Entwicklung der Berufsbildung 2008‒2017
Wie hat sich die Berufsbildung im Kanton Zürich zwischen 2008 und 2017 entwickelt? Anhand zentraler Themen wie Lernorte, Übergänge und Unterstützungsangebote zeigt der Bericht, dass die Berufsbildung im Kanton Zürich stark verankert ist und ein breites Förder- und Unterstützungsangebot in Betrieben und Berufsfachschulen umfasst.
Drei Lernorte, ein Ziel
Der Bericht «Entwicklung der Berufsbildung im Kanton Zürich 2008–2017» analysiert die zentralen Entwicklungen im Berufsbildungssystem seit Inkrafttreten des kantonalen Einführungsgesetzes zum Berufsbildungsgesetz (EG BBG) im Jahr 2008. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die Berufsbildung verändert hat und wie diese Entwicklungen von den beteiligten Akteuren bewertet werden. Der Fokus liegt auf der dualen beruflichen Grundbildung.
Die Zusammenarbeit der drei Lernorte Betrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse wurde im Zeitraum 2008–2017 weiter gefestigt und als gemeinsames Modell der beruflichen Grundbildung umgesetzt. Die Berufsbildung ist im Kanton Zürich durch eine Vielzahl von Akteuren sowie ein System der «Checks and Balances» geprägt, indem die Verantwortlichkeiten zwischen den Partnern aufgeteilt sind.
Bildungsverläufe in der beruflichen Grundbildung
Die Infografik veranschaulicht die Bildungsverläufe von 11’532 jungen Erwachsenen, die im Jahr 2009 erstmals eine berufliche Grundbildung im Kanton Zürich begonnen haben. Grundlage dafür bilden die Daten der Lernenden an den Berufsfachschulen. Sie zeigt, dass das Berufsbildungssystem im Kanton Zürich durchlässig ist und vielfältige Bildungswege ermöglicht. Zugleich gibt sie Aufschluss darüber, welche Ausbildungen die jungen Erwachsenen nach dem Abschluss der beruflichen Grundbildung absolvieren.
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Die Balken auf der linken Seite zeigen die Vorbildung der Jugendlichen vor dem Eintritt in die berufliche Grundbildung im Jahr 2009. Die Verbindungen zwischen den Balken veranschaulichen die Bildungsverläufe während der Jahre 2009 bis 2015. Dargestellt werden unter anderem Wechsel zwischen verschiedenen Anforderungsstufen, vorzeitige Austritte aus der Ausbildung sowie spätere Wiedereintritte. Zudem ist ersichtlich, ob und wann nach Abschluss der beruflichen Grundbildung ein Übertritt in die höhere Berufsbildung erfolgt. Der Balken auf der rechten Seite zeigt den höchsten bis 2015 erreichten Abschluss. Wird mehr als ein Abschluss erworben, ist jeweils nur der höchste dargestellt. Nicht in der Infografik integriert sind Angaben zu den Fachhochschulen, den universitären Hochschulen sowie zu Berufsausbildungen ausserhalb des Kantons Zürich.
Methodische Details
Datengrundlage
- Dokumentenanalyse
- Leitfadengestützte Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern des Gewerbes, der Verbände, der Ausbildungsstätten und der Verwaltung (18)
- Kompass-Datenbank (Mittelschul- und Berufsbildungsamt Kanton Zürich)
- Erhebung der Schul- und Berufswahl (SBW/BVJ) (Bildungsplanung Kanton Zürich)
- Statistik der Lernenden (SDL) (Bildungsplanung Kanton Zürich)
- Arbeitsmarktstatistik der Schweiz (Amstat) (Staatssekretariat für Wirtschaft SECO)
- Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE) (Bundesamt für Statistik)
- Daten aus Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)
- Daten aus dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt Kanton Zürich (MBA)
Methodik
Für den Bericht wurden eine umfassende Dokumentenanalyse relevanter Studien und Evaluationen sowie die Aufbereitung und Analyse von kantonalen Daten und Daten des Bundesamts für Statistik durchgeführt. Um die Ergebnisse breit abzustützen und aus unterschiedlichen Perspektiven zu bewerten, wurden zusätzlich 18 Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern des Gewerbes, der Verbände, der Ausbildungsstätten und der Verwaltung geführt.
Impressum
Publiziert im Februar 2018.
Redaktion
- Sybille Bayard
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