Entwicklung der gymnasialen Mittelschulen 2006-2014
Wie haben sich Struktur und Inhalte der gymnasialen Ausbildung im Kanton Zürich zwischen 2006 und 2014 verändert? Anhand zentraler Themen wie Übergänge, Lehr- und Lernangebote und Schulorganisation zeigt der Bericht, dass sich die gymnasiale Bildung in den acht Jahren deutlich weiterentwickelt hat.
Innovation und Profilbildung
Der Bericht «Entwicklung der gymnasialen Mittelschulen des Kantons Zürich 2006–2014» untersucht die strukturellen und inhaltlichen Veränderungen der Zürcher Gymnasien. Im Fokus stehen insbesondere die Schnittstellen zur Volks- und Hochschulbildung, der Unterricht, die Lehr- und Lernmethoden, die Führung der Gymnasien sowie die Arbeitsbedingungen.
Der Bericht zeigt, dass sich in diesem Zeitraum an den Zürcher Gymnasien viel verändert hat. So wurde das curriculare Angebot beispielsweise durch Ergänzungsfächer, die zweisprachige Matura sowie die Stärkung der Naturwissenschaften und Technik deutlich erweitert. Auch neue Lehr- und Lernangebote wie der Immersionsunterricht oder die Förderung des selbst organisierten Lernens (SOL) wurden ausgebaut. Diese Entwicklungen trugen wesentlich zur Profilbildung der einzelnen Schulen bei. Während einige Neuerungen auf kantonale Vorgaben zurückgehen, wurden viele Entwicklungen von den Schulen selbst angestossen und spiegeln deren Bestreben nach eigenständiger Weiterentwicklung wider.
Bildungsverläufe im Gymnasium
Die Infografik veranschaulicht die Bildungsverläufe von 1'823 Lernenden, die im Herbst 2006 in die 7. Klasse einer öffentlichen Mittelschule des Kantons Zürich eingetreten sind. Sie zeigt die verschiedenen Übergänge innerhalb der Gymnasialzeit sowie Ein- und Austritte bis zum Abschluss der Maturität in der 12. beziehungsweise 13. Klasse. Sie zeigt die verschiedenen Bildungswege und Übergänge innerhalb der Gymnasialzeit bis zum Abschluss der Maturität und macht sichtbar, dass diese nicht immer geradlinig verlaufen. Gleichzeitig gibt sie Aufschluss darüber, wie viele Lernende den gymnasialen Bildungsgang erfolgreich abschliessen.
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
Die Kreise mit den unter schiedlichen Farben kennzeichnen, was die Lernenden ein Jahr zuvor gemacht haben bzw. was diese unmittelbar nach dem Austritt machen (Stand Mitte September). Ein- und Austritte oberhalb der Horizontalen (durchgezogene Linien) kennzeichnen direkte Übertritte, Ein- und Austritte unterhalb der Horizontalen (gestrichelte Linien) kennzeichnen Übertritte mit einer Wiederholung der Klassenstufe. Repetitionen innerhalb der Mittelschule werden somit als Aus- und Eintritte mit gestrichelter Linie wiedergegeben. Übertritte, bei denen die Frage der Klassenwiederholung nicht sinnvoll ist (z.B. Austritt in die Berufslehre), werden als direkte Übertritte visualisiert. In der der 7. und 9. Klasse ist darüber hinaus ersichtlich, ob der Austritt während der Probezeit bzw. nach nicht bestandener Probezeit erfolgte.
Methodische Details
Datengrundlage
- Leitfadengestützte Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern der Bildungsdirektion, der Schulleiterkonferenz, der Schulkommissionspräsidentenkonferenz, der Lehrpersonenkonferenz, der angrenzenden Schulstufen und der Schülerorganisationen (17)
- Statistik der Lernenden (SDL) (Bildungsplanung Kanton Zürich)
- Studierende und Abschlüsse an Hochschulen (SHIS-studex) (Bundesamt für Statistik)
Methodik
Für den Bericht wurden eine umfassende Dokumentenanalyse relevanter Studien und Evaluationen sowie die Aufbereitung und Analyse von kantonalen Daten und Daten des Bundesamts für Statistik durchgeführt. Um die Ergebnisse der Dokumentenanalyse breit abzustützen und aus unterschiedlichen Sichtweisen zu bewerten, wurden 17 leitfadengestützte Interviews mit verschiedenen Akteuren durchgeführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. In die jeweiligen Diskussionskapitel fliessen die Einschätzungen von Vertreterinnen und Vertretern der Bildungsdirektion, der Schulleiterkonferenz, der Schulkommissionspräsidentenkonferenz, der Lehrpersonenkonferenz, der angrenzenden Schulstufen und der Schülerorganisationen ein.
Impressum
Publiziert im Februar 2015.
Redaktion
- Sybille Bayard
- Hans-Martin Binder
- Tobias Schalit
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Bildungsplanung