Laufbahn und Karriere

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Wie viele Frauen gibt es in Führungsfunktionen in der JI? Wie gut ausgebildet sind die Mitarbeitenden? Bewerben sich mehr Frauen oder mehr Männer um Praktika?

Inhaltsverzeichnis

Laufbahn und Karriere: Wahrnehmung Karriereentwicklung

Wo steht die JI im Hinblick auf Laufbahn- und Karriereentwicklung?

Die JI möchte das Arbeitsplatz-Engagement ihrer Mitarbeitenden fördern. Dazu gehört auch, Mitarbeitenden Entwicklungs- und Karriereperspektiven aufzuzeigen sowie Talente zu fördern.
Genau zu diesen Themen hat die JI ihre Mitarbeitenden (ausgenommen: Mitarbeitende der Staatsanwaltschaft) im Mai 2021 online befragt. 62 von 100 Mitarbeitenden haben an der Umfrage teilgenommen. Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung war einer von insgesamt 14 Themenbereichen.

Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Quelle: Mitarbeitendenbefragung JI, 2021

Karrieremöglichkeiten noch zu wenig sichtbar

Die Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass die JI das Lernen und die Entwicklung der Mitarbeitenden fördert und die aktuelle Tätigkeit die Weiterentwicklung von Kompetenzen unterstützt. Gleichzeitig haben die Mitarbeitenden auch den Eindruck, dass es innerhalb der Direktion zu wenig Karrieremöglichkeiten gibt, beziehungsweise die vorhandenen Möglichkeiten für die Mitarbeitenden noch zu wenig sichtbar sind. Nur 4 von 10 Mitarbeitenden beurteilten die berufliche Weiterentwicklung innerhalb der JI als positiv. Gleichzeitig wurde in der Mitarbeitendenbefragung deutlich, wie relevant das Thema Karriere für das Engagement der Mitarbeitenden ist.
Gleichwohl: 2020 fand in der JI rund 140 Mal ein Karriereschritt statt – zum Beispiel in Form von Funktionswechseln, der Übernahme von neuen Aufgaben oder dem Wechsel in eine andere Organisationseinheit.

Fazit

Das Thema Karriere ist für die Mitarbeitenden der JI wichtig. Möglichkeiten, sich als Organisation in diesem Bereich weiterzuentwickeln, umfassen besseres Sichtbarmachen bestehender Möglichkeiten und auch bereits gelebter Karriereförderung. Aber auch, in der JI das Thema Karriere differenziert zu diskutieren, wie es in der Fachwelt und Wirtschaft bereits vorgelebt wird. Karriereentwicklung ist nicht immer an das Erreichen einer bestimmten Hierarchiestufe gekoppelt, sondern kann auch durch einen Bereichswechsel, den Verzicht auf eine personelle Führungsaufgabe oder die Übernahme von neuen Aufgaben stattfinden.  

Frauen in der Führung

Wie viele Frauen im unteren, mittleren und oberen Kader?

Diese Frage beleuchtet dieser Bericht entlang der vier kantonal definierten Kaderstufen. Diese Kaderstufen bilden Führungsverantwortung ab: auf Ebene Team- und Gruppenleitung (Unteres Kader), Abteilungs- und Bereichsleitung (Mittleres Kader), Hauptabteilungsleitung in grösseren Ämtern (Oberes Kader) sowie Amtsleitende oder Generalsekretärin respektive Generalsekretär (Oberstes Kader).  

Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Quelle: Eigene Erhebung HRJI

Drei von zehn Kaderstellen mit Frauen besetzt

Insgesamt sind 33 von 100 Kadermitarbeitenden Frauen (siehe Punkt 1.1 Mitarbeitende der JI). Eine differenzierte Betrachtung des Geschlechterverhältnisses nach Kaderstufe zeigt auf: Je höher die Kaderstufe, desto geringer der Anteil an Frauen. Im unteren und mittleren Kader sind 32 respektive 35 von 100 Mitarbeitenden weiblich, im oberen Kader nur noch 27 von 100, respektive 25 von 100 im obersten Kader.

Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Quelle: Eigene Erhebung HRJI

Sechs von zehn offenen Kaderstellen mit Frauen besetzt

Im Jahr 2020 hat die JI insgesamt 30 Kaderfunktionen neu besetzt, davon 17 mit Frauen. Am meisten Kaderstellen waren auf Stufe unteres Kader zu besetzen. Hier wurden von 10 Stellen 6 mit Frauen besetzt.
Insgesamt ein Drittel der Kaderstellen hat die JI im Rahmen von Berufungsverfahren besetzt. Es finden sich keine Geschlechtsunterschiede zwischen Stellenbesetzungen durch Ausschreibung oder Berufung.

Fazit

Die offenen Kaderpositionen hat die Direktion im Jahr 2020 genutzt, um den Frauenanteil im Kader zu erhöhen. Dies am deutlichsten auf Stufe des unteren Kaders, wo auch die meisten Stellen neu besetzt werden konnten.  

Ausbildung

Wo steht die JI im Bereich Bildung und Berufseinstieg?

Dieser Indikator widmet sich der Frage, wie die Verteilung der Bildungsabschlüsse in der JI im Vergleich zu den Zürcher Erwerbstätigen aussieht. Oder wie viele Ausbildungsplätze und Möglichkeiten für den Berufseinstieg die JI bietet.

Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Quelle: Mitarbeitende JI 2021, Schweizerische Arbeitskräfteerhebung 2020

Hoher Anteil an Akademikerinnen

In der JI verfügen 46 von 100 Mitarbeiterinnen und 38 von 100 Mitarbeitern über einen Hochschulabschluss. Bei den Erwerbstätigen sind es 39 von 100 Frauen und 44 von 100 Männern.
Der Anteil von Mitarbeiterinnen mit einem Hochschulabschluss ist in der JI signifikant höher als bei den Erwerbstätigen des Kantons Zürich.
Noch deutlicher wird der Unterschied bei Kadermitarbeiterinnen: während in der JI 67 von 100 Kadermitarbeiterinnen einen Hochschulabschluss haben, sind es bei den Zürcher Erwerbstätigen 44 von 100.

Mehr Berufsabschlüsse als bei Zürcher Erwerbstätigen

In der JI haben 36 von 100 Mitarbeitenden eine abgeschlossene Berufslehre. Dies gegenüber 28 von 100 bei den Zürcher Erwerbstätigen.

Fazit

Die Mitarbeitenden der JI sind gut ausgebildet. Ganz konkret zeigt sich, dass die JI viele gut ausgebildete Frauen hat – sogar signifikant mehr als in der Bevölkerung. Und das sowohl auf Stufe Mitarbeitende wie auch auf Kaderstufe.

Die JI bietet dem Nachwuchs Ausbildungsplätze und Möglichkeiten für den Berufseinstieg

Die JI bietet für unterschiedliche Berufsgruppen Ausbildungsplätze, Praktika oder Stel-len für den Berufseinstieg an. Darunter fallen Praktika und Auditorate für Juristinnen und Juristen, Psychologinnen und Psychologen, Sozialarbeitende sowie mehrjährige Ausbildungsplätze für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen und Ausbildungsplätze für Lernende.
Am 31. Dezember 2020 waren in der JI insgesamt 79 Personen in Ausbildung, in einem Praktikum oder einem Auditorat.  

Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich; Quelle: Refline

Mehr Bewerbungen von Frauen auf Praktika und Auditorate

Im Jahr 2020 hat die Direktion 18 Praktika und Auditorate über das Bewerbungsmanagementsystem besetzt, mehrheitlich beim JuWe. Die Lehrstellen werden zentral durch das Personalamt ausgeschrieben und besetzt, weshalb sie nicht Teil dieser Auswertung sind.
Auf die 18 ausgeschriebenen Praktika und Auditorate haben sich im Schnitt 24 Personen beworben.
Auf Praktika und Auditorate bewerben sich deutlich mehr Frauen als Männer. Eine nähere Betrachtung der Praktikumsschwerpunkte zeigt, dass die JI viele Praktika in traditionell typischen Frauenberufen (Psychologie, soziale Arbeit) anbietet.
Bei den Praktikums- und Auditoratsstellen unterscheiden sich die Angestellten weder hinsichtlich des Geschlechts noch des Alters von den abgelehnten Bewerbenden. Das bedeutet, dass die angestellten Personen im Hinblick auf diese Merkmale die Bewerbendenpopulation abbilden.

Fazit

Die JI bietet viele Ausbildungsstellen sowie Auditorate und Praktikumsmöglichkeiten an, insbesondere für Psychologinnen und Psychologen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Juristinnen und Juristen. Diese Stellen sind gefragt, insbesondere bei Frauen.  

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