Studieneintritte an den Hochschulen im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich beginnen jedes Jahr über 20'000 junge Erwachsene ein Hochschulstudium. Wer sind sie, woher kommen sie und was studieren sie?

Einleitung

Zürich ist der grösste Hochschulstandort der Schweiz. Sieben Hochschulen bieten hier Studiengänge für nahezu jedes Interesse und jeden Berufsweg an.

Zum Hochschulplatz Zürich zählen die ETH Zürich (ETHZ), eine Institution des Bundes, sowie vier kantonale Hochschulen: die Universität Zürich (UZH), die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und die Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH). Ergänzt wird das Angebot durch die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH), die von mehreren Kantonen getragen wird, sowie durch die privatrechtlich organisierte Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ).

Die Zürcher Hochschullandschaft im Überblick

Das Studienangebot im Kanton Zürich umfasst sämtliche Fachbereiche. Die ETHZ ist die zentrale Anbieterin von MINT-Studiengängen; auch die UZH und die ZHAW führen entsprechende Programme. Geistes- und sozialwissenschaftliche Angebote sind an der UZH, der ZHAW und an der HfH zu finden. Wirtschaftsstudiengänge werden an der UZH, der ZHAW und der HWZ angeboten, während die ZHdK auf Künste und Design spezialisiert ist. Die Lehrpersonenbildung liegt primär bei der PHZH und der HfH.

Die Grafik zeigt, wie sich die Studieneintritte an den Hochschulen im Kanton Zürich auf die verschiedenen Fachbereiche verteilen, aufgeschlüsselt nach Studienstufe. Mit dem Filter lassen sich die Verteilungen nach Bachelor-, Master- und Doktoratsstufe sowie im Total anzeigen. Doktoratsprogramme werden ausschliesslich an der UZH und der ETHZ angeboten.

Auf dem Hochschulplatz Zürich sind alle Hochschultypen vertreten. Zu den universitären Hochschulen (UH) zählen die UZH und die ETHZ. Die ZHAW, die ZHdK und die HWZ gehören zu den Fachhochschulen (FH). Die PHZH und die HfH sind Pädagogische Hochschulen (PH).

Studieneintritte in ein Studium an  Hochschulen im Kanton Zürich

Im Jahr 2024 wurden insgesamt rund 22’400 Studieneintritte an Hochschulen im Kanton Zürich im Bachelor, Master oder Doktorat registriert. Dies entspricht 29 % aller Studieneintritte in der Schweiz. Davon entfielen rund 11’700 auf die Bachelorstufe, etwa 8’600 auf die Masterstufe, und rund 2’100 auf die Doktoratsstufe.

Die meisten Studieneintritte wurden an der ETHZ verzeichnet, gefolgt von der UZH und der ZHAW. Wesentlich weniger junge Erwachsene haben ein Studium an den anderen FH oder PH aufgenommen.

Profil der Studieneintritte an den Hochschulen im Kanton Zürich

Geschlecht

Zwischen den Hochschulen zeigen sich Unterschiede in der Geschlechterverteilung. An der UZH, an der ZHdK sowie an den Pädagogischen Hochschulen wurden auf allen Studienstufen mehr Studieneintritte von Frauen als von Männern verzeichnet. An der ETHZ und der HWZ überwogen hingegen auf allen Studienstufen die Studieneintritte von Männern.

Dies hängt insbesondere mit der Wahl des Fachbereichs zusammen. In den Fachbereichen «MINT» und «Wirtschaft und Dienstleistungen» sind Männer übervertreten, während Frauen häufiger ein Studium in «Medizin, Pharmazie und Gesundheit», «Geistes- und Sozialwissenschaften», «Künste und Design», «Recht» und «Lehrpersonenausbildung» wählen.

Über alle Hochschulen hinweg verzeichneten die Hochschulen im Kanton Zürich im Jahr 2024 auf der Bachelorstufe mehr Studieneintritte von Frauen als von Männern. Mit zunehmender Studienstufe nimmt der Frauenanteil jedoch ab: Auf Master- und Doktoratsstufe überwogen die Studieneintritte von Männern leicht. Dies hängt einerseits mit dem Fächerangebot auf Masterstufe zusammen und andererseits mit dem Umstand, dass mehr als die Hälfte aller Eintritte auf Doktoratsstufe an der ETH Zürich erfolgt.

Alter

Das mediane Alter der im Jahr 2024 eingetretenen Studierenden unterscheidet sich je nach Hochschule und Studienstufe. Das mediane Eintrittsalter bezeichnet den Wert, bei dem 50 % der Studieneintritte auf jüngere und 50 % auf ältere Personen entfallen. An den UH erfolgen Studieneintritte häufig direkt im Anschluss an die vorherige Studienstufe, während Studieneintritte an den FH und PH oft in einem höheren Alter stattfinden und mit vielfältigeren Bildungswegen sowie Übergängen verbunden sind.

Die Punkte in der folgenden Grafik zeigen das mediane Eintrittsalter der eintretenden Studierenden auf den verschiedenen Studienstufen. Die Verbindungslinien verdeutlichen dabei die Altersunterschiede zwischen den Studienstufen: Je länger die Linie, desto grösser ist der Altersunterschied.

Soziale Herkunft

Die Zusammensetzung der Studieneintritte an den Hochschulen im Kanton Zürich nach sozialer Herkunft unterscheidet sich nach Hochschultyp und teilweise nach Studienstufe. An Fachhochschulen beträgt der Anteil der Studieneintritte mit mindestens einem Elternteil mit Hochschulabschluss etwas über 30 %. An Pädagogischen Hochschulen beträgt der entsprechende Anteil etwas über 40 %, an den Universitären Hochschulen 60 %. Während der Anteil der Studieneintritte mit Eltern mit Hochschulabschluss auf Masterstufe an den Fachschulen deutlich höher ist als auf Bachelorstufe, unterscheidet sich dieser Anteil an den Universitären Hochschulen nicht zwischen den Stufen.

Die ausgewiesenen Anteile basieren auf gewichteten Daten. Kategorien mit unzureichenden Fallzahlen sind farblich abgeschwächt dargestellt. Dies betrifft die Master-Studiengänge an den Pädagogischen Hochschulen.

Der Anteil neu eingetretener Studierender mit mindestens einem Elternteil mit Hochschulabschluss variiert zudem nach Fachbereich. Bei den Studieneintritten in den Fachbereichen «Künste und Design», «MINT», «Recht», «Medizin, Pharmazie und Gesundheit» und «Geistes- und Sozialwissenschaften» ist der Anteil vergleichsweise hoch.

Im Fachbereich «Wirtschaft und Dienstleistungen» haben die wenigsten Studieneintritte mindestens einen Elternteil mit Hochschulabschluss. Der zweittiefste Anteil zeigt sich in der «Lehrpersonenausbildung».

Geografische Herkunft

Der Anteil der Studieneintritte, die aus dem Kanton Zürich kommen, ist an den Hochschulen unterschiedlich stark ausgeprägt. An der HWZ und der PHZH stammt die Mehrheit der Studieneintritte aus dem Kanton Zürich. Deutlich geringer ist der Zürcher Anteil an der ETHZ und der ZHdK.

Studieneintritte aus anderen Kantonen spielen an der HfH eine besondere Rolle. Dies ist auf das interkantonale Profil der Hochschule zurückzuführen. Aber auch an der ETHZ, der UZH und der ZHAW machen diese ausserkantonalen Studieneintritte einen grossen Teil der Studieneintritte aus.

Internationale Studieneintritte sind vor allem an der ETHZ und an der ZHdK stark vertreten. An den FH und den PH spielen internationale Studieneintritte eine untergeordnete Rolle.

Über alle Hochschulen gesehen entfiel ein Drittel der im Jahr 2024 verzeichneten Studieneintritte an Hochschulen im Kanton Zürich auf Personen aus dem Kanton Zürich. Etwa zwei bis drei von zehn Studieneintritten stammten aus einem anderen Schweizer Kanton, und knapp ein Viertel aus dem Ausland.

Die meisten neu eintretenden Studierenden aus anderen Kantonen kommen aus der Deutschschweiz, während die Romandie und das Tessin zusammen nur einen kleinen Anteil ausmachen. Bei den internationalen Studieneintritten dominiert Zentraleuropa, gefolgt von Ostasien sowie West- und Südeuropa.

Methodische Details

Datengrundlage

Berechnet durch Bildungsplanung Kanton Zürich auf Basis der Längsschnittanalysen im Bildungsbereich (LABB), 2025 (Bundesamt für Statistik).

Methodik

Die Analyse der verschiedenen Fragestellungen basiert auf einem ausgewählten Ausschnitt der zugrunde liegenden Datenbasis. Analysiert werden die Eintritte in die Hochschulen in den Jahren 2020 bis 2024.

Bei Auswertungen mit gewichteten Daten werden Ergebnisse nur dann ausgewiesen, wenn für die jeweilige Gruppe mindestens zwanzig Beobachtungen vorliegen oder die effektive Stichprobengrösse mehr als 15 Fälle beträgt. Dadurch wird eine ausreichende statistische Aussagekraft sichergestellt.

Für die Analysen werden Studieneintritte und Abschlüsse der Studienstufen Bachelor, Master und Doktorat berücksichtigt. Lizenziate und Diplome werden ausgeschlossen.

Impressum

Publiziert im März 2026

Redaktion

  • Thomas Radinger
  • Sarah Gerhard

Periodizität, nächste Aktualisierung

Dieses Inhaltselement wird jährlich im Dezember aktualisiert.

Weiterführende Informationen

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