Innovation Zurich Event 2026

Zukunftsforscherin Martina Kühne hält ihre Keynote auf der Bühne

Vor 5 Jahren als «Innovation Zurich» gegründet, bietet die Plattform Vernetzung, Orientierung und Neuigkeiten rund um Innovation im Raum Zürich. An der Jubiläumsfeier am 14. April zeigte sich, wie lebendig und zukunftsgerichtet der Innovationsstandort Zürich ist. Rund 250 Gäste nahmen teil und erlebten einen Abend voller Impulse, Rückblicke und Ausblicke.

Ressourcen: Wenn Erfindergeist auf Kapital trifft

In ihrer Eröffnungsrede betont Regierungsrätin Carmen Walker Späh: «In fünf Jahren ist viel passiert.» Zürich hat sich mit seinem lebendigen Start-up-Ökosystem zu einem Hotspot in den Bereichen KI, Robotik, Life Sciences und der New Space Economy entwickelt. Gleichzeitig gebe es jedoch auch «hausgemachte Herausforderungen», die Innovation bremsen.

Oft fehle es an der richtigen Unterstützung zur richtigen Zeit, so Walker Späh. «Viele gute Ideen schaffen es nicht in den Markt.» Um dem entgegenzuwirken, ist der Kanton seit diesem Jahr bei «MIT REAP» dabei. Das internationale Programm setzt auf konkrete Lösungen für bessere Finanzierung, stärkere Zusammenarbeit und gezielte Massnahmen zur Skalierung. 

Vergangenheit und Zukunft: Zürichs Weg zur führenden
Innovationsregion

Damit Innovation erfolgreich wird, braucht es jedoch mehr als Kapital. «Ohni Lüt gaht nüt» – so zitiert Markus Müller, Co-Leiter der Standortförderung, den Medtech-Unternehmer Andy Rihs. Eine besondere Stärke des Kantons Zürich liegt in der engen Vernetzung der einzelnen Akteure: Neue Ideen werden mit dem nötigen Know-how und den passenden Kapazitäten zusammengebracht. In seinem Rückblick auf die letzten fünf Jahre zieht Markus Müller auch Schlüsse für die nächsten Jahre: Die Start-Up-Landschaft hat eine essenzielle Bedeutung für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes. Denn: «Innovation ist das, was aus 'gut' langfristig 'führend' macht.» Und die Ziele des Kantons sind ambitioniert. So soll Zürich eine führende Rolle in der «New Space Economy» übernehmen.

Um solche führenden Innovationen zu schaffen, gibt die Zukunftsforscherin Martina Kühne in ihrer Keynote den Teilnehmenden drei Empfehlungen:

  • Denken Sie weiter als bis morgen.
  • Denken Sie Zukunftsbilder in der Mehrzahl.
  • Denken Sie Zukunft nicht allein.

Jedes Zukunftsbild sei wie ein Turngerät. Wer sich gedanklich daran austobt, könne die Ideen für eine mögliche und wünschbare Zukunft entwickeln. Denn Martine Kühne weiss: «Zukunft passiert nicht einfach.»

Kollaboration: Ein essenzieller Bestandteil für die
Zukunft innovativer Ideen

Wie wichtig gemeinsames Anpacken ist, zeigen die Interviews mit Zürcher Kollaborationspartnern. Die Fusion des ETH-Spin-offs Sevensense mit ABB verdeutlicht, wie wirkungsvoll das Zusammenspiel von Kapital und Erfindergeist ist. 2021 überzeugte das damals noch junge Start-Up das etablierte Technologieunternehmen mit seinen Robotern. Gemeinsam brachten sie die 3D-Vision-Technologie zur Marktreife: Heute sindrund 80 Prozent der autonomen Roboter, die ABB verkauft, von Sevensense.

Mit dem Aufbau des Innovationsparks hat sich «Innovation Zurich» seit seiner Gründung für diese Kollaboration von Akteuren eingesetzt – und damit ein Ökosystem geschaffen, dass es visionären Ideen ermöglicht, Realität zu werden. Ein Beispiel ist das Start-Up «Prometheus Life Technologies», das eine Technologie entwickelt, die die Schwerelosigkeit im All nutzt, um Organe in 3D wachsen zu lassen. Möglich war das dank des Parabelflugprogrammes im Innovationspark und mit der Zusammenarbeit und Unterstützung durch das Center for Space and Aviation der Universität Zürich.

Auch die letzten Kollaborationspartner des Abends zeigen, wie entscheidend der Austausch von Kompetenzen und Wissen ist. Das Start-up Muvon entwickelte eine neuartige Methode zur Muskelregeneration mit körpereigenen Zellen. Für die kommerzielle Nutzung muss nun die Zellvermehrung automatisiert werden – eine Herausforderung, die Muvon gemeinsam mit der ZHAW angeht. Gelingt die Skalierung, könnte ein weit verbreitetes medizinisches Problem der Muskelschwäche gelöst werden: In Europa ist ein bedeutender Anteil der Frauen über 40 an Belastungsinkontinenz betroffen. 

Und jetzt?: Die Zukunft innovativ weitergestalten

Die drei Zürcher Start-ups – Sevensense, Muvon und Prometheus Life Technologies – stehen stellvertretend für die Innovationskraft des Kantons, sagt Samuel Mösle, Co-Leiter der Standortförderung, im Abschlussgespräch. Für ihn bewegen sich diese Entwicklungen «an den Grenzen der vorstellbaren Zukunft». Damit sich die Teilnehmenden aber die Zukunft von
«Innovation Zurich» leichter vorstellen können, gibt Samuel Mösle einen Ausblick: die Website wird künftig – unterstützt durch Künstliche Intelligenz – nochinteraktiver und vernetzender gestaltet.

«Innovation Zürich» hatte vor fünf Jahren die Vision, das Innovationsökosystem des Kantons zu beleben. Mit dem Jubiläum ist die Initiative am Ende ihrer eigenen Start-Up-Phase angelangt. Für Samuel Mösle ist klar: «Es steht nicht nur Innovation drauf, es steckt auch Innovation drin.»

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