Pestizide in Lebensmitteln – Überblick der Untersuchungen 2025
Mitteilung 30.01.2026
Das Kantonale Labor Zürich untersuchte auch 2025 zahlreiche Lebensmittel auf Rückstände von Pestiziden. Pflanzliche Produkte aus der Schweiz und der EU sind wie in den Vorjahren weniger belastet als aus anderen Ländern importierte Lebensmittel.
Im Rahmen der risikobasierten Pestizidkontrollen wurden im Jahr 2025 insgesamt 1285 Lebensmittelproben auf Rückstände von rund 600 Wirkstoffen und deren Abbauprodukte untersucht (Abb. 1). Die gezielte Auswahl besonders risikobehafteter Produkte, konsequent durchgeführte Nachkontrollen sowie umfassende Analysen führten zu einer vergleichsweise hohen Beanstandungsquote: Zehn Prozent der Proben, insgesamt 123, entsprachen den gesetzlichen Vorgaben nicht.
Beanstandet werden mussten ausschliesslich pflanzliche Lebensmittel. Von den insgesamt 1034 untersuchten Proben dieser Kategorie fielen insbesondere Gewürze (s. Gut gewürzt, halb gewonnen?), Reis (s. Reis kann Rückstände von Pestiziden aufweisen) und importiertes Gemüse durch Überschreitungen der Höchstwerte auf. Auch Früchte – darunter Beeren und exotische Sorten – waren überdurchschnittlich häufig betroffen; sie stammten mehrheitlich aus asiatischen Herkunftsländern. Lebensmittel tierischer Herkunft hingegen gaben keinen Anlass zur Beanstandung: Keine der 251 geprüften Proben wies unzulässige Pestizidrückstände auf.
In 18 Fällen wiesen pflanzliche Produkte ein so hohes Mass an Rückständen auf, dass ein Gesundheitsrisiko bestand. In den meisten Fällen liessen sich die problematischen Belastungen auf den Einsatz alter, in der Schweiz längst verbotener und besonders giftiger Pestizide zurückführen. Die betroffenen Unternehmen mussten die entsprechenden Produkte umgehend aus dem Verkauf nehmen. Hauptsächlich betroffen waren Gemüse, Reis und Gewürze aus Asien. In drei Fällen wurden die beanstandeten Gemüse oder Früchte aus Mittel- und Südamerika importiert. Je ein weiterer Fall betraf Kümmel aus der EU sowie Chilis aus Afrika.
Bei den mengenmässig häufig konsumierten Lebensmitteln sieht die Situation bedeutend besser aus: Kartoffeln, Tomaten, Karotten, Äpfel, Erdbeeren und Getreide aus lokalem Anbau waren selten mit Rückständen belastet.
Angesichts des ganzjährig verfügbaren und stetig wachsenden Lebensmittelangebots können Konsumentinnen und Konsumenten selbst Einfluss nehmen: Wer auf lokal produzierte, saisonale Lebensmittel oder auf Bio-Produkte setzt, reduziert in der Regel das Risiko von Pestizidrückständen. Ein bewusster Konsum und eine gezielte Produktauswahl tragen damit dazu bei, die Belastung durch Pestizide zu verringern.
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