Gemeinden sind wichtige Akteure, um die Kreislaufwirtschaft in unserer Gesellschaft zu verankern. Wie kann Kreislaufwirtschaft in Gemeinden umgesetzt werden? Erfahren Sie, welche Unterstützungsangebote und Hilfestellungen es gibt, und wie Sie sich vernetzen können.
Grosse Hebel und Empfehlungen
Im Artikel 106a der Zürcher Kantonsverfassung werden neben dem Kanton auch die Gemeinden adressiert, günstige Rahmenbedingungen für die Schliessung von Stoffkreisläufen zu schaffen und dafür Massnahmen umzusetzen.
Für Gemeinden bestehen in der Beschaffung und im Gebäude- und Infrastrukturbereich grosse Potenziale Ressourcen zu schonen, da sie einen hohen Materialumsatz und eine hohe Abfallmenge generieren.
Am Klimadialog 2025 wurden Fallbeispiele in diesen Themen präsentiert und Empfehlungen und Tipps für Gemeinden von Gemeindevertreterinnen zusammengetragen.
Vernetzung
Im Rahmen des Klimadialogs 2025 wurde eine Arbeitsgruppe zur Kreislaufwirtschaft für Gemeinden gegründet. Teilnehmende können sich zu den verschiedenen Themenbereichen, in denen die grossen Hebel der Kreislaufwirtschaft liegen, austauschen und gegenseitig voneinander lernen. Die Arbeitsgruppe startet im April 2026. Wer beitreten möchte, kann sich an die Kantonsvertreterin Jasmin Mertens wenden oder eine E-Mail an klimadialog@zh.ch schreiben.
Wiederverwendung in Gemeinden fördern
Wir alle haben Produkte zuhause, welche wir nicht mehr nutzen. Oft landen diese Produkte im Abfall, obwohl sie noch funktionstüchtig sind. Werden diese Produkte weiterverwendet, lassen sich Ressourcen und CO2-Emissionen einsparen.
Der Kanton Zürich fördert die Wiederverwendung von Produkten mit einem Pilotprojekt zusammen mit den Gemeinden: An drei ausgewählten Sammelstellen werden noch einwandfreie Produkte gesammelt. Diese werden anschliessend durch das Unternehmen Pretty Good abgeholt. In einem nächsten Schritt werden die Produkte erfasst, triagiert, allenfalls repariert und für den weitere Verkauf aufbereitet. Dann erhalten die Produkte über Brockenhäuser, den Detailhandel oder Online ein zweites Leben oder werden an gemeinnützige Organisationen abgegeben.
Das Pilotprojekt soll 2026 starten und dauert bis 2027. Ist es erfolgreich, soll es auf weitere Gemeinden ausgeweitet werden.
Damit wird Wiederverwendung noch einfacher: Bring einfach deine noch funktionstüchtigen Produkte zur Sammelstelle – Pretty Good sorgt anschliessend für die Wiederverwendung.
Anwendungshilfe für zirkuläres Bauen in Gemeinden
Gemeindehaus, Schulhäuser, Werkhöfe und vieles mehr: Gemeinden verwalten eine Vielzahl von Gebäuden. Entsprechend hoch ist das Potenzial für zirkuläres Bauen und damit für die Reduktion von Bauabfällen sowie die Schonung des begrenzten Deponieraums.
Die Anwendungshilfe «Zirkuläres Bauen für Gemeinden» berücksichtigt bestehendes Wissen und bereits vorhandene Instrumente. Daraus resultiert ein Vorschlag mit direkt anwendbaren und konkreten Kriterien für die Bestellung von Bauleistungen unterteilt in drei verschiedene Anforderungsniveaus. Je nach Bauaufgabe können die Kriterien von den Gemeinden adaptiert und ausgewählt werden.
Die Anwendungshilfe wird in einem nächsten Schritt an einem realen Bauprojekt getestet und anschliessend die weitere Umsetzung (Wissensvermittlung, Bewertung, Monitoring etc.) erarbeitet.
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Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – Fach- und Koordinationsstelle Kreislaufwirtschaft
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