgestellt 

Mit dem GVM-ZH lassen sich flächendeckende Verkehrsmengen nach Verkehrsmittel berechnen. Es hilft dabei, Prognosen und Was-wäre-wenn-Vorhersagen zu erstellen. Die ihm zugrundeliegenden Daten eignen sich aber auch für viele weitergehende Berechnungen und Analysen.

Welche Daten das GVM-ZH nutzt, wie es die Verkehrsströme berechnet und wofür es sich eignet, erfahren Sie im Detail in der Broschüre.

Broschüre Gesamtverkehrsmodell Kanton Zürich

Wünschen Sie ein gedrucktes Exemplar der Broschüre? Dann melden Sie sich unter gesamtverkehrsmodell.afm@vd.zh.ch, wir lassen Ihnen gerne ein Exemplar zukommen.

Funktionsweise

Das Modell verknüpft Raumstrukturdaten, Verkehrsnetze und Fahrpläne mit Kennwerten über das Mobilitätsverhalten. So können Aussagen über die Verkehrsmittelwahl beim Personenverkehr gemacht und die Verkehrsbelastung auf Strassenabschnitten und -kreuzungen, aber auch für öV-Linien und Haltestellen berechnet werden.

Ausgehend vom Ist-Zustand (2019) lassen sich Massnahmenvarianten, aber auch künftige Entwicklungen prognostizieren. Zwei verschiedene Prognoseszenarien «Referenz» und «Strategie» sind für den Horizont 2040 bereits vordefiniert.

Möchten Sie wissen, wie unser Verkehrsmodell funktioniert? Das Erklärvideo gibt anschaulich Auskunft über die wichtigsten Mechanismen und Daten des GVM-ZH.

Erklärvideo Gesamtverkehrsmodell GVM-ZH

Zürcher Gesamtverkehrsmodell (GVM-ZH)

Was ist neu?

Das neue GVM-ZH19 ist eine Weiterentwicklung des bisherigen Modells aus dem Jahr 2010. Folgendes sind die wichtigsten Änderungen:

  • Die Einteilung in Raumeinheiten und die Netzfeinheit haben eine deutlich höhere Auflösung. So lassen sich präzisere Analysen und Prognosen erstellen.
  • Der Modellperimeter ist um angrenzende Gemeinden in Deutschland erweitert worden. Dies ist wichtig, weil an den Kanton Zürich angrenzende Gebiete das Verkehrsaufkommen und die Verkehrsverteilung ebenfalls stark beeinflussen können.
  • Die Verkehrsnachfrage wurde mit einem fein differenzierten Aktivitätenmuster und regionalen Verhaltensunterschieden bestimmt. Zudem wird auch der Veloverkehr massnahmensensitiv abgebildet.
  • Die Eichung des Modells erfolgte an mehr Strassenverkehrszähldaten und öV-Frequenzdaten als bisher (z.B. auch Haltestellen). Somit sind die Daten genauer.
  • Ein hochautomatisierter Berechnungsablauf ermöglicht es, Szenarien einfacher zu berechnen.
  • Der Ist-Zustand bezieht sich auf das Jahr 2019 und ist aktueller. Für Prognosen bis ins Jahr 2040 arbeitet das GVM-ZH19 neu mit zwei möglichen Entwicklungsrichtungen, die sich in vielerlei Hinsicht unterscheiden.
  • Der Ist-Zustand bezieht sich auf das Jahr 2019 und ist aktueller. Für Prognosen bis ins Jahr 2040 arbeitet das GVM-ZH19 neu mit zwei Entwicklungsszenarien, der Referenzprognose entlang von gefestigten Entwicklungstrends und der Strategieprognose in Richtung der kantonalen Strategien und Zielsetzung hinsichtlich Siedlungsentwicklung und Nachhaltigkeit im Verkehr. 

Anwendungsmöglichkeiten

Die Verwaltung des Kantons Zürich nutzt das GVM-ZH, um den Verkehr langfristig zu analysieren, um Emissionen zu quantifizieren sowie für vielerlei Prognosen und Berechnungen.

Ebenfalls ist es ein im Alltag wichtiges Werkzeug, um bei geplanten Verkehrsmassnahmen verschiedene Varianten gegeneinander abzuwägen.

Auch bei Erreichbarkeitsanalysen, welche die Zugänglichkeit oder Erreichbarkeit von Orten innerhalb eines bestimmten Raumes bewerten, ist das GVM-ZH eine geeignete Datengrundlage.

Nutzung

Die Eigentumsrechte am GVM-ZH liegen beim Amt für Mobilität des Kantons Zürich. Es ist ausdrücklich erwünscht, dass auch Dritte wie Unternehmen, Verbände oder Fachvereine das Modell nutzen. Das Kompetenzzentrum Verkehrsmodellierung (KVM) unterstützt und betreut Sie dabei.

Es gibt folgende Nutzungsmöglichkeiten:

Datenbezug

Das Amt für Mobilität bietet aktuelle Daten (2019 und Prognosen) als allgemein zugängliche Tabellen, Matrizen und GIS-Daten an. Diese umfassen Streckenbelastungsdaten und Nachfragebeziehungsmatrizen (z.B. zwischen Gemeinden) und sind über den kantonalen GIS-Browser, die kantonale Webseite und als Open Government Data verfügbar.

Bestellungen

Konkrete Fragestellungen lassen sich meist nur mit spezifischer Datenbereitstellung analysieren. Solche Bereitstellungen können Sie beim KVM bestellen. Dieses kümmert sich um die Aufbereitung der Daten (PDF, CSV, SHP).

Modellbezug

Fachspezialistinnen und Fachspezialisten können das gesamte Modell unter Einhaltung der Verordnung über das Gesamtverkehrsmodell (GVMV, 722.61) nutzen. Dies eröffnet die Möglichkeit, unterschiedlichste, projekt- oder kundenspezifische Prognoseszenarien zu berechnen und aus der Vielzahl von verkehrsspezifischen Daten interessante und aufschlussreiche Auswertungen vorzunehmen.

Kontakt Kompetenzzentrum

Gerne beantworten wir Ihre Anfragen zur Nutzung des GVM-ZH oder Fragen zu seinem Einsatz.

Kanton Zürich
Volkswirtschaftsdirektion
Amt für Mobilität
Kompetenzzentrum Verkehrsmodellierung
Neumühlequai 10
8090 Zürich
Tel. +41 43 259 30 70
gesamtverkehrsmodell.afm@vd.zh.ch

Weiterführende Informationen

Kontakt

Amt für Mobilität - Gesamtverkehrsmodellierung

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8090 Zürich
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Ansprechperson Stefan Dasen

E-Mail

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