Beratung gegen Gewalt rege genutzt

Eine 27-jährige Frau, verheiratet, ein Kind, wohnhaft irgendwo im Kanton Zürich. Seit Monaten erlebt sie Gewalt in ihrer Ehe. Sie wird beschimpft, bedroht und geschlagen. Im Internet fallen ihr in jüngster Zeit Werbeanzeigen mit dem Titel «Stopp Gewalt gegen Frauen» auf.

Wegen solcher oder ähnlicher Situationen im Zusammenhang mit familiären Streitereien oder häuslicher Gewalt rücken Polizeikräfte im Kanton Zürich durchschnittlich 15-mal pro Tag aus. Gewalt gegen Frauen und vor allem häusliche Gewalt sind ein verbreitetes Phänomen. Finanzielle und emotionale Abhängigkeiten, Schamgefühle und die Unsicherheit über die Zeit nach der Trennung hindern Opfer daran, Hilfe zu holen.

Hilfs- und Beratungsangebote müssen daher leicht zugänglich sein. Mit der Kampagne «Stopp Gewalt gegen Frauen» starteten die Kantonspolizei Zürich, die Staatsanwaltschaft und die Kantonalen Opferhilfestellen im Sommer 2020 mit der Webseite www.stopp-gewalt-gegen-frauen.ch ein Onlineangebot. Das Angebot ist konkret auf Gewaltopfer und Aussenstehende zugeschnitten.

Die gesamte Kampagne wurde wissenschaftlich begleitet. Die Auswertungen zeigen in den ersten Wochen, als auch verschiedenenorts online auf die Kampagne aufmerksam gemacht wurde, eine Zunahme der Opferberatungen von 45 Prozent im Vergleich zur Vorperiode.

Die junge Frau aus dem Beispiel gelangt so auf die Internetseite des Beratungsangebots. Sie besucht die Seite mehrmals. Nach zwei Wochen nimmt sie allen Mut zusammen und traut sich: Sie entscheidet sich für eine anonyme Online-Beratung. Damit hat sie den ersten Schritt hin zu einer nachhaltigen Veränderung ihrer Lebenssituation getan.

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