Prävention als Schlüssel gegen Infektionskrankheiten

Übertragbare Krankheiten können die öffentliche Gesundheit gefährden. Für bestimmte Krankheiten gilt deshalb gemäss dem Epidemiengesetz eine Meldepflicht. Eine der Kernaufgaben des Kantonsärztlichen Dienstes (KAD) ist es, solche Krankheiten zu überwachen und ihre Weiterverbreitung mit geeigneten Massnahmen einzudämmen.

Infektionskrankheiten

Im Jahr 2025 wurden dem KAD 17'042 Fälle von 34 verschiedenen übertragbaren Krankheiten gemeldet. Am häufigsten waren Atemwegserkrankungen wie die saisonale Influenza, sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydiose, Gonorrhoe und Syphilis sowie Durchfallerkrankungen wie Campylobacteriose und Salmonellose. Wie die untenstehende Grafik zeigt, prägten vor allem Influenza, Chlamydiose und Gonorrhoe das Meldegeschehen im Kanton Zürich. Deutlich tiefer lagen die Fallzahlen bei Campylobacteriose, Syphilis und Salmonellose. Andere Krankheiten wie Diphtherie, Zika-Virus-Infektionen oder Dengue wurden deutlich seltener gemeldet. Sie bleiben dennoch relevant, nicht zuletzt aufgrund der internationalen Mobilität und veränderter klimatischer Bedingungen.

Häufigste übertragbare Krankheiten 2025 im Kanton Zürich

Übertragbare Krankheiten
Quelle: KAD Zürich

Präventive Massnahmen

Der Schutz der öffentlichen Gesundheit vor übertragbaren Krankheiten stützt sich auf ein Zusammenspiel von Prävention, Überwachung sowie die konsequente Abklärung und Bekämpfung von Krankheitsereignissen. Die Entwicklung der Fallmeldungen bestätigt die anhaltende Bedeutung präventiver Massnahmen, insbesondere in den Bereichen Impfungen, sexuelle Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Für einen grossen Teil der meldepflichtigen Krankheiten stehen wirksame Impfungen zur Verfügung, wie gegen die saisonale Grippe oder Hepatitis B. Das AFG unterstützt Impfungen gemäss dem Schweizerischen Impfplan unter anderem im Rahmen von Impfprogrammen. Darüber hinaus unterstützt das AFG gemeinsam mit spezialisierten Institutionen Präventionsmassnahmen gegen sexuell übertragbare Infektionen im Rahmen des nationalen Programms «Stopp HIV, Hepatitis B-, Hepatitis C-Virus und sexuell übertragene Infektionen». Bei Verdacht auf lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche, arbeitet der KAD eng mit anderen kantonalen Fachstellen zusammen, um mögliche Infektionsquellen zu identifizieren und zu beseitigen. Ergänzend werden krankheitsspezifische Massnahmen umgesetzt, etwa Umweltabklärungen bei Legionellen oder lokale Schutz- und Sensibilisierungsmassnahmen bei durch Mücken und Zecken übertragenen Erkrankungen.

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