Der Unterschied zwischen Blackouts und geplanten Stromabschaltungen

Blick auf das nächtliche Zürich mit verschiedenen Hochhäusern in denen die Fenster zum Teil hell erleuchtet sind.

Das Risiko einer Strommangellage ist in diesem Winter deutlich geringer als im Vorjahr. Ein Blackout, das heisst ein unerwarteter Ausfall der Stromversorgung, ist jedoch grundsätzlich immer möglich. Worin sich die beiden Phänomene unterscheiden, erfahren Sie hier.

Die meisten von uns haben schon erlebt, dass plötzlich das Licht ausgeht und kein Strom mehr da ist. Ist ein solcher Stromausfall unerwartet und betrifft eine grosse Anzahl von Personen über mehrere Stunden, spricht man auch von einem «Blackout.»

In der Regel ist bei einem Blackout genug Strom vorhanden, doch wurde die technische Infrastruktur gestört oder beschädigt, sodass die Energie nicht mehr zu den Konsumentinnen und Konsumenten gelangt. Die plötzliche Unterbrechung der Energieversorgung kann viele Ursachen haben. Diese reichen von Naturereignissen (Blitz, Sturm, Frost, Erdbeben, Überschwemmungen) über menschliches Versagen (im Betrieb, bei Bau- oder Unterhaltsarbeiten), böswilliges Verhalten (Sabotage, Terroranschläge, Cyberangriffe), technische Defekte (Materialversagen, Softwarefehler) bis hin zu Netzinstabilitäten aufgrund fehlerhafter Lastprognosen, Kraftwerksausfällen oder einer Strommangellage.

Bei einer Strommangellage hingegen geht es um die Strommenge, die durch ein Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage verknappt wurde. Eine Strommangellage tritt nicht plötzlich auf, sondern ist vorhersehbar. Im Zusammenhang mit einer Mangellage kann es zu Stromunterbrüchen kommen, z. B. als Folge von angekündigten Netzabschaltungen, der letzten Bewirtschaftungsmassnahme, die dem Bund bei einer Energiekrise zur Verfügung steht.

Gute Vorbereitung ist entscheidend

Die Energieversorger im Kanton Zürich sind gut vorbereitet: Ihre Systeme sind mehrfach redundant ausgelegt, das heisst, sicherheitstechnisch relevante Komponenten sind mehrfach parallel vorhanden, sodass beim Ausfall einer Komponente die anderen einen störungsfreien Betrieb aufrechterhalten. Zudem sind zahlreiche weitere Sicherungsmechanismen im Einsatz, die selbst bei grösseren Störungsereignissen einen völligen Zusammenbruch des Übertragungsnetzes verhindern sollen.

Ein Restrisiko bleibt aber bestehen, denn keine Gemeinde, kein Kanton und kein Land kann sich vollständig vor einem Blackout schützen. Jedoch kann eine gute Vorbereitung die Auswirkungen eines plötzlichen Stromausfalls und einer länger andauernden stromlosen Situation abfedern.
 

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