Speisewagenkontrollen – einsteigen bitte!

Auch die Restaurants, Bistros und Bars auf Schienen werden regelmässig durch die Lebensmittelkontrolle inspiziert.

In diesem Sommer und Herbst wurden Stichproben bei SBB und TGV Lyria durchgeführt. In den Speisewagen wurde die Umsetzung der Selbstkontrolle sowie die Hygiene in den Küchen und Gasträumen überprüft. Bei den Kontrollen war die Prüfung der Einhaltung der Kühlketten ein zentrales Thema. Daneben wurde die Kennzeichnungspflicht bezüglich der  Herkunftsdeklaration von Fleisch und Fisch thematisiert. Diese Informationen müssen den Gästen in den Speisekarten bekanntgegeben werden. Das Personal soll zusätzlich detailliert über allergene Zutaten in den Speisen Auskunft geben können.

Ein Lebensmittelinspektor misst mit einem Thermometer die Temperatir in einer offenen Kühlschublade.
Die Temperaturkontrollen sind ein Fokusthema Quelle: Kantonales Labor Zürich

Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften ist in einem Betrieb, der ständig «auf Achse» ist, nicht immer einfach. Beispielsweise kann Wasser nicht direkt ab dem Verteilnetz bezogen werden, sondern muss in Tanks und Flaschen zwischengelagert werden. Für die Bereitstellung einer guten Wasserqualität, sowohl für die Händehygiene als auch für die Zubereitung von Heissgetränken, sind klare Hygiene- und Reinigungsvorgaben erforderlich. Vereinzelt sind die Bahnwagons älteren Datums und die Einrichtungen stark beansprucht. Bei entsprechenden Mängeln werden Massnahmen verfügt, die innerhalb der vorgegebenen Fristen umzusetzen sind. Mängel wie beispielsweise fehlende Handseife und Kalkablagerungen mussten sofort behoben werden.
Da die Restaurant-Wagons nicht den Gastronomie-Unternehmen gehören, ist eine enge Zusammenarbeit mit den Eigentümern des Rollmaterials notwendig. Nur so können die Anforderungen der Hygieneverordnung auch bezüglich baulicher Voraussetzungen erfüllt werden.

Neben den Speisewagen wurde eine Logistikplattform begutachtet, in der die Lebensmittel gelagert, assortiert und zu den Zügen transportiert werden. Die eng getakteten Fahrpläne mit kurzen Haltezeiten sind für die zugehörige Logistik eine Herausforderung. Zusätzlich kann es zu kurzfristigen Änderungen im Betrieb, Verspätungen oder Zugausfällen kommen, auf die das Personal flexibel reagieren muss.

Während den Kontrollen wurden engagierte Mitarbeitende angetroffen, die trotz den eingeschränkten Platzverhältnissen und schwankenden Wagons gute Arbeit leisten. Die Lebensmittelkontrolle wird auch zukünftig bei den rollenden Restaurants mit einsteigen und in Zusammenarbeit mit den Betrieben für sichere Verpflegung unterwegs sorgen.
 

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