Seniorinnen und Senioren vor Gewalt- und Vermögensstraftaten schützen

Die Verwundbarkeit älterer Menschen wird immer öfter von Kriminellen ausgenutzt. Der Regierungsrat erklärte die seniorenzentrierte Kriminalität zu einem seiner Legislaturziele. Um Seniorinnen und Senioren auf allen Ebenen vor Gewalt- und Vermögenstraftaten zu schützen, fokussiert sich die Kantonspolizei auf das Thema. Dabei verfolgt sie mit Prävention, Vernetzung und einer noch aufzubauenden kriminalpolizeilichen Fachstelle drei Ansätze, mit denen sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Alter leistet.

Im präventiven Bereich machte die Kantonspolizei bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit spezifischen Präventionskampagnen zum Schutz von Senioren. Dabei handelt es sich unter anderem um Verkehrssicherheits-Kampagnen wie «E-Bike im Griff» oder kriminalpolizeiliche Präventionsmassnahmen zum Thema Telefonbetrug.

Die Regionalpolizei baute im vergangenen Jahr ein Netzwerk mit rund 220 Alters- und Pflegeinstitutionen im ganzen Kanton auf. Dank dieser Vernetzung und dem regelmässigen Austausch gingen mehr Hinweise und Verdachtsmeldungen auf deliktische Handlungen bei der Kantonspolizei ein. Aufgrund einer solchen Meldung wurde zum Beispiel Mitte März eine Frau ermittelt, die mutmasslich mehrere Bewohner eines Alters- und Pflegeheims bestohlen hatte. Die als Pflegerin angestellte 30-Jährige gab in der polizeilichen Befragung an, mehrfach zu Nachtzeiten aus den Zimmern der Bewohner Bargeld und Schmuck gestohlen zu haben. Die Strafuntersuchung dieses Falls ist bei der Staatsanwaltschaft pendent.

Im Zentrum des dritten Ansatzes steht die adäquate, fachkompetente Behandlung von Betroffenen und Opfern seniorenzentrierter Kriminalität. In einem ersten Schritt klärt die Kriminalpolizei, welche Bedürfnisse Opfer gegenüber der Polizei haben und in welcher Form die Kantonspolizei Unterstützung bieten kann. Sie sorgt für ein aktuelles Lagebild und analysiert die Herangehensweise bei Ermittlungsverfahren mit Senioren als Opfer oder Geschädigte. Vorschläge zur Optimierung können somit formuliert und konkrete Arbeitshilfen wie Prozessbeschreibungen, Ablaufschemas oder Musterrapporte erarbeitet werden.

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