Die kanalisierte Limmat zwischen Schlieren, Oberengstringen und Unterengstringen soll natürlicher werden. Das Projekt schafft nicht nur mehr Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sondern bringt eine lebendige Flusslandschaft und fünf attraktive Naherholungszonen in ein dicht bebautes Gebiet.
Aktuell
Die Detailplanung für die Revitalisierung der Limmat hat vier Jahre gedauert. Mitgewirkt haben die Gemeinden Schlieren, Oberengstringen und Unterengstringen sowie das Kloster Fahr und die Stadt Zürich. Gemeinsam mit den Projektpartnern sowie rund 20 weiteren Organisationen konnten für alle Herausforderungen gute Lösungen gefunden werden – inklusive des Familiengartenareals im Betschenrohr. Nun liegt das umfassende Projekt-Dossier öffentlich auf.
Öffentliche Auflage bis am 28. September 2026
Das Bauprojekt «Lebendige Limmat» liegt in den Standortgemeinden Ober- und Unterengstringen, Schlieren und Zürich bis am 28. September öffentlich auf.
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
Gemeinsam mit dem Expertenteam spazieren wir entlang der Limmat. Unterwegs erfahren die Teilnehmenden, warum das Projekt gestartet wurde, welche Veränderungen in der Landschaft geplant sind und wie Mensch und Natur davon profitieren.
Es finden zwei Führungen statt:
- Donnerstag, 3. September 2026, 18.30 Uhr
- Dienstag, 15. September 2026, 18:30 Uhr
Das Bauprojekt «Lebendige Limmat» liegt in den Standortgemeinden Ober- und Unterengstringen, Schlieren und Zürich bis am 28. September öffentlich auf. Danach werden die eingegangenen Einsprachen geprüft und das Projekt-Dossier unter Berücksichtigung aller relevanten Interessen fertiggestellt.
Möchten Sie Ihre Fragen zum Bauprojekt den verantwortlichen Fachleuten persönlich stellen? Nutzen Sie dazu die «Projekt-Sprechstunden»:
- Montag, 31. August 2026, 17 – 19 Uhr, Unterengstringen (Im alten Schulhaus, Alte Schulstrasse 9)
- Dienstag, 1. September 2026, 16.30 – 18.30 Uhr, Schlieren (Stadtbüro Sitzungsraum 303, Freiestrasse 6)
- Montag, 14. September 2026, 17 – 19 Uhr, Oberengstringen (Saal Kirchgemeindehaus, Goldschmiedstrasse 8)
Für die «Projekt-Sprechstunden» ist keine Anmeldung erforderlich.
Die Stadt Schlieren arbeitet darauf hin, allen Gärtnerinnen und Gärtnern im Betschenrohr, die dies wünschen, eine Fortsetzung ihrer Freizeitbeschäftigung zu ermöglichen. Im Moment sind die Fachleute der Stadt unter Einbezug des Vorstands des Familiengartenvereins Betschenrohr sowie externen Fachpersonen an der Konzeptarbeit. Die natürliche Fluktuation unter den Gärtnerinnen und Gärtnern im Betschenrohr dürfte nebst neuen Modellen des gemeinschaftlichen Gärtnerns langfristig neue Optionen eröffnen. Es sind zudem Abklärungen im Gange, ob auf einem angrenzenden Landstück zusätzliche Flächen bereitgestellt werden können.
Seit 2024 hat sich die Ausgangslage durch die in den Familiengärten im Betschenrohr festgestellten Schadstoffbelastungen deutlich verändert. Das Gärtnern ist seither teils stark eingeschränkt, einige Parzellen wurden ganz verlassen. Betroffen davon ist auch der Bereich, welcher für das Projekt Lebendige Limmat aufgehoben werden soll. Das belastete Bodenmaterial muss gesondert entsorgt werden. Die Kosten dafür belaufen sich im Bereich des Revitalisierungsprojekts auf rund 10 Mio. Franken und werden vom Kanton getragen.
Aufgrund der Grösse des Eingriffs und der Fläche, welche die Aufweitung des Flussraums im Betschenrohr benötigen wird, wurde der unabhängige Wasserbauexperte Dr. Michael Hengl vom österreichischen Bundesamt für Wasserwirtschaft damit beauftragt, die Verhältnismässigkeit des Projekts fachlich zu überprüfen. Er kommt zum Schluss, dass die geplante Aufweitung Betschenrohr gerade ausreichend gross ist, um die natürliche Dynamik der Limmat wiederherzustellen.
Das Projekt
Die Limmat ist in einem schlechten Zustand; die Kanalisierung vor über hundert Jahren hat im Wasser und an Land unzählige Lebensräume vernichtet. Auch ist der Damm, der die Siedlungen vor Hochwasser schützt, heute in einem schlechten Zustand und droht im Ereignisfall zu versagen. Nun hat der Kanton Zürich zusammen mit den Gemeinden Schlieren, Oberengstringen und Unterengstringen sowie dem Kloster Fahr und der Stadt Zürich ein Pionierprojekt erarbeitet.
Im Fokus steht dabei aber nicht nur die Förderung von Biodiversität und der bessere Schutz bei Hochwasser. Mit dem Projekt entsteht auch ein vielfältiges Naherholungsgebiet für die Bevölkerung. Und das ist dringend nötig – die Gemeinden Schlieren, Unter- und Oberengstringen sind in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen. Grosszügiger Grünraum zum Durchatmen, Spazieren und Geniessen zu allen Jahreszeiten ist mehr denn je gefragt und ein Gewinn an Lebensqualität für alle.
Die Ziele
Mehr Natur, mehr Naherholung, mehr Schutz
Das Projekt «Lebendige Limmat» schafft neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen und stellt die natürliche Dynamik der Limmat wieder her. Aber nicht nur dies: Der aufgeweitete, abwechslungsreiche Flussraum wird zur grünen Oase für die Menschen im Limmattal. Zudem bietet die naturnahe Limmat besseren Schutz bei Extremereignissen wie Hochwasser, Hitze oder Trockenheit.
Mensch und Natur Hand in Hand
Die Förderung der Biodiversität und Freizeitaktivitäten schliessen sich nicht aus. Das Gebiet wird in verschiedene Zonen aufgeteilt: In Naturzonen hat die Natur Vorrang, die Erholungszonen sind für die Bevölkerung da; grosse Teile des Ufers zählen zur sogenannten Mischzone, wo sowohl Natur als auch Mensch Platz haben. Erholungssuchende können hier spazieren, bräteln und ihre eigenen Lieblingsplätze in der Natur finden.
Um die Schönheit und Vielfalt der Flusslandschaft erlebbar zu machen, werden acht «Naturfenster» eingerichtet. Diese Plätze liegen direkt am Uferweg in Sichtweite besonderer Naturräume.
Damit dieses Nebeneinander funktioniert, braucht es Menschen, die vermitteln, erklären und begleiten: Rangerinnen und Ranger. Sie helfen mit, dass sich Natur und Freizeitnutzung von Anfang an gut entwickeln. Sie geben Auskunft über Tiere, Pflanzen und sensible Lebensräume und machen auf Besonderheiten aufmerksam. Gleichzeitig dokumentieren die Rangerinnen und Ranger die Entwicklung des neuen Flussraums. So kann früh erkannt werden, wo zusätzliche Massnahmen nötig sind.
Zeitplan
Das Bauprojekt «Lebendige Limmat» liegt in den Standortgemeinden im Herbst 2026 öffentlich auf. Der Kanton wird eingegangene Einsprachen prüfen und das Projekt-Dossier unter Berücksichtigung aller relevanten Interessen fertigstellen.
Die Schritte im Bewilligungsverfahren sind:
- Öffentliche Auflage, evtl. Einsprachen
- Auflageprojekt wird unter Miteinbezug von berücksichtigten Einsprachen bzw. Anträgen in den entsprechenden Teilbereichen überarbeitet und ergänzt
- Projektfestsetzung durch den Regierungsrat inkl. Bericht über die Behandlung der Einsprachen (gleichbedeutend mit der Baubewilligung)
- Kantonsratsbeschluss über den Objektkredit (referendumsfähig)
Auftrag und Kosten
Die Förderung der Gewässerrevitalisierung ist seit 2005 in der Verfassung des Kantons Zürich verankert. Und auch der Bund verpflichtet die Kantone dazu, die natürlichen Funktionen von verbauten Gewässern wiederherzustellen. Die Kosten für das Projekt werden mehrheitlich von Bund und Kanton übernommen.
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Der Auftrag für die Revitalisierung von verbauten Gewässern kommt von ganz oben. 2010 beschloss das Bundesparlament, das Gewässerschutzgesetz zu revidieren, um die Gewässer besser zu schützen. Dies als indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Lebendiges Wasser», die daraufhin zurückgezogen wurde. Die Kantone werden damit unter anderem verpflichtet, einen Teil ihrer verbauten Gewässer wieder naturnaher zu gestalten. Zudem verpflichtet das Bundesgesetz über den Wasserbau die Kantone zum Hochwasserschutz. Und auch die Zürcher Kantonsverfassung gibt dem Kanton (und den Gemeinden) den Auftrag, für den Schutz vor Hochwasser zu sorgen und die Renaturierung der Gewässer zu fördern.
In seiner Revitalisierungsplanung hält der Kanton Zürich fest, welche Gewässerabschnitte wieder naturnaher gestaltet werden sollen. Die Abschnitte der 1. Priorität sind innerhalb von 20 Jahren (2015-2035) umzusetzen. Sie umfassen im Kanton Zürich diverse Gewässerstrecken mit einer Gesamtlänge von rund 100 Kilometern. Das Teilstück der Limmat zwischen Schlieren, Ober- und Unterengstringen gehört dazu. Der Grund: Hier lässt sich ein besonders hoher Nutzen für die Natur erzielen.
Rund 20 Hektar Land sind nötig, um die Limmat wieder lebendiger zu machen. Neben einzelnen privaten Landbesitzern verkaufen vor allem die Städte Zürich und Schlieren, das Kloster Fahr und die Gemeinde Unterengstringen für das Projekt Land an den Kanton. Unter anderem sind dies landwirtschaftlich genutzte Flächen und rund die Hälfte der Fläche der Familiengärten im Betschenrohr. Damit die Familien, die dies wünschen, dort weiterhin gärtnern können, erarbeitet Schlieren in Zusammenarbeit mit dem Familiengartenverein und externen Fachpersonen Lösungen für das künftige Gartenareal. Da noch einige Jahre bis zum Beginn der Arbeiten an der Lebendigen Limmat vergehen werden, ist die Stadt Schlieren zuversichtlich, eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung zu finden, bis die «Lebendige Limmat» umgesetzt wird.
Die für das Projekt beanspruchten Fruchtfolgeflächen werden ersetzt, indem qualitativ schlechte Böden anderswo im Kanton aufgewertet werden.
Projekte mit direktem Bezug zur «Lebendigen Limmat», die nicht durch das AWEL umgesetzt werden, werden eng mit dem Projekt abgestimmt. Es sind dies: der Ersatz des Gasistegs, die Gartenareal-Entwicklung Betschenrohr Süd, der Ersatz der Trinkwasser-Fassungen Betschenrohr und die Neugestaltung des Künstlerareals.
Das Jahrhundertprojekt wurde vom Kanton Zürich zusammen mit den Gemeinden Schlieren, Oberengstringen und Unterengstringen sowie mit dem Kloster Fahr und der Stadt Zürich initiiert. Die Standortgemeinden wie auch die grössten Grundeigentümer und Grundeigentümerinnen arbeiteten als Mitglieder des Projektteams aktiv am Projekt mit. Die Ausarbeitung des Bauprojekts, welches nun öffentlich aufliegt, wurde von zahlreichen Institutionen begleitet:
- Aqua Viva
- BirdLife Zürich
- Familiengartenverein Betschenrohr
- Fischereiverband Kanton Zürich
- Fischereiverein Kloster Fahr
- Gebäudeversicherung Zürich
- IG Limmat
- Kantonale Fachstellen
- Regionale 2025
- Pontoniere Dietikon
- Pro Natura Zürich
- Pro Velo Zürich
- Vogel- und Naturschutzverein Schwalbe Schlieren
- Wasserfahrverein Schlieren
- Wasserwirtschaftsverband Limmattal
- WWF Zürich
- Zürcher Bauernverband
- Züripontonier
Gemäss aktuellem Stand belaufen sich die Planungs- und Umsetzungskosten auf rund 95 Millionen Franken. Mehrkosten gegenüber dem Vorprojekt haben sich insbesondere aufgrund der festgestellten Bodenbelastung im Betschenrohr ergeben. Der belastete Boden muss gesondert entsorgt werden, was zusätzliche Kosten von rund 13 Mio. Franken zur Folge hat. Ein weiterer neuer Kostenpunkt ist der Bau der Drainage mit Pumpwerk im Betschenrohr zur Verbesserung des Hochwasserschutzes. Finanziert wird das Projekt grösstenteils durch Kanton und Bund. Der Bund unterstützt das Projekt mit voraussichtlich mindestens 50 Prozent der Kosten.
Projektbeteiligte
- Bauherrin: Baudirektion Kanton Zürich, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL)
- Bauherrenunterstützung: TBF + Partner AG
- Planergemeinschaft: Flussbau AG, planikum AG, creato, Jäckli Geologie AG, simultec AG
- Mobilität: SNZ Ingenieure und Planer AG
- Umweltverträglichkeitsprüfung: AquaPlus AG
- Drainageleitung: Gujer AG
- Kommunikation: C-Factor AG
Mehr Natur
Die Limmat bei Schlieren ist heute kein guter Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Eingezwängt in ein Steinkorsett ist sie zu einem monotonen, ökologisch verarmten Wasserband verkümmert. Aktuell fliesst die verbaute Limmat in ihrem Korsett mit einer konstanten Sohlenbreite von 50 Metern von Oberengstringen nach Dietikon. Früher floss die Limmat hier viel breiter und verzweigter durch die Landschaft.
Kanalisierung führte zu ökologischem Kahlschlag
Vor über 100 Jahren wurde die Limmat, wie rund die Hälfte aller Bäche und Flüsse im Kanton Zürich, kanalisiert und begradigt. Es war eine ingenieurtechnische Meisterleistung des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Was man damit in der Natur für einen Schaden anrichten würde, wusste man damals noch nicht.
Eine Lebensader im Wandel der Zeit
In sieben Bildern zeigt das «Fluss Wimmelbuch» des Berner Verlags vatter&vatter anschaulich die Geschichte, die menschlichen Eingriffe und was an einem Fluss so alles wimmelt, von der Steinzeit bis in die nahe Zukunft. Und dies konkret am Abschnitt der Lebendigen Limmat.
Mehr Lebensräume, mehr Biodiversität
Natürliche Flüsse gehören zu den artenreichsten Lebensräumen, die wir in der Schweiz kennen. Vielfältige Strukturen im Wasser und am Ufer bieten unzähligen Tieren und Pflanzen ein Zuhause. Unter Wurzelstöcken und umgefallenen Bäumen finden Fische Schutz vor Feinden, scheinbar karge Kiesinseln sind ein Treffpunkt für Libellen und ein Zuhause von Pionierpflanzen, im steilen Ufer bauen Eisvögel und Uferschwalben ihre Bruthöhlen.
Mit der Revitalisierung wird die Limmat wieder ein vielfältiger und artenreicher Naturraum.
Mehr Dynamik, mehr Vielfalt
Der Abschnitt vom Gasisteg bis fast zur Brücke Weiningerstrasse ist nichts weniger als das Herzstück der «Lebendigen Limmat». Hier wird die neue Flusslandschaft etwa dreimal so breit, als es die kanalisierte Limmat heute ist. Und das mit gutem Grund: Nur ein sehr naturnaher Fluss entwickelt eine natürliche Flussdynamik und kann die vielfältigen Lebensräume laufend selbst erneuern. Dadurch entsteht ein vielfältiges Mosaik an Lebensräumen für Tiere und Pflanzen im Wasser und an Land. Diese natürliche Dynamik kann sich jedoch erst entfalten, wenn der Fluss über eine bestimmte Länge und Breite viel Platz erhält.
Grosses Spektrum an auentypischen Lebensräumen
Nur mit dieser grossen Aufweitung im Betschenrohr kann die Limmat selbst ein reichhaltiges Spektrum an auentypischen Lebensräumen und Rückzugsmöglichkeiten für Tiere und Pflanzen schaffen und kommt nahe an ihren ursprünglichen Zustand.
Es ist der letzte Abschnitt der Zürcher Limmat, wo dies überhaupt noch möglich ist. Dieses Potenzial soll auch im Sinne künftiger Generationen genutzt werden. Diese natürliche Flusslandschaft, wie man sie in der Schweiz in besiedelten Gebieten kaum mehr antrifft, wird eine Oase für Mensch und Natur sowohl für heutige wie für kommende Generationen.
Betschenrohr: Je mehr Platz, desto grösser die Biodiversität
Mehr Naherholung
Die «Lebendige Limmat» erhöht auch die Lebensqualität der Menschen im Limmattal. Der aufgeweitete, abwechslungsreiche Flussraum wird, inmitten des dicht besiedelten und weiterhin stark wachsenden Agglomerationsraums, zur grünen Oase für Erholungssuchende. Zugänge zum Wasser machen den Flussraum erlebbar. Sie laden zum Verweilen, Spielen und Baden ein.
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Das Rauschen des Flusses, Vogelgezwitscher aus den Bäumen und das leise Summen der Insekten. Die Veränderung der Flusslandschaft nach einem Hochwasser, das Erblühen der Natur im Frühling, die farbigen Baumkronen im Herbst: An der «Lebendigen Limmat» wird es viel zu hören und zu entdecken geben. An verschiedenen Naturbeobachtungsposten können Interessierte das Treiben in dieser wilden Flusslandschaft bestaunen.
Drei Wochen vor Ostern vertreibt die Unterengstringer Bevölkerung mit ihrem Frühlingsfest «Mittefasten» den Winter. Feierlich verbrennt sie dafür an der Limmat ihren Böögg. Eine Tradition, die auch nach der Revitalisierung der Limmat erhalten bleibt. Im Bereich des Unterengstringer Quartiers Langwisen wird es durch das Projekt keine grossen Veränderungen geben. Dieser Abschnitt wurde bereits 2007 revitalisiert.
Mehr Schutz vor Hochwasser, Hitze und Trockenheit
Revitalisierungen fördern die Resilienz, also die Widerstandskraft, von Bächen und Flüssen. Resiliente Fliessgewässer sind in der Lage, während und nach einer Störung (z.B. einem Hochwasser oder einer Trockenperiode) als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Erholungsraum für Menschen beständig zu sein.
Mehr Schutz vor Überschwemmungen
Vor ganz grossen Hochwassern ist das Gebiet entlang des Projekts heute nicht überall sicher. Extreme Hochwasser, die aufgrund der Klimaerwärmung künftig häufiger vorkommen, kann die kanalisierte Limmat bei Schlieren nicht mehr genügend ableiten.
Nach der Revitalisierung bietet der aufgeweitete Flussraum innerhalb der neuen Schutzdämme mehr Platz. Menschen und Infrastruktur entlang des Limmatabschnitts sind dann selbst vor einem Hochwasser sicher, das aufgrund bisheriger Statistiken nur alle 300 Jahre zu befürchten ist.
Mit der Revitalisierung schliesst der Kanton Zürich eine Lücke im Hochwasserschutz. Vor und nach dem Projektperimeter ist der hohe Schutz vor Hochwasser bereits gewährleistet.
Bessere Bedingungen auch bei Hitze und Trockenheit
Mit dem Klimawandel werden auch ausgeprägte Hitze- und Trockenheitsperioden zunehmen. Nach der Revitalisierung ist der Limmatbogen auch besser an diese Bedingungen angepasst. Bei anhaltender Trockenheit bringt die künftige naturnahe Flusslandschaft grosse Vorteile für verschiedene Wasserlebewesen: So bietet die vielseitige Flusssohle mit Tiefstellen und beschatteten Unterständen beispielsweise den Fischen auch bei Trockenheit Zonen, wo sie sich zurückziehen können. Und die Menschen finden dank der üppigen Vegetation am Wasser schattige und kühle Orte, um sich vor der Sommerhitze zu schützen und sich zu erholen.
Weiterführende Informationen
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
- Download Lebendige Limmat, Projektinfo Nr. 3, August 2026 PDF | 8 Seiten | Deutsch | 6 MB
- Download Lebendige Limmat, Projektinfo Nr. 2, Juni 2024 PDF | 4 Seiten | Deutsch | 3 MB
- Download Lebendige Limmat, Projektinfo Nr. 1, Oktober 2022 PDF | 4 Seiten | Deutsch | 5 MB
- Download Faktenblatt Experten-Gutachten Aufweitung Betschenrohr PDF | 4 Seiten | Deutsch | 480 KB
- Download Komplette Studie Aufweitung Betschenrohr von Dr. Michael Hengl PDF | 47 Seiten | Deutsch | 3 MB
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