2026 übernimmt der Kanton Zürich den Vorsitz der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK). Er nutzt dieses Jahr, um Bewährtes zu stärken, gute nachbarschaftliche Beziehungen aktiv zu pflegen und die IBK gemeinsam weiterzudenken.
Der Kanton Zürich übernimmt 2026 den Vorsitz der IBK. Regierungsrat Ernst Stocker hat an der 46. Regierungschefkonferenz am 5. Dezember 2025 in Friedrichshafen das symbolische Steuerrad von Baden-Württemberg übernommen.
Der Fokus im Zürcher Vorsitzjahr liegt auf der grenzüberschreitenden Nachbarschaft und den Zukunftsbildern für das Jahr 2050. Regierungsrat Ernst Stocker sagte dazu: «Die IBK hat eine lange Erfolgsgeschichte. In unserem Vorsitzjahr wollen wir den Blick in die Zukunft richten und uns mit der Frage beschäftigen, wie die grenzüberschreitende Nachbarschaft 2050 aussehen wird. Etwas können wir vorwegnehmen: In einer zunehmend volatilen Welt werden unsere Zusammenarbeit und Freundschaft wichtiger sein als je zuvor.»
Grenzüberschreitende Nachbarschaft
Der Kanton Zürich wird den IBK-Vorsitz im Geiste der bewährten Partnerschaft führen: mit Offenheit, mit Innovationskraft und mitdem klaren Ziel, die Lebensqualität in der grenzübergreifenden Region weiter zu stärken.
Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Dieses bekannte Sprichwort trifft heute mehr denn je zu. Doch etwas lässt sich jetzt bereits voraussagen: Die IBK-Mitglieder werden auch im Jahr 2050 noch Nachbarn sein. Keiner der Kantone und Länder wird in den kommenden Jahren wegziehen. Bayern wird nicht an den Genfersee umsiedeln – und Zürich nicht ins Tirol. Von dieser einfachen Grundannahme geht die Studie «IBK 2050» aus, die der Kanton im Rahmen seines Vorsitzjahres in Auftrag gegeben hat.
Zukunftsbilder zur IBK 2050
Die Studie «IBK 2050» erkundet die fernere Zukunft und die Potenziale der grenzüberschreitenden Nachbarschaft. Sie fragt danach, wie sich die grenzüberschreitende Nachbarschaft im Bodenseeraum bis 2050 entwickeln könnte und wie sie in Zukunft gestaltet werden will. Dabei schaut sie auf die Realität von heute, auf Chancen und Herausforderungen von morgen sowie auf Ideen und Vorstellungen von Menschen, die in der IBK-Nachbarschaft leben.
Aus dieser Analyse sind fünf prägnante Zukunftsbilder entstanden. Im Laufe des Vorsitzjahres werden sie diskutiert, ergänzt und gemeinsam weiterentwickelt.