Klimadialog vor Ort 2026

Am 9. Juni findet zum fünften Mal der Klimadialog vor Ort statt. Wie in den Vorjahren erwartet die Teilnehmenden ein Angebot von Exkursionen zum Thema Klimaschutz und Klimaanpassung. Dieses Jahr findet der Klimadialog-Sommeranlass am linken Zürichseeufer statt.

Die Veranstaltung

Der Klimadialog vor Ort ermöglicht Einblicke in Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekte – vor Ort, anschaulich und konkret. Das ist inspirierend und erhellend, weshalb wir Ihnen auch dieses Jahr ein Programm mit fünf Exkursionen präsentieren möchten. Es freut uns, wenn wir damit Ihr Interesse wecken.

Die diesjährige fünfte Durchführung des Klimadialog-Sommeranlasses findet statt am:

Dienstag, 9. Juni 2026, nachmittags

Veranstaltungsregion ist das linke Zürichseeufer. Wie in den vergangenen Jahren sind im Anschluss an die Exkursionen alle Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Apéro Riche eingeladen.

Programm

Exkursionen

Die fünf Exkursionsangebote führen zu inhaltlich sehr verschiedenen Projekten. Allerdings haben sie einen gemeinsamen Nenner: Sie leisten einen Klimabeitrag und sind zukunftsweisend.

Wir freuen uns, wenn Sie an einer Exkursion teilnehmen. Die Anreise zur Exkursion ist individuell.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Betriebsgebäude von Aussen
Die Keller Metallbau AG in Samstagern.

Wie können Gebäude nachhaltiger und klimafreundlich erstellt werden? Das Metallbauunternehmen Keller Metallbau AG hat – unterstützt vom Wädenswiler Architekturbüro Hotz Partner AG – seine Vision eines nachhaltigen Werkhallen-Neubaus umgesetzt. Beim Projekt wurden gemäss dem Prinzip des zirkulären Bauens gebrauchte Bauteile einer neuen Verwendung zugeführt. Am Praxisbeispiel der Werkhalle erfahren die Exkursionsteilnehmenden, was heute möglich ist – und ebenso, zu welchen Erkenntnissen das Neubauprojekt geführt hat.

An der Exkursion vermitteln uns der Inhaber von Keller Metallbau AG, David Keller, sowie die zuständigen Personen von Hotz Partner Architekten AG einen Eindruck zur Entstehungsgeschichte und lassen uns an ihren Erfahrungen teilhaben.

Treffpunkt um 13.30 Uhr: Haupteingang Keller Metallbau AG, Tambourstrasse 2, 8833 Samstagern. Start der Veranstaltung ist um 13.45 Uhr

Luftbild der KVA, eingeschlossen von Wald
Die Kehrichtverwertungsanlage in Horgen

Netto-Null gelingt nur mit sogenannten negativen Emissionen. Diese gleichen nicht vermeidbare Treibhausgas-Emissionen aus. Die Exkursion zeigt das grösste Potenzial im Kanton Zürich: die Abscheidung in Kehrichtverwertungsanlagen. Die Teilnehmenden erfahren beim Besuch der KVA Horgen, wie dort künftig das CO2 abgetrennt und zu sicheren Lagerstätten im Untergrund transportiert werden soll. Darüber hinaus vermittelt die Exkursion Informationen zum generellen Stand solcher Bestrebungen in der Schweiz.

Michael Weber, Geschäftsführer Entsorgung Zimmerberg, gibt uns einen Einblick in die Aktivitäten an der KVA in Horgen. Über die Möglichkeiten in der Schweiz für den Transport und die Einlagerung von CO2 informiert uns Cinia Schriber vom CO2-Kompetenzzentrum der Stiftung ZAR.

Treffpunkt um 13.40 Uhr: Haupteingang KVA, Zugerstrasse 165, 8810 Horgen. Start der Veranstaltung ist um 13.50 Uhr

offengelegter Bach mit bepflanzter Böschung
In Wädenswil wurde unter anderem eine Bachöffnung umgesetzt.

Wie begegnet Wädenswil dem Klimawandel? Die Exkursion zeigt lokale Ansätze in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung: von der Seewassernutzung für die Fernwärme über ein soziales Veloprojekt bis hin zur Wirksamkeit von Stadtbäumen und Bachöffnungen. Die Teilnehmenden erfahren an vier Stationen ganz konkret, welche technischen, ökologischen und gesellschaftlichen Lösungen möglich werden, wenn die verschiedenen Stakeholder zusammenwirken.

Golrang Daneshgar, Leiterin Nachhaltigkeit, und Bettina Weibel, Mitarbeiterin Raumplanung und Landschaftsentwicklung der Stadt Wädenswil, geben Einblicke in innovative lokale Lösungsansätze.

Treffpunkt um 13.45 Uhr: Bahnhof Wädenswil. Start der Veranstaltung ist um 14 Uhr.

Technikzentrale mit verschiedenen Gerätschaften
Energiezentrale mit Wärmepumpe. Quelle: Sara Keller

Im Rahmen dieser Exkursion erhalten Sie einen Einblick in den so innovativen wie nachhaltigen Energieverbund Thalwil Zentrum. Die Teilnehmenden erfahren, wie Thalwil mit Wärme aus dem See versorgt wird und besichtigen die Energiezentrale sowie die Seewasserpumpstation. Letztere bildet das Herzstück des Seewärmeverbunds. Zusätzlich stellt die Exkursion die Schwammstadtelemente des neu gestalteten Centralplatzes bei der Energiezentrale vor.

Andreas Uhr, Leiter Verkauf Gemeindetransformation bei Energie 360°, gibt eine theoretische Einführung in den Seewärmeverbund Thalwil. Gabriel Happle, Leiter Umwelt und Nachhaltigkeit der Gemeinde Thalwil, stellt das Projekt Centralplatz vor. Im Anschluss führt Bruno Hofer, Programmmanager Energieverbünde bei Energie 360°, durch die Energiezentrale. Danach zeigt Tim Strebel, Projektleiter Energieanlagen bei Energie 360°, die Seewasserpumpstation.

Treffpunkt um 13.45 Uhr: Centralplatz (Gotthardstrasse 14), 8800 Thalwil. Start der Veranstaltung ist um 14 Uhr.

Wiese mit Photovoltaik auf einem Gerüst
Die Agri-PV-Anlage auf dem Campus Grüental.

Am Boden Getreide, Obst oder Gemüse anbauen – und darüber Strom produzieren: Von «Agri-PV» ist die Rede, wenn eine Fläche gleichzeitig für die Landwirtschaft und für die Stromgewinnung durch Photovoltaik genutzt wird. Diese Technologie ist in der Schweiz relativ neu, aber per Gesetz seit Juni 2024 möglich. Das Stromerzeugungspotenzial durch Agri-PV ist in der Schweiz sehr hoch – die Auswirkungen auf die Agronomie sind bislang allerdings noch wenig erforscht. Für die Gemeinden dürften sich im Rahmen von lokalen Elektrizitätsgemeinschaften interessante Perspektiven ergeben.

Mareike Jäger leitet am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen der ZHAW in Wädenswil die Forschungsgruppe Regenerative Landwirtschaftssysteme, Jürg Rohrer ist am selben Ort Leiter der Forschungsgruppe Erneuerbare Energien. Zusammen zeigen sie an der Exkursion die Chancen und Hürden bei der Einführung dieser neuen Technologie in der Schweizer Land- und Stromwirtschaft auf.

Treffpunkt um 13.30 Uhr: Bahnhof Wädenswil. Der Transfer zum Campus erfolgt um 13.45 Uhr.

Ausklang: Apéro Riche in Wädenswil

Anschliessend an die Exkursionen transferieren die einzelnen Gruppen nach Wädenswil. Dort beginnt um 16 Uhr der abschliessende Apéro Riche in der Kulturhalle Glärnisch. Es warten einige Kurz-Ansprachen, die Gelegenheit zum Austauschen und Vernetzen sowie lokale Spezialitäten auf die Teilnehmenden.

Anmeldung

Anmeldeschluss ist am Freitag, 29. Mai 2026.

Kontakt

Baudirektion / Direktion der Justiz und des Innern – Projektteam Klimadialog

E-Mail

klimadialog@zh.ch