01 Staatskanzlei

Die Planungen der Staatskanzlei umfassen die Umsetzung des geänderten Verwaltungsrechtspflegegesetzes und der Verordnung über elektronische Verfahrenshandlungen im Verwaltungsverfahren sowie weiterer Projekte aus der Strategie Digitale Verwaltung 2025+. Zudem steht die Vorbereitung der neuen Legislatur 2027–2031 des Regierungsrates an. Weiter bleibt das Einbringen der kantonalen Interessen in den europapolitischen Diskurs wichtig.

Am 1. Januar 2027 treten das geänderte Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRG) und die zugehörige Verordnung über elektronische Verfahrenshandlungen im Verwaltungsverfahren (VEVV) in Kraft. Mit Beschluss Nr. 433/2026 hat der Regierungsrat zu deren Umsetzung die Mittel für das direktionsübergreifende Projekt VRGo sowie den Betrieb und die Weiterentwicklung von VerfahrenZH bewilligt. Die technische Lösung VerfahrenZH fungiert ab 2027 als massgeblicher Kanal gemäss VEVV und soll bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Die Lösung setzt zu einem relevanten Teil auf bestehender Infrastruktur auf (u.a. ZHweb, ZHservices/Zürikonto). Über VerfahrenZH werden in der kantonalen Verwaltung bis 2030 rund 600 Verfahren elektronisch angeboten. Der Portfolioprozess der Strategie Digitale Verwaltung 2025+ (SDV25+) soll optimiert werden. Dieser sichert eine orchestrierte Umsetzung der Strategie Digitale Verwaltung 2025+ und umfasst die Mitwirkung der Direktionen und Ämter.

Der umsichtige Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird die kantonale Verwaltung auch 2027 beschäftigen. So sollen die Aktivitäten innerhalb der Verwaltung koordiniert, die notwendige technische Infrastruktur aufgebaut sowie organisatorische Vorkehrungen getroffen werden. Damit sollen die Elemente der Künstlichen Intelligenz nutzbringend etabliert werden.
Das Projekt VRGo erforderte die letzten zwei Jahre eine Bündelung der vorhandenen personellen Mittel. Andere Projekte des Bereichs Digitale Verwaltung mussten zurückgestellt oder zeitweilig gestoppt werden. 2027 werden sistierte Projekte wie beispielsweise die Umsetzung der Geschäftsfallbearbeitung wieder aufgenommen.

Der Kanton Zürich setzt sich für den Ausbau der föderalen Zusammenarbeit ein. Die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinden gemäss der Zusammenarbeitsvereinbarung egovpartner wurde mit Beschluss Nr. 222/2025 vom Regierungsrat um vier Jahre bis 2029 verlängert. In dieser Zeit sollen rechtliche Grundlagen für die Zusammenarbeit erarbeitet werden.
Der Kanton Zürich wirkt weiterhin bei der Zusammenarbeitsorganisation Digitale Verwaltung Schweiz aktiv mit und unterstützt diese auch finanziell. Im Fokus wird die neue Strategie der Digitalen Verwaltung Schweiz stehen, die 2027 erarbeitet und genehmigt werden soll.

Im Mai 2027 geht die Legislatur 2023–2027 zu Ende. Für die Rechenschaft über das Erreichen der Ziele des Regierungsrates für die endende Legislatur bereitet die Staatskanzlei für den Regierungsrat den Legislaturbericht vor.

Zu Beginn der neuen Legislatur 2027–2031 bestimmt der Regierungsrat aufgrund einer langfristigen Betrachtung die Ziele und Mittel seiner Regierungspolitik. Nach den Gesamterneuerungswahlen nimmt er eine Lagebeurteilung vor, gestützt auf eine Untersuchung der gesellschaftlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Zur Vorbereitung erstellt das kantonale Verwaltungskader eine Lageanalyse. Die Staatskanzlei leitet und koordiniert diese Verfahren. Dabei sind namentlich die gegenüber früher wechselhaftere geo- und europapolitische Lage und das zu erwartende Bevölkerungswachstum zu berücksichtigen. Die Ziele des Regierungsrates werden in den Richtlinien der Regierungspolitik veröffentlicht und die rollende Planung des Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplans (KEF) darauf ausgerichtet.

Die bestehenden IKT-Anwendungen zur Erstellung des KEF sowie des Geschäftsberichts sind veraltet. Als Ersatz wird eine neue Anwendung erstellt, mit der beide Dokumente verwaltungsübergreifend erarbeitet werden sollen.

Für den Kanton Zürich als Forschungs- und Innovationsstandort, Schweizer Wirtschaftsmotor mit international ausgerichtetem Arbeitsmarkt und Teil einer eng verflochtenen Grenzregion ist ein geregeltes Verhältnis zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) von grösster Bedeutung. Der Kanton Zürich bringt seine Interessen aktiv in den europapolitischen Diskurs ein, unter anderem in der laufenden parlamentarischen Phase des Pakets zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Der Regierungsrat wird bei diesem Vorgehen von einer verwaltungsinternen Arbeitsgruppe unter Federführung der Staatskanzlei unterstützt.

Leistungsgruppen

Die Staatskanzlei beinhaltet folgende Leistungsgruppe:

  • 1000 Regierungsrat und Staatskanzlei

Kontakt

Staatskanzlei

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