Die Pilzsaison kann beginnen

Ein Grossteil der Pilzfreunde streift mit Vorliebe in den Monaten September und Oktober durch die Wälder. Dann besteht die grösste Chance auf essbare Pilze zu stossen. Das Kantonale Labor hat die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Ausgerüstet mit Sammelbehälter und Messer, in angemessener Kleidung zum Schutz vor unerwünschtem Krabbelgetier, kann die Pilzsuche losgehen. Wer einige Grundregeln befolgt, kann böse Überraschungen vermeiden.

Sammelverbot/Schonzeit

Im Kanton Zürich ist das Sammeln von Pilzen in der Schonzeit vom 1.-10. Tag des Monats nicht erlaubt. Diese Sperrfrist dient dem Schutz der Pilze. Es gilt zudem immer eine Sammelbeschränkung von 1 Kilo pro Tag und Person.

Pilzkontrollstellen

Wer nicht über fundierte Kenntnisse verfügt und Pilze nicht mit Sicherheit als Speisepilze erkennt, sollte seinen gesamten Fund durch eine Fachperson kontrollieren lassen. Wahlloses Abpflücken von allen Pilzen, mit der Vorstellung, der Pilzkontrolleur werde diese auseinandersortieren, ist nicht angebracht. Gesammelte Pilze sind, nach Arten getrennt, zur Pilzkontrolle zu bringen.
Im Kanton Zürich stehen 31 Pilzkontrollstellen, zumeist unentgeltlich, zur Verfügung (ausgenommen während der Schonzeit). Über 50 Fachpersonen sind für diese Dienstleistung tätig. Die Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane VAPKO bietet auf ihrer Website https://www.vapko.ch eine Suchfunktion für die Kontrollstelle in Ihrer Nähe. Auch Ihre Wohngemeinde kann diesbezüglich Auskunft geben.

Knigge

Der Wald ist Lebensraum für viele Lebewesen und die ökologischen Zusammenhänge sind komplex. Pilze erfüllen wichtige Funktionen im Ökosystem. In diesem Bewusstsein sollte man sich auch im Wald respektvoll verhalten, nichts beschädigen und keinen Abfall zurücklassen. Das fachgerechte Pflücken von ausgewachsenen Pilzfruchtkörpern in angemessener Menge ist erlaubt. Zu alte oder ganz junge Pilze müssen im Wald verbleiben. Zu Speisezwecken sind ausreichend entwickelte Fruchtkörper in guter Qualität und Frische zu pflücken.
Nicht nur im Wald gibt es Pilze. Wer auf Wiesen und Feldern Pilze sieht, sollte daran denken, dass es sich um privates Kulturland handelt, auch wenn dieses nicht eingezäunt ist. Ungefragt sollten hier keine Pilze gepflückt werden.

Fliegenpilz im Wald
2022 ist der Fliegenpilz der "Pilz des Jahres" Quelle: Kantonales Labor Zürich, Conny Egger

Vergiftungen

Pilze sind schnell verderblich. Nicht nur giftige, sondern auch verdorbene Pilze führen zu Beschwerden. Zum Sammeln sollte ein Behälter mit guter Luftzirkulation, bevorzugt ein Korb, benutzt werden. Nach Arten getrennt kann der Fund zur Pilzkontrollstelle gebracht werden. Dazu kann man beispielsweise zusätzlich Papiertütchen verwenden. Insbesondere nicht bekannte Arten müssen separat im Korb liegen. Sollten Giftpilze vorhanden sein, kann so das Wegschütten des gesamten Fundes vermieden werden. Grund zum Einbehalten der Pilze auf den Kontrollstellen ist allerdings viel öfters, dass die gesammelten Pilze bereits angegammelt und verdorben sind. Jagdinstinkt und Sammelwut sind schlechte Berater bei der Pilzsuche, sammeln Sie kritisch.

Zubereitung

Pilze sollten möglichst frisch, in angemessener Menge und gut durchgegart konsumiert werden. Verzichten Sie auf den Konsum von rohen Pilzen. Pilze sind schwer verdaulich und können zudem individuelle Unverträglichkeiten auslösen, teilweise auch nach mehrfachem oder übermässigem Genuss.

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