Im Jahr 2022 hat der Regierungsrat seine langfristige Klimastrategie beschlossen. Seitdem hat der Kanton verschiedene Massnahmen für den Klimaschutz und für die Anpassung an den Klimawandel umgesetzt. Zum Abschluss der Legislatur 2023–2027 wurde überprüft, was bisher erreicht wurde und ob der Kanton Zürich auf Zielkurs ist.
Beurteilung Umsetzungsstand
Zur Umsetzung der Klimastrategie führt der Kanton eine rollende Massnahmenplanung und überprüft regelmässig den Stand der Umsetzung. Zudem berechnet er jährlich, wie viele Treibhausgase im Kantonsgebiet ausgestossen werden. Ergänzend dazu führt der Kanton ein Dekarbonisierungsmonitoring. Dabei beobachtet er wichtige Indikatoren zu den Quellen der Treibhausgasemissionen, zum Beispiel die Anzahl der Öl- und Gasheizungen sowie der Diesel- und Benzinfahrzeuge. Anhand all dieser Grundlagen und in Abstimmung mit den zuständigen Fachstellen wurde eingeschätzt, ob der Kanton auf Kurs ist, um seine Zielsetzungen bei Klimaschutz und -anpassung zu erreichen.
Bericht über die Umsetzung
Der Bericht zeigt den Umsetzungsstand im Klimaschutz und in der Anpassung an den Klimawandel auf. Auch gibt er einen Ausblick über die weitere Umsetzung der Klimastrategie.
Stand im Bereich Klimaschutz
Von 1990 bis 2024 sind die Treibhausgasemissionen um 26 Prozent gesunken. Der Kanton hat bereits wichtige Massnahmen ergriffen, um die Emissionen weiter zu senken. Dazu gehören zum Beispiel Vorgaben zum Heizungsersatz oder das Förderprogramm für Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Deshalb wird mit einem weiteren Rückgang der Emissionen gerechnet. Der bisherige Abwärtstrend
ist aber weder ausreichend, um das Netto-Null-Ziel 2040, spätestens 2050, gemäss Klimastrategie zu erreichen noch das Netto-Null-Ziel 2050 gemäss Bundesgesetzgebung.
In der Klimastrategie sind für die unterschiedlichen Sektoren Reduktionsziele für 2030 festgelegt. Die Sektoren Gebäude und Industrie/Gewerbe sind auf Zielkurs. In den Sektoren Verkehr, Abfall-/Abwasserbehandlung und Land-/Waldwirtschaft bestehen hingegen Ziellücken.
Auf Kurs?
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Sektor
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Ziel 2030 Klimastrategie gegenüber 1990
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Erreichte Reduktion bis 2024
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Auf Kurs?
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|---|---|---|---|
| Gebäude
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-65% | -43% | ja |
| Verkehr | -40% | -12% | nein |
| Industrie/Gewerbe | -20% | -24% | ja |
| Abfall-/Abwasserbehandlung | -30% | -3% | nein |
| Land-/Waldwirtschaft | -30% | -18% | nein |
| Alle Sektoren | -48% | -26% | nein |
Die Sektoren Gebäude und Verkehr verursachen zusammen 71% der Treibhausgasemissionen im Kanton Zürich (2024). Die restlichen Emissionen verteilen sich auf die Sektoren Industrie/Gewerbe, Abfall- und Abwasserbehandlung sowie die Landwirtschaft.
Stand im Bereich Anpassung an den Klimawandel
Der Klimawandel hat bereits spürbare Folgen und diese werden künftig weiter zunehmen. Mit den bisher umgesetzten Massnahmen konnten die Ziele der Klimaanpassung teilweise erreicht werden. So liessen sich die Auswirkungen sommerlicher Trockenheit auf die Bevölkerung begrenzen. Auch sind keine grösseren, vermeidbaren Schäden durch Naturgefahren wie Hochwasser, Starkniederschläge und Stürme aufgetreten und wichtige Projekte wurden umgesetzt. Das Ziel, die Hitzebelastung für die Bevölkerung zu minimieren, ist hingegen erst teilweise erreicht. Zudem verursacht der Klimawandel insbesondere durch längere und stärkere Trockenheiten grosse Schäden in der Natur und verändert die Lebensräume von Tieren und Pflanzen.
Auf Kurs?
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Auswirkung Klimawandel
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Beurteilung
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Auf Kurs?
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|---|---|---|
| Hitzebelastung | Wichtige Massnahmen laufen, viele sind langfristig orientiert und entfalten mit der Zeit ihre Wirkung. | teilweise |
| Sommertrockenheit | Versorgung mit Trinkwasser, landwirtschaftlichen Produkten und Energie ist sichergestellt.
Grosse Schäden an Wald und naturnahen Ökosystemen, Landwirtschaft und Gewässern infolge Trockenheit 2026. |
teilweise |
| Veränderung von Lebensräumen | Ein Drittel aller einheimischen Arten weiterhin gefährdet und die Hälfte ihrer Lebensräume bedroht. Waldfunktionen durch Sommer 2026 erheblich beeinträchtigt.
|
nein |
| Veränderte Naturgefahren | Keine grösseren, vermeidbaren Schäden aufgetreten, viele Projekte laufen, besonders zum Hochwasserschutz. | ja |
Stand kantonale Vorbildwirkung
Der Kanton hat sich auch Klimaziele für die eigenen Gebäude, Fahrzeugflotten und Verpflegungsbetriebe sowie für die Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr gesetzt. Bei den Verpflegungsbetrieben und den Dieselbussen ist er plangemäss unterwegs. Bei den eigenen Gebäuden und der Umstellung der Fahrzeugflotten wurden wichtige Fortschritte erzielt, aber die Zielerreichung 2030 ist nicht absehbar.
Wie geht es weiter?
Der Kanton legt die Stossrichtungen zur Umsetzung der Klimastrategie in der nächsten Legislatur fest. Er führt bestehende Massnahmen weiter, passt diese an oder ergreift zusätzliche. Der Bericht zeigt auf, wo Handlungsbedarf besteht.
Weiterführende Informationen
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Regierungsratsbeschluss Nr. 1071/2026
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