Neue Regionalpolitik

Aussicht über den Hörnli Steg

Mit der Neuen Regionalpolitik NRP unterstützen Bund und Kantone das Berggebiet, den weiteren ländlichen Raum und die Grenzregionen. Im Vordergrund stehen die regionale Innovationsförderung und der Tourismus.

Neue Regionalpolitik

Als Programm der Standortförderung unterstützt die NRP Initiativen, Programme und Projekte, die das Unternehmertum fördern, die Innovationsfähigkeit der KMU sowie die regionale Wertschöpfung steigern und auf diese Weise die Wettbewerbsfähigkeit dieser Räume nachhaltig erhöhen. Damit leistet die NRP einen Beitrag zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in den Zielgebieten. Aktuell läuft das vierjährige Umsetzungsprogramm 2024 bis 2027.


Obwohl der Kanton Zürich ein wirtschaftsstarker Standort ist, erfüllen zwei Regionen die Voraussetzungen zur Berechtigung von Fördergeldern, das Zürcher Berggebiet und das Zürcher Weinland.
 

Förderkriterien und Schwerpunkte

Projekte, die im Kanton Zürich gefördert werden können, erfüllen folgende Punkte:

  • Das Projekt befindet sich in einem der beiden Perimeter Zürcher Berggebiet oder Zürcher Weinland.
  • Es berücksichtigt die Anforderungen an eine nachhaltige Entwicklung.
  • Es fördert das unternehmerische Denken und Handeln und erhöht die regionale Wertschöpfung.
  • Es wird von einer überbetrieblichen Trägerschaft getragen. Einzelbetriebliche Förderung ist ausgeschlossen.
  • Es stärkt die Innovationsfähigkeit und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Region.
  • Die NRP-Finanzierung beschränkt sich auf die Entwicklungs- und Aufbauphase eines Projekts (keine Betriebsfinanzierung).
Förderschwerpunkte 2024-27
Förderschwerpunkte 2024-27

Zürcher Berggebiet

Die Umsetzung der NRP im Zürcher Berggebiet wird durch den Verein Standortförderung Zürioberland gewährleistet. 

Der Perimeter umfasst im Zürcher und angrenzenden Berggebiet folgende Gemeinden: Bäretswil, Bauma, Bichelsee-Balterswil (TG), Elgg, Eschenbach (SG), Fischenthal, Fischingen (TG), Hinwil, Schlatt (ZH), Turbenthal, Wald (ZH), Wila, Wildberg.

Beispiel eines geförderten Projekts: echtregional.ch

Seit 2013 werden echte Zürioberländer Regionalprodukte als solche gekennzeichnet. Dafür ist eine Prüfung mit anschliessender Kontrolle durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle zwingend. Der administrative, zeitliche und finanzielle Aufwand war bisher gross. Im Januar 2023 lancierte die Standortförderung Zürioberland das IT-System «echtregional.ch», welches den Zertifizierungsprozess vom Produzenten bis zur Kontrollstelle vereinfacht. Zudem ermöglicht es das zentrale und sichere Datenhandling. Dass dies nicht nur im Zürcher Oberland Mehrwert bringt, zeigen diese Zahlen: Bereits beim Launch des IT-Systems nutzen es fünf weitere Regionalmarken mit über 2'000 Produkten. Das Projekt hat 2023 den Award der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement gewonnen.

Velofahrer geniessen gemeinsam mit Wanderer den schönen Ausblick über die Alpen.
Aussicht von der Alp Scheidegg ob Wald in die Alpen

Zürcher Weinland

Die Umsetzung der NRP im Zürcher Weinland wird durch den Verein ProWeinland sichergestellt. Der Perimeter umfasst im Zürcher Weinland folgende Gemeinden: Andelfingen, Benken, Berg am Irchel, Buch am Irchel, Dachsen, Dorf, Feuerthalen, Flaach, Flurlingen, Henggart, Kleinandelfingen, Laufen-Uhwiesen, Marthalen, Ossingen Rheinau, Stammheim, Thalheim an der Thur, Trüllikon, Truttikon, Volken.

Beispiel eines geförderten Projekts: rheinwelten.com

Rheinwelten verbindet 2 Länder, 7 Kantone und 18 Tourismusorganisationen. Entlang des Rheins und der beliebten »Rhein-Route 2” von Veloland Schweiz geht es zu 15 Erlebniswelten. In den Erlebniswelten warten unzählige regionale Erlebnisse sowie kulinarische und kulturelle Highlights darauf, entdeckt zu werden.
Ausgesuchte Informationen auf dem neuen digitalen Reisebegleiter der Rheinwelten animieren dazu, Neues zu entdecken. Erlebe und erfahre einmalige Kulturlandschaften und die kulinarische Vielfalt entlang des Rheins mit dem E-Bike.

 

Velotour im Weinland
Velotour im Zürcher Weinland

Regionale Innovation INOS

Acht Ostschweizer Kantone haben sich zusammengetan, um gemeinsam ein regionales Innovationssystem, RIS Ost, aufzubauen. Damit soll die überregionale Investitionsdynamik erhöht werden. RIS Ost bildet einen Teil der Neuen Regionalpolitik im Zürcher Berggebiet. Geführt wird das RIS Ost durch INOS (Innovations-Netzwerk Ostschweiz).
 

Weitere Fördermöglichkeiten: Interreg A und Regiosuisse

Neben regionalen, kantonalen und kantonsübergreifenden Projekten fördern die Kantone auch Projekte im Rahmen von Interreg A (grenzüberschreitende Programme der Europäischen Union). Der Kanton Zürich bildet Bestandteil der Interreg Region Alpenrhein- Hochrhein- Bodensee. Gefördert werden grenzüberschreitende Projekte in diversen Bereichen zu vier Schwerpunkten: digitaleres Europa, grüneres Europa, sozialeres Europa sowie bessere Verwaltungszusammenarbeit.
Regiosuisse bietet ein interaktives Tool, das verfügbare Förderungen für Projekte im Bereich Regionalentwicklung beinhaltet.
 

Kontakt

Amt für Landschaft und Natur - Abteilung Landwirtschaft

Adresse

Walcheplatz 2
8090 Zürich
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Für dieses Thema zuständig: