Sanierungsprojekte

Das Ziel der Strassenlärmsanierung ist klar, der Weg dorthin prinzipiell auch. Alle Beteiligten ohne Umweg und Verzögerung ans Ziel zu bringen ist jedoch anspruchsvoll.

Inhaltsverzeichnis

Zuständigkeiten

Je nach Eigentumsverhältnissen und Strassenkategorie sind die jeweiligen Vollzugsbehörden von Bund, Kanton oder Gemeinde für Planung und Umsetzung von Lärmsanierungen zuständig. Sie ordnen nach Anhörung der Inhaber der Strasse (Anlagenhalter) die notwendigen Sanierungsmassnahmen an und sorgen für deren Finanzierung.

Lärmsanierung Staatsstrassen

Die Planung und Ausführung der kantonalen Sanierungsprojekte erfolgt in Zusammenarbeit mit spezialisierten Ingenieurbüros und Bauunternehmen und in Absprache mit eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Stellen. Es handelt sich bei den ausgelagerten Teilbereichen insbesondere um die Berichterstattung an den Bund (Erfüllung der Programmvereinbarung Lärmschutz), um die Gesamtkoordination (Projektmanagement und -kommunikation, Verfahren), um die Bereitstellung von Basisdaten und um die Projektierung und Realisierung.

Für die Projektierung und Realisierung wurden Sanierungsregionen definiert. Aufträge für Pakete mit mehreren Gemeinden werden per Los an Ingenieurbüros (Bauphysik und Akustik) vergeben.

In den 90er-Jahren wurden an den Strecken mit Alarmwertüberschreitungen, an welchen keine anderen Massnahmen möglich waren, Schallschutzfenster eingebaut. 2006 wurden dann die Grundlagen für eine umfassende Sanierung geschaffen. Ab 2008 begann die zweite Sanierungsphase, wobei als Massnahmen Schallschutzfenster an Gebäuden, Lärmschutzwände auf dem Ausbreitungsweg und an ausgewählten Teststrecken lärmarme Beläge an der Quelle umgesetzt wurden. Der Abschluss dieser Phase zieht sich aufgrund umfangreicher Abklärungen zu Temporeduktionen in einzelnen Gemeinden in die Länge. Die Sanierungsfrist wurde vom Bund ursprünglich auf den bis 31. März 2018 festgesetzt. Mittlerweilen wurde die Frist zur Ausführung der Sanierungsmassnahmen auf den 31. Dezember 2022 verlängert.

Seit der Inkraftsetzung der Lärmschutz-Verordnung 1987 wurden entlang den Kantonsstrassen folgende Massnahmen realisiert:

  • Bau von rund 120 Lärmschutzwänden
  • Einbau von rund 30 lärmarmen Belägen (Teststrecken)
  • Einbau von rund 50'000 Schallschutzfenstern

Übersicht und Details Kanton Zürich

Sanierungsregionen

Aus ablaufstrategischen Überlegungen wird nicht gemeindeweise saniert. Im Mehrjahresplan wurden Sanierungsprogramme für 18 flächendeckende Sanierungsregionen erstellt. Die Städte Zürich und Winterthur bilden zwei zusätzliche separate Sanierungsregionen. Die Regionen bilden jeweils eine geografische und verkehrstechnische Einheit. Jede Gemeinde des Kantons ist einer Region zugeteilt.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Abkürzung Sanierungsregion Zuständigkeit (Projektleitung TBA / Fachstelle Lärmschutz)
EGL Eglisau Gian-Reto Fasciati
FLH Flughafen Gian-Reto Fasciati
FUR Furttal Gian-Reto Fasciati
GLM Glattal mittleres Corinne Brown
GLU Glattal Uster Corinne Brown / Stafan Stauber / Gian-Reto Fasciati
ICH Irchel Julian Hull
KMT Kempttal Julian Hull
KNO Knonaueramt Gian-Reto Fasciati
LIM Limmattal Julian Hull
OLN Oberland Nord Stefan Stauber
OLS Oberland Süd Julian Hull
SLN Seeufer links Nord Stefan Stauber / Corinne Brown / Julian Hull
SLS Seeufer links Süd Gian-Reto Fasciati / Stefan Stauber
SRN Seeufer rechts Nord Gian-Reto Fasciati
SRS Seeufer rechts Süd Gian-Reto Fasciati
TOS Tösstal Julian Hull
WEL-N Weinland Nord Stefan Stauber
WEL-S Weinland Süd Julian Hull
WIO Winterthur Ost Corinne Brown

Lärmsanierung Autobahnen

Mit dem am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Neuen Finanzausgleich (NFA) sind die Autobahnen von den Kantonen in die Verantwortung des Bundes übergegangen. Dieser hat also die volle Verantwortung für Bau/Ausbau, Unterhalt, Betrieb und somit auch Lärmschutz entlang der Autobahnen übernommen.

Lärmsanierung Gemeindestrassen

Werden entlang von Gemeindestrassen die Immissionsgrenzwerte (IGW) für Strassenlärm überschritten, ist die Gemeinde gemäss Lärmschutzverordnung (LSV) verpflichtet, die Strassenanlage zu sanieren. Eine Pflicht zur Lärmsanierung gemäss Lärmschutzverordnung (LSV) besteht für Gebäude mit Baubewilligung vor 1985, bei welchen die Immissionsgrenzwerte (IGW) an Fenstern lärmempfindlicher Räume überschritten werden.

Die Hoheit und Verantwortung für die Umsetzung der Sanierung liegt bei den Gemeinden. Die Fachstelle Lärmschutz (FALS) ist für die Zusicherung und Auszahlung der Bundesbeiträge zuständig.

Die Sanierungsfrist wurde ursprünglich auf den bis 31. März 2018 festgesetzt, inzwischen wurde die Frist zur Ausführung der Sanierungsmassnahmen aber auf den 31. Dezember 2022 verlängert.
Nach Ablauf der Frist gewährt der Bund keine Beiträge an Sanierungsmassnahmen mehr.
 

Kontakt

Tiefbauamt – Fachstelle Lärmschutz, Strassenlärm

Adresse

Walcheplatz 2
8090 Zürich
Route anzeigen

Für dieses Thema zuständig: