Finanzierung und Reporting

Hier erfahren Sie mehr zu den kommunalen Kostendächern, zur direkten Vergütung der Anbietenden sowie zum Reporting. Diese Themen bilden die Grundlage des neuen Finanzierungsmodells.

Inhaltsverzeichnis

Kommunale Kostendächer

Der Kanton verteilt einen Grossteil der Mittel der Integrationspauschale ab 2021 jährlich nach einem definierten Schlüssel auf die Gemeinden und gibt für jede Gemeinde ein Kostendach vor. Die Mittel sind für die Nutzung von akkreditierten Integrationsangeboten bestimmt. Die Berechnungsgrundlage für die Ermittlung der Kostendächer bildet die Anzahl der Asylsuchenden, vorläufig aufgenommenen Personen und Flüchtlinge in der Zuständigkeit der Gemeinde. Der Kanton legt jährlich die maximale Beitragssumme aus der Integrationspauschale fest, die auf die Gemeinden verteilt wird und informiert darüber.

Beim Übergang ins neue Fördersystem werden aktuell noch Programme besucht, deren Anmeldung 2020 über die Triagestelle der Stiftung Chance abgewickelt wurden. Diese werden längstens bis Ende Juli 2021 von den fallführenden Stellen teilfinanziert (30 Prozent der Programmkosten). Diese Kosten können nicht über die Kostendächer finanziert werden.

 

Zielgruppe IAZH

Im Rahmen des Kostendachs können Massnahmen des Erstintegrationsprozesses für Asylsuchende (Ausweis N), vorläufig Aufgenommene (Ausweis F) und Flüchtlinge (Ausweis F und B) finanziert werden. Die Angebotsnutzung durch Asylsuchende wird nur im Förderbereich Sprache refinanziert.

Personen aus dem Asylbereich mit Ausweis C (Niederlassungsbewilligung) gehören aufgrund ihres Aufenthaltsstatus nicht mehr zur Zielgruppe der IAZH. Aus diesem Grund können Integrationsmassnahmen für diese Personengruppe nicht über das Kostendach abgerechnet werden.

In der Regel dauert der Erstintegrationsprozess maximal sieben Jahre. Ziel des neuen Fördersystems ist es, dass der Erstintegrationsprozess intensiver und deshalb auch schneller erfolgt. Da dies jedoch nicht immer gelingt, können aktuell auch Asylsuchende, vorläufig Aufgenommene und Flüchtlinge gefördert werden, die bereits länger in der Schweiz sind. Dies gilt jedoch nicht für die Abrechnung im Rahmen des Kostenersatzes für Flüchtlinge gemäss §44 des Sozialhilfegesetzes (SHG): In der Regel sind hier weiterhin nur Flüchtlinge anspruchsberechtigt, die weniger als zehn Jahre im Kanton ansässig sind.  

Verträge mit den Gemeinden

Für die Umsetzung der IAZH schliesst der Kanton mit jeder Gemeinde eine Vereinbarung ab. Diese regelt die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Kanton. Gemeinden können Aufgaben wie zum Beispiel die Fallführung oder das Reporting an Dritte delegieren. Die Erfüllung der Pflichten gegenüber dem Kanton verantworten jedoch die Gemeinden.

Die Vereinbarung enthält Regeln zu den Erstintegrationsprozessen, zu den Anforderungen an das Reporting, zum Datenschutz und zur Qualitätssicherung. Zudem beinhaltet sie das kommunale Kostendach. Die Vereinbarung wird Ende 2020 für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2023 abgeschlossen.

Vergütung der Anbietenden

Der Kanton stellt den kantonalen Angebotskatalog IAZH zur Verfügung, der alle akkreditierten Integrationsangebote beinhaltet. Die Gemeinden weisen die geflüchteten Personen den akkreditierten Integrationsangeboten zu und vergüten die Anbietenden direkt.

Im Reporting geben die Gemeinden Auskunft über ihre Nutzung der akkreditierten Angebote. Der Kanton refinanziert den Gemeinden die effektiven Kosten für die Nutzung akkreditierter Angebote.

Reporting

Für die Abrechnungsprüfung und die Berichterstattung zu den Leistungs- und Wirkungszielen der Integrationsagenda ist ein Reporting erforderlich. Das Reporting dient der Aufbereitung von Informationen über die Umsetzung der IAZH in den Gemeinden, der Qualitätssicherung und liefert Steuerungswissen für die Optimierung und Weiterentwicklung des Fördersystems insgesamt.

Die Inhalte des Reportings werden vom Bund und Kanton (Anhang 5 der Vereinbarung mit den Gemeinden) vorgegeben.  

Für das Berichtsjahr 2021 erfolgt das Reporting spätestens Ende Februar des Folgejahres. Für die Erstellung des Reporting sind die Gemeinden und die entsprechenden kantonalen Stellen verantwortlich. Für die Datenerhebung werden aktuell die notwendigen Anpassungen in den Fallführungssystemen vorgenommen. Die Anpassungen konnten nicht termingerecht auf den Start des neuen Fördersystems erfolgen, deshalb stellt der Kanton für die Übergangsphase eine Excel-Vorlage für die Datenerfassung zur Verfügung. Die Fachstelle Integration (FI) wird 2022 anhand der ausgewerteten Reportingdaten ein Monitoring in aggregierter Form publizieren, dazu gehören auch Auswertungen pro Gemeinde, sofern dadurch keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind.

Abrechnung und Subsidiarität der Sozialhilfe (Kostenersatz)

Die FI prüft im März des Folgejahres die Reportingdaten und ermittelt den Beitrag, der den Gemeinden und dem kantonalen Sozialamt (KSA) für die Nutzung der akkreditierten Angebote zusteht. Die Obergrenze bildet das jeweilige Kostendach. Dabei wird insbesondere die Gleichbehandlung von VA und FL sowie die von Frauen und Männern geprüft.

Die Verwendung der Gelder aus der Integrationsförderung (Integrationspauschale) sind der Sozialhilfe vorgelagert. Die Sozialhilfe kommt subsidiär zu den Kostendächern der Gemeinden zum Tragen. Entsprechend hat die Prüfung und Auszahlung des Kostenersatzes für Geflüchtete gemäss §44 des Sozialhilfegesetzes (SHG) seitens des KSA nachgelagert zur Prüfung der Ausschöpfungen des Kostendaches seitens FI zu erfolgen.

Nach abgeschlossener Prüfung bestätigt die FI den fallführenden Stellen den Abschluss derselben schriftlich und löst die Zahlung der unter das Kostendach gefallenen Kosten aus. Das KSA erhält eine Bestätigung der Abrechnungsprüfung. Das KSA startet darauf die eigene Kostenersatzprüfung in einem neuen Verfahren.

Der Grundgedanke des neuen Verfahrens ist, dass die von der FI akkreditierten Programme nicht mehr als individuelle Sozialhilfeausgaben auf den Semesterabrechnungen erscheinen.

Die Abrechnung sämtlicher Sozialhilfeausgaben von Geflüchteten im Kostenersatz bleibt hingegen gleich und erfolgt semesterweise (GBL, SIL, Miete etc.). Auch für die nicht von der FI akkreditierten Programme gilt nach wie vor der bisherige Prozess. Solche Kosten können – soweit es sich nicht um Subventionen handelt – als situationsbedingte Leistung über die wirtschaftliche Hilfe finanziert werden.

Häufige Fragen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Allgemeine Fragen zur Integrationsagenda und zum Kostendach sind in den häufigen Fragen zur Integrationsagenda beantwortet.

Die meisten Antworten zur Datenverwaltung und zum Reporting IAZH finden Sie weiter unten auf dieser Seite. Allgemeine Fragen zur Integrationsagenda und zum Kostendach sind in den häufigen Fragen zur Integrationsagenda publiziert.

Bitte suchen sie die Antworten zuerst auf dieser Seite. Wenn Ihre Fragen hier noch nicht beantwortet werden, so stellen Sie die Fragen per E-Mail an die Fachstelle Integration. So werden wir diese Seite kontinuierlich erweitern.

Falls Sie jetzt schon wissen, dass Sie ihre Daten bis Mitte September 2021 vollständig im Fallführungssystem erfasst haben werden (alle Angebotsnutzungen zwischen dem 1. Januar und 31. August 2021), dann entfällt die Testauswertung für Sie.  

Entweder senden Sie uns per E-Mail eine Mitteilung, dass Sie keine Fälle haben, oder sie senden eine leere «Erhebungsvorlage IAZH» ein, wo sie auf der ersten Zeile den Namen der Gemeinde eintragen und in einer anderen Spalte «(keine Fälle im Jahr 202x)».

  • Falls Sie ein Fallführungstool einsetzen, so erkundigen Sie sich beim PowerUser, bei der Applikationsverantwortlichen Person oder beim Support ihres Softwareanbieters, wie die Reports erstellt und an den Kanton übermittelt werden.
  • Falls Sie den Report mit der «Erhebungsvorlage IAZH» erstellen, verwenden Sie SiDAP und dort das Verzeichnis «STAUSS» im Upload-Ordner «EGDESTR». Falls Sie diesen Ordner nicht finden oder keinen Zugriff darauf haben, so wenden Sie sich an den Informatik-Verantwortlichen Ihrer Gemeinde. Die Datei muss nicht verschlüsselt werden.

Falls Ihre Gemeinde/Ihre Organisation keinen Ordner «EGDESTR» hat oder wenn Sie keinen Zugriff auf diesen Ordner haben können, verwenden Sie WebTransfer. Diese Möglichkeit bietet das Statistische Amt an, weil uns die Rückmeldung erreicht hat, dass viele Gemeinden keinen Zugriff auf den SiDAP-Server ihrer Gemeinde haben. Wenn Sie diese Variante wählen, muss dieses vor dem Versand verschlüsselt werden, da es schützenswerte Daten enthält. Das bereitgestellte Dokument erklärt das Verfahren. Sie erhalten vom Statistischen Amt in einer separaten E-Mail ein individuelles Passwort, welches Sie für die Verschlüsselung verwenden.
Die Fachstelle Integration darf die Daten nicht erhalten!

Bitte wenden Sie sich an den Applikationsverantwortlichen Ihrer Gemeinde oder Organisation oder an den Support des Softwareanbieters. Die Fachstelle Integration kennt diese Fallführungssysteme und die Prozesse in Ihrer Gemeinde nicht genau und kann sie deshalb nicht beraten.  

Es werden die effektiv bezahlten Leistungen zurückerstattet. Im Reporting muss deshalb der Betrag gemäss Rechnung eingesetzt werden.

Falls Sie mit einem Fallführungstool arbeiten, so erkundigen Sie sich beim PowerUser oder bei der Applikationsverantwortlichen Person, wie der Prozess bei Ihnen geregelt läuft.

Falls Sie das Reporting mit der «Erhebungsvorlage IAZH» realisieren, so werden Sie zum Zeitpunkt des Entscheides vorerst die Kosten gemäss Ausschreibung in der Excel-Datei eintragen. Wenn Sie dann die Rechnung zu dieser Leistung erhalten, so ist der Betrag entsprechend zu korrigieren. Wenn sie die provisorischen Beträge markieren möchten (zum Beispiel farbig hinterlegen), so nutzen sie die entsperrte Version der Erhebungsvorlage  

Nein. In der Erhebungsvorlage wird die Summe der effektiv bezahlten Beträge auf einer Zeile genannt. Sie können in der Spalte «Kosten_CHF» eine Summenformel verwenden, um die Beträge zu addieren. Sie erzielen damit auch eine bessere Nachvollziehbarkeit.  

Es werden die effektiv bezahlten Leistungen zurückerstattet. Teilrechnungen und Gutschriften zu einer Angebotsnutzung werden in den Gesamtkosten totalisiert. Falls Sie für das Reporting die Erhebungsvorlage nutzen, werden Teilrechnungen und Gutschriften auf einer Zeile in der Spalte «Kosten_CHF» totalisiert.

Massgebend ist der Entscheid der oder des Sozialberatenden für die Nutzung eines Angebotes. Falls nach Beginn des Angebotes entschieden wird, dass die Unterstützung erweitert oder verlängert wird, so erscheint dies auf einer neuen Zeile in der Excel-Datei. Falls Sie für das Reporting die Erhebungsvorlage nutzen, müssen Sie die Angebotsnutzung in einer neuen Zeile erfassen (Zeile kopieren und Angebotsstart und -ende anpassen).

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