Neu im Kanton Zürich: Luftbilder in 5 cm-Auflösung

Ausschnitt aus den neuen Orthofotos des Kantons Zürich

Vor wenigen Tagen hat der Kanton im GIS-Browser neue Orthofotos (entzerrte Luftbilder) aufgeschaltet, welche die bisherigen an Schärfe und Detailreichtum übertreffen. Die Bilder können kostenlos heruntergeladen werden.

Orthofotos sind Luftbilder, welche die Erdoberfläche verzerrungsfrei und massstabsgetreu abbilden. Die Bilder wurden mittels Befliegungen zwischen Juli und Mitte August des letzten Jahres aufgenommen und inzwischen entzerrt, visuell aufbereitet und zu einem flächendeckenden Orthofoto-Mosaik zusammengeführt. Die Bodenauflösung dieser Aufnahmen konnte gegenüber den bisherigen Luftaufnahmen von Bund (swisstopo) und Kanton von 10 auf 5 cm erhöht werden, was die Erkennbarkeit von Objekten verbessert. Dies zeigt als Beispiel ein Vergleich der alten und neuen Aufnahme des Seebads Enge:

Aufnahme des Seebads Enge in Zürich, links die kantonale Aufnahme aus dem Jahr 2018 mit einer Bodenauflösung von 10 cm, rechts jene aus dem Jahr 2020 mit einer Bodenauflösung von 5 cm.
Aufnahme des Seebads Enge in Zürich, links die kantonale Aufnahme aus dem Jahr 2018 mit einer Bodenauflösung von 10 cm, rechts jene aus dem Jahr 2020 mit einer Bodenauflösung von 5 cm.

Die Bilder lassen sich im GIS-Browser als Hauptthema betrachten oder als Hintergrund mit einem anderen Thema kombinieren (Link zu den Bildern als Hauptthema).

Zudem stehen die Orthofotos im GIS-Browser als offene Behördendaten (Open Government Data, OGD) zum freien Download zur Verfügung. (Hinweis: Die maximale Dateigrösse pro einzelnem Download beträgt momentan 7 GB.)

Hinweise zur Nutzung als Grundlage für Datenerfassungen

Orthofotos stellen eine wichtige Grundlage für die Produktion von Geodaten dar. Dabei ist zu beachten, dass die im Vergleich zu 2018 verdoppelte Bildauflösung nicht in jedem Fall auch eine doppelte Lagegenauigkeit bedeutet. Die Lagegenauigkeit des Orthofotos ist wesentlich abhängig von der Qualität des zur Entzerrung verwendeten Geländemodells. Dies hat zur Folge, dass Objekte, die nicht Teil des Geländemodells sind – wie beispielsweise Bäume oder Dachflächen – nicht lagerichtig dargestellt werden. Ausnahmen stellen Brücken dar, die zwar auch nicht im Geländemodell enthalten sind, jedoch manuell korrigiert wurden. Bei Objekten, die auf dem Boden aufliegen (z.B. Strassen, Wege oder Markierungen), gilt als Faustregel, dass diese mit einer Präzision von 1–2 Pixeln (ca. 5–10 cm) digitalisiert werden können. Ein Merkblatt dazu ist in Erarbeitung. Es wird voraussichtlich Anfang April auf der Seite Geodaten-Projekte aufgeschaltet.  

 

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