Neuer Indikator misst wahrgenommene Situation auf dem Arbeitsmarkt

Suchhäufigkeit von Begriffen zur Arbeitslosigkeit bei Google

Die Wirtschaftslage lässt sich mit Echtzeitindikatoren messen. Ein vom Amt für Wirtschaft und Arbeit erstellter Arbeitsmarkt-Index misst in Echtzeit, wie die Arbeitsmarktsituation wahrgenommen wird.

Weil sich die epidemiologische Situation rasch ändert und Konjunkturindikatoren die Wirtschaftslage erst mit einer gewissen Verzögerung abbilden, greifen Ökonomen in der Corona-Krise immer stärker auf so genannte Echtzeitindikatoren zurück. Sie zeigen ein möglichst zeitnahes Bild der Wirtschaftslage. 

Auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt lässt sich mit Echtzeitindikatoren messen. Basierend auf der Abfrage von verschiedenen Google-Suchbegriffen wie zum Beispiel «RAV», «arbeitslos» oder «Arbeitslosengeld» hat das Amt für Wirtschaft und Arbeit einen Arbeitsmarkt-Index für den Kanton Zürich erstellt. Er gibt Anhaltspunkte darüber, ob die Menschen ihre Stelle verloren haben oder ob sie mit einer Entlassung rechnen und korreliert stark mit der Zahl der Stellensuchenden. Nach einem markanten Anstieg solcher Suchabfragen im März gingen diese in den Folgemonaten wieder deutlich zurück und sind seit Sommer relativ stabil. Derzeit ist keine Verschlechterung der wahrgenommenen Arbeitsmarktsituation feststellbar. 

Luc Zobrist

Leiter Fachstelle Volkswirtschaft

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Luc Zobrist, Leiter Fachstelle Volkswirtschaft

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Johanna Zenk, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachstelle Volkswirtschaft

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