5 + 1 Gründe für einen Job beim JuWe

Warum eine Anstellung bei Justizvollzug und Wiedereingliederung (JuWe) auch Dich interessieren könnte? Hier findest Du einige starke Gründe dafür.

Inhaltsverzeichnis

1. Nichts für Jede/n

«Easy Job: Türe auf. Türe zu. Auf die Ablösung warten.»
Du hast keine Ahnung. Es ist ganz anders als Du denkst.     

Die Untersuchungshaft ist für die Inhaftierten ein harter Einschnitt und stellt ihr Leben komplett auf den Kopf - im Schnitt für zwei Monate, manchmal sogar über Jahre. Eine neue Denkweise und tiefgreifenden Reformen sollen in dieser schwierigen Zeit für möglichst viel «Normalität» im Gefängnisalltag sorgen.

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Das Berufsbild des «Wärters» gibt es nicht mehr. Fachfrauen und Fachmänner Justizvollzug sind heute Profis mit eidgenössischem Fachausweis und Expertinnen und Experten darin, Regeln durchzusetzen und gleichzeitig mit hoher Sozial- und Fachkompetenz auf Menschen einzugehen. Das ist, um es etwas salopp zu formulieren, Multitasking auf hohem Niveau.

Der Berufsalltag hinter Gittern hat überraschend viele Facetten. Sicher, bestimmte Tagesabläufe sind klar geregelt, der Betrieb ist gut strukturiert. Und da ist exaktes Arbeiten und das strikte Befolgen der Regeln wichtig. Diese Fixpunkte geben einen Rahmen, dazwischen gibt es viel Gestaltungsraum, um dem Alltag eine persönliche Note zu geben – Deine Note. Zum Beispiel bei Gesprächen und Aktivitäten mit den einzelnen Inhaftierten und mit Gruppen.

Als Betreuer/in / Aufseher/in hast Du im Untersuchungsgefängnis eigentlich gleich zwei Jobs in einem: In der Aufseherrolle sorgst Du dafür, dass Regeln und Abläufe eingehalten werden. Das ist und bleibt wichtig für die Sicherheit aller. Aber auch in der Betreuerrolle bist du gefragt, also bei der Beschäftigung und in Gesprächen mit den Menschen, für die Du vorübergehend eine der wichtigsten Bezugspersonen bist.

Kein Tag ist wie der andere. Routinen und dann wieder völlig überraschende Situationen verlangen höchste Aufmerksamkeit und sorgen für viel Abwechslung.

Bei Dienstantritt ist nie klar, was Dich erwartet. Laufend musst Du Dich auf neue Situationen einstellen. Du bist für Menschen da, die sich in einer schwierigen Lebensphase befinden. Der Umgang mit ihren Hochs und Tiefs fordert ganz schön. Das kann nicht Jede/r.

Immer in Bewegung – auch körperlich, Du bist den ganzen Tag viel unterwegs. Das Laufband nach Feierabend kannst Du Dir da getrost sparen.

Wir machen Dich zur Fachfrau oder zum Fachmann Justizvollzug. Eidgenössischer Fachausweis inklusive. In dieser Rolle bist Du zum Beispiel Zuhörerin. Verständniszeiger. Grenzensetzerin. Organisator. Hinschauerin. Inspirator. Schlichterin. Motivator. Eingreiferin. Dazwischengeher. Gutelaunebringerin. Begleiter. Mutmacherin. Dienstleister. Beziehungsgestalterin. Perspektivenzeiger. Zweitechanceermöglicherin. Vermittler. Haltgeberin. Und ganz Vieles mehr.

Das Gefängnis ist ein ganz besonderer Mikrokosmos. Er führt für eine bestimmte Zeit Menschen aus der ganzen Welt, aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten zusammen. Diese geballte Ladung an Individualität unter einen Hut zu bringen, ist unglaublich interessant und macht jeden Tag immer wieder aufs Neue herausfordernd.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Im Kontakt mit den Inhaftierten gibt es viele interessante Begegnungen, befriedigende Situationen und kleine Alltagserfolge. Auf der anderen Seite zerren manche mit ihrem Verhalten gehörig an den Nerven und Du musst auch mit verbalen Entgleisungen leben können. Wir zeigen Dir, wie Du damit professionell umgehst. Das bringt Dich weiter – beruflich wie persönlich.

Humor ist bei uns wichtig. Wir lachen gerne, auch wenn – und manchmal auch gerade deswegen – unser Alltag nicht immer leicht und beschwingt ist.

2. Beweise Fingerspitzengefühl


Muskeln sind wichtig. In Form einer guten körperlichen Verfassung, sicher. Besonders gefragt sind aber jene in den Fingerspitzen und zwischen den Ohren.

Du übernimmst eine Schlüsselfunktion. Früher war das wörtlich gemeint. Heute stehen immer mehr andere Aspekte im Vordergrund: Respektvoll auf Andere zugehen können. Psychologisches Geschick. Eine Beziehung aufbauen und gleichzeitig Distanz wahren. Kommunikatives Talent. Dafür muss man Menschen mögen.

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Auf Dich wartet ein spannender Mix: Oft ist Teamarbeit gefragt und manchmal triffst Du wichtige Entscheidungen selbst.

Wo immer es möglich ist, bleiben die Zellentüren für gemeinsame Aktivitäten offen. Hier sind Deine Ideen gefragt. Und jede Menge Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl für jene Menschen, für die Du vorübergehend eine der wichtigsten Bezugspersonen bist.

Körperliche Fitness ist wichtig, Du bist viel unterwegs und setzt, wenn es sein muss, unmissverständlich Grenzen. Was zählt, sind die «Muckis» zwischen den Ohren: Einfühlungsvermögen, Menschenkenntnis und die Fähigkeit, mit Distanz und Nähe umzugehen. Tönt einfach, ist aber ungemein fordernd.

Wir arbeiten mit einem klaren Ziel: Wir leisten einen wichtigen Beitrag, damit der Wiedereinstieg in das Leben nach der Haft gelingt. Dazu arbeitest Du oft bei offenen Zellentüren im Gruppenvollzug eng mit den Gefangenen zusammen. Das ist Sozialarbeit auf anspruchsvollem Niveau.

3. Geniesse Deine Freizeit


Volle Konzentration im Beruf. Und dann Zeit für Dich. Wir legen viel Wert darauf, dass Arbeit Arbeit ist und Freizeit Freizeit. Die Balance stimmt und Du hast genug Zeit, um privat neue Kräfte zu tanken.

Wir planen sorgfältig und vorausschauend – so kannst Du auch bei Schichtarbeit Dein Privatleben gut und weit im Voraus planen.

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Und selbst bei kurzfristigen Änderungswünschen versuchen wir das Unmögliche möglich zu machen – auch dank viel Kollegialität und Teamgeist. Wir helfen uns gerne gegenseitig aus.

Auch bei der Arbeitsplanung achten wir im GZW auf Abwechslung. Neben Deiner eigenen Abteilung wirst Du auch immer wieder in anderen Abteilungen mithelfen.

Pünktlichkeit ist für uns wichtig – beim Dienstantritt müssen wir uns auf Dich verlassen können. Und Du kannst Dich darauf verlassen, pünktlich Feierabend zu haben. Darauf achten wir, ungeplante Überzeiten kommen bei uns ziemlich selten vor.

Nacht- und Wochenendarbeit erhöhen Deinen Grundlohn und füllen Dein
Zeitkonto. So kannst Du Deine Ferien locker um ein paar Tage verlängern.

4. Sicher ganz sinnvoll

Tue ich hier etwas Sinnvolles? Sicher? Ganz sicher sogar! Wir erbringen hinter den Kulissen unseres Justizsystems eine wichtige Dienstleistung für die Menschen in der Region. Und auch wenn sich gerade einiges ändert: Unsere Jobs bleiben sicher.

«Was ich tue, macht mich stolz», sagen viele Deiner Kolleginnen und Kollegen. Und dass sie gerne für den Kanton und die Menschen in und um Zürich arbeiten.

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Dein täglicher Einsatz ist eine Dienstleistung an der Zürcher Bevölkerung, unserer Gesellschaft im Allgemeinen und für die Inhaftierten, die bei uns respektvoll und menschlich behandelt werden. Du machst Dich dafür stark, dass ihr Aufenthalt bei uns ihre schwierige Situation nicht unnötig zusätzlich belastet, damit sie im Anschluss an die Haft rasch wieder Tritt fassen können. Schliesslich werden fast alle Inhaftierten wieder unsere Nachbarn.

Die Schweiz ist ein sicheres Land mit hohen Standards. Du bist ein wichtiges Glied in unserem Justizsystem und hilfst tatkräftig mit, Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit zu gewährleisten.
Die Digitalisierung wird auch bei uns Spuren hinterlassen. Darauf freuen wir uns! Wir sehen gerade im administrativen Bereich viele Verbesserungsmöglichkeiten. Das ändert aber nichts daran, dass unsere Berufe langfristig sicher sind.

Wenn es Dir gefällt und Du Deinen Job gut machst, bestimmst Du, wie lange Du bleiben willst. Auch wir reorganisieren, aber sorgfältig und nur dann, wenn es einen Nutzen für Dich und die Inhaftierten bringt.

Wir wollen, dass Du aus Überzeugung bei uns arbeitest – und nicht, weil Du musst oder keine Alternativen hast. Darum legen wir Wert auf gute Weiterbildungen und eine eidgenössisch anerkannte Grundausbildung zur Fachperson Justizvollzug – bei vollem Lohn, versteht sich.

Dir stehen Aufstiegsmöglichkeiten in die Teamleitung oder fachliche Spezialisierungen offen. Ob so oder so: Wir unterstützen Weiterbildungen, die Dich weiterbringen. Extern und in unserer eigenen JuWe Akademie.

Den eidgenössischen Fachausweis, den Du hier wie alle Neuen machst, gibt’s nicht geschenkt. Du musst ganz gehörig die Ärmel hochkrempeln. Lernen, trainieren, büffeln und Dich mit Dir selber auseinandersetzen. Dabei lernst Du viel für den Job – und für Dich selbst. Und Du hast erst noch eine Ausbildung im Sack, die gefragt ist.

Der Kanton Zürich ist ein Top-Arbeitgeber. Was uns bei Dir wichtig ist, kannst Du auch von uns erwarten: Wir sind ein absolut verlässlicher Partner.

Das Anstellungspaket hat es in sich: Ein guter Lohn schon während der Ausbildung (ab 83'000 Franken), nach abgeschlossener Ausbildung kannst Du mit ungefähr 85'000 Franken rechnen und darauf aufbauen. Zulagen für Nacht- und Sonntagsarbeit sind für uns selbstverständlich. Dazu packen wir noch viele weitere Goodies und eine solide Pensionskasse für später.

Ist dieser Beruf eigentlich gefährlich? Nein, nicht mehr als anderswo. Wir kennen die Risiken und sind professionell geschult.

5. Teamgeist entwickeln

Was wir tun, schweisst zusammen.

Hier ist jede/r Einzelne ein wichtiger Teil des Ganzen. In schwierigen Situationen müssen wir zusammenhalten, einen kühlen Kopf bewahren und uns jederzeit aufeinander verlassen können. Das schweisst zusammen.  

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Im Alltag bist Du fast so etwas wie Dein eigener Chef – und doch kannst Du auf ein starkes Team im Rücken zählen, das für Dich da ist, wenn Du Unterstützung brauchst. Und wenn es Dir einmal persönlich nicht so gut geht, sind wir für Dich da.

Wir legen Wert auf Vorgesetzte, die das Herz am rechten Fleck haben. Das spürst Du. Die Hierarchien werden immer flacher, Deine Vorgesetzten sind erreichbar und spürbar.

Bei uns starten Frauen und Männer mit völlig unterschiedlichen Biografien, Berufserfahrungen und Lebensanschauungen noch einmal beruflich durch. Sie kommen aus der Schweiz oder haben ihre Wurzeln im Ausland. Für manche ist es eine der ersten Berufserfahrungen, für andere die vielleicht letzte. Dieser spannende Mix prägt unseren Teamspirit und macht ihn ganz schön bunt.

Wir wollen unsere Teams künftig besser durchmischen und wünschen uns darum noch viel mehr Frauenpower.
 

+ Schreib Geschichte

Ein ganz neues Gefängnis für Zürich. Ein Modellbetrieb mit Ausstrahlungskraft über die Landesgrenzen hinaus. Alles ist neu und wir beginnen bei Null – mit Dir. Bringst Du Pioniergeist mit?

2022 geht mitten in Zürich im neuen Polizei- und Justizzentrum Zürich das Gefängnis Zürich West (GZW) in Betrieb. Es hat über 240 Haftplätze, und über 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden hier arbeiten.  

Mit dem neuen Gefängnis haben wir uns hohe Ziele gesteckt: Wir wollen über die Landesgrenzen hinaus ein Vorzeigebetrieb für moderne Untersuchungshaft werden. Dazu treiben wir bereits angestossene Reformen weiter voran. Und wir brauchen Dich und viele weitere Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, die mit anpacken und uns Rückenwind geben.

Alles ist neu: Gebäude, Technik, Abläufe und Teams. Wir werden Top-Rahmenbedingungen im neuen Gebäude vorfinden. Die Inbetriebnahme wird eine riesige Herausforderung für uns alle. So eine Chance erhält man im Berufsleben nur einmal – bist du bereit für dieses Abenteuer?

Dein Mitdenken ist bei diesem Neuanfang besonders gefragt – und eine gute Portion Pioniergeist auch. Du schreibst gemeinsam mit uns Geschichte!

Wir bilden Dich gründlich für die neuen Aufgaben aus und üben gemeinsam die Abläufe ein. Das kannst du von uns erwarten – und wir erwarten, dass du mit uns an einem Strick ziehst und bereit bist, schnell viel Neues zu lernen.

Zugegeben: Die Zürcher Untersuchungsgefängnisse sind bislang eher «Männersache». Noch – denn das ändern wir jetzt! Frauen sind mindestens so gut geeignet für diesen anspruchsvollen Beruf wie ihre männlichen Kollegen.

Frauen sprechen wir ganz besonders an – nicht einfach so oder gar einer Quote wegen, sondern weil erst die Vielfalt an Fähigkeiten und Kompetenzen von Männern und Frauen ein stimmiges Ganzes gibt.

«Wir wollen noch viel bunter werden»

Wir wollen noch viel bunter werden
So bunt wie wir

Wir sind überzeugt, dass Vielfalt ein Gewinn für alle ist. Dafür müssen wir aber noch einiges tun und machen jetzt darum vorwärts mit gemischten Teams, die ein Spiegelbild unserer Gesellschaft sind. Frauen und Männer jeden Alters, mit Wurzeln in der Schweiz oder im Ausland, mit verschiedenen Weltanschauungen und unterschiedlichen Glaubens: Alle, die unsere Werte teilen, sind willkommen.

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Gefängnis Zürich West Mehr erfahren

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8090 Zürich
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