Zollikon

Der Dufourplatz-Kreisel in Zollikon ist in einem schadhaften Zustand und muss saniert werden. Die Instandsetzung wird genutzt, um an diesem wichtigen Verkehrsknoten die Sicherheit für den Fuss- und Veloverkehr zu erhöhen und die Bushaltestellen hindernisfrei auszubauen. Der Regierungsrat hat dazu Ausgaben in der Höhe von rund 1,42 Mio. Franken bewilligt und das Projekt festgesetzt.

Aktuelles

Weitwinkelaufnahme des frisch asphaltierten Dufourkreisels bei blauem Himmel. Im Hintergrund sind grüne Bäume, ein kleiner Pavillon, Wohnhäuser sowie der See und die gegenüberliegende Uferkette zu sehen.
Fast fertig: Der Verkehr fliesst seit Mittwoch, 22. Juli 2026, wieder um den Dufourplatz – einzig die Kreiselinnengestaltung durch die Gemeinde sowie Pflanzen und Bäume fehlen noch. Quelle: TBA

Am Mittwoch, 22. Juli 2026, waren alle Belagsarbeiten abgeschlossen und die Markierungen angebracht. Der Verkehr fliesst wieder wie gewohnt über den sanierten Kreisel am Dufourplatz. Während der Vollsperrung konnten alle drei resp. teilweise sogar vier Belagsschichten eingebaut werden. Die Bauarbeiten sind damit weitestgehend abgeschlossen, rund drei Monate früher als geplant – dank der Vollsperrung. Im Herbst werden noch Pflanzen und Bäume gesetzt, was derzeit wegen der hohen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit nicht möglich ist.

Blick von oben auf einen Kreisel mit fünf Armen, die alle einen Fussgängerstreifen haben.
Der Verkehr läuft seit dem 22. Juli 2026 wieder über den Dufourkreisel.

Projektübersicht

Alle Wege führen über den Kreisel Dufourplatz: Er verbindet Zollikon mit Zürich, Küsnacht, dem Zollikerberg und dem Seeufer. Eingeweiht wurde der Kreisel 1935. Er gilt als ältester Kreisel des Kantons Zürich.

Das Tiefbauamt wird den Kreisel 2026 neu asphaltieren und mit einem lärmarmen Belag ausrüsten. Gleichzeitig werden die Bushaltestellen an der Dufourstrasse hindernisfrei ausgestaltet und die bisher provisorisch realisierte Haltestelle an der Bergstrasse Richtung Bahnhof definitiv gebaut.

Mit dem Projekt werden die Sicherheit für den Fuss- und Veloverkehr sowie die Ökologie verbessert. Um den Abstand zwischen der Kreuzung und den Fussgängerquerungen zu vergrössern, werden die Fussgängerinseln leicht versetzt und begrünt. Zudem wird für die Velofahrenden die Einfahrt von der Zollikerstrasse in den Kreisel optimiert.

Die Gemeinde baut gleichzeitig die Bushaltestelle an der Bahnhofstrasse hindernisfrei aus. Ausserdem wertet sie den Trampelpfad in der Böschung südlich des Kreisels zu einem ausgebauten Weg mit Treppe und Handlauf auf.

Verschiedene Werke nutzen die Strassensanierung für Arbeiten an ihren Leitungen.

Farbaufnahme des Dufourkreisels mit dichter Begrünung und dem Zürichsee im Hintergrund.
Der Dufourkreisel vor der Sanierung. Quelle: TBA

Bauarbeiten

Die öffentliche Auflage des Bauprojekts erfolgte vom 7. Juni bis zum 8. Juli 2024. Es gingen keine Einsprachen ein. Das Tiefbauamt startete im Februar 2026 mit den Bauarbeiten und konnte den sanierten Kreisel am 22. Juli 2026 wieder dem Verkehr übergeben.

Die Geschichte des Dufourplatzes

Die Durchfahrt durch Zollikon vom See Richtung Zollikerberg bedurfte Anfang der 1930-Jahre einer Anpassung. Durch die neue Bergstrasse anstelle der bisherigen Oberdorfstrasse entstand eine anspruchsvolle Kreuzung.

Im Regierungsratsbeschluss 1613 hielt der Zürcher Regierungsrat 1931 fest: «Die verschiedensten Studien haben ergeben, dass eine befriedigende Lösung für diesen teilweise in starkem Gefälle liegenden Platz mit fünf ebenfalls mehr oder weniger im Gefälle liegenden Strasseneinmündungen sehr schwierig ist. Sie konnte nur herbeigeführt werden durch möglichst nahe Heranführung der durch eine Verkehrsinsel getrennte Zolliker- und Dufourstrasse an den Verkehrskreis, durch Abschwenkung der Bahnhofstrasse von der bestehenden Richtung gegen das neue Platzzentrum und durch Verschiebung der neuen Platzanlage talwärts.»

Die Gemeinde gab dem neuen Platz den Namen Dufourplatz.

Noch im gleichen Jahr starteten die Bauarbeiten. Markenzeichen des Kreisels war der sieben Meter hohe Betonkandelaber mit der Beleuchtung im pilzförmigen Hut und den drei Zifferblättern. Einzigartig für diese Zeit war auch das Wartehäuschen auf dem schmalen Streifen zwischen Dufour- und Zollikerstrasse mit Toilette und «modernster Telephonanlage» inklusive drei Telefonbüchern mit allen Telefonnummern der Schweiz. Mitte der 1980er-Jahre wurde das alte Wartehäuschen aus Platzgründen ersetzt.

Begrünt wurde der mit Pflastersteinen gebaute Kreisel übrigens erst nach dem Zweiten Weltkrieg, zuerst mit Blumenschalen im Sommer, später mit Rasen.

1975 erhielt der Kreisel erstmals einen neuen Belag. Fünf Jahre später wurde die Beleuchtung ausgetauscht: Der Pilzhut wich fünf Armen mit Lampen.

Im Zuge von Werkleitungsarbeiten und dem Bau eines neuen Hauptsammelkanals verschwanden 1999 der Betonkandelaber und die daran befestigen Uhren und Wegweiser.

Ausserdem galt bis 1991 im Kreisel am Dufourplatz Rechtsvortritt.

Baustelleninfos

Projektleitung

Alex Joss

Projektleiter Tiefbauamt

alex.joss@bd.zh.ch
+41 43 259 55 77

Weiterführende Informationen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Kontakt

Tiefbauamt

Adresse

Walcheplatz 2
8090 Zürich
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