Zürich und Waadt bekräftigen ihr Engagement für Austausch und Mobilität an den Schulen
Medienmitteilung 06.11.2026
Vertreterinnen und Vertreter der beiden Kantone haben sich diesen Freitag in Lausanne getroffen, um ihre Absichtserklärungen zu erneuern. Diese haben zum Ziel, den Sprachaustausch in der Volksschule, der Mittelschule und der Berufsfachschule zu fördern. Die beiden Kantone bekräftigen damit ihr Engagement für ein lebendiges Lernen der Landessprachen und für eine Stärkung des nationalen Zusammenhalts.
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Das Lernen der Landessprachen in der Schule sorgt derzeit für politische Diskussionen. Unabhängig davon haben die Kantone Waadt und Zürich beschlossen, ihre Partnerschaft weiterzuführen, die sie vor fünf Jahren mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung begonnen haben. Aus der Absichtserklärung gingen seit 2021 auch drei Kooperationserklärungen hervor, je eine für die Volksschule, die Mittelschule und die Berufsfachschule.
Alle vier Erklärungen wurden am 6. November 2026 in Lausanne von der Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner und ihrem Waadtländer Amtskollegen Frédéric Borloz beziehungsweise von den zuständigen Amtsvorsteherinnen und Amtsvorstehern verlängert. Die Bildungsdirektorin und der Bildungsdirektor betonten bei dieser Gelegenheit, wie wichtig es ist, den Kindern die Landessprachen spielerisch und lebendig zu vermitteln, etwa im Austausch mit Gleichaltrigen. Auf diese Weise festigt sich in der Schule Gelerntes besonders gut.
Am Treffen wurde zudem eine Bilanz über die Zusammenarbeit der beiden Kantone gezogen. In den letzten fünf Jahren entstanden mehrere neue Austauschprojekte. Beispielsweise das zweisprachige Klassenlager «Deux im Wald», an dem seit 2021 rund 400 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben. Rund 150 Mittelschulklassen übten die jeweils andere Landessprache bereits in «E-Tandems», bei denen sich die Jugendlichen per Videocall austauschen. Neu werden diese E-Tandems auch in den Berufsfachschulen angeboten. Lernende konnten dank Pionierprojekten, die von den Kantonen Zürich und Waadt getragen werden, einen Austauschaufenthalt während ihrer Ausbildung absolvieren. Zu erwähnen sind «Mobimmersiv», das Lernenden einen Semesteraufenthalt im Partnerkanton ermöglicht und «Lausanne, on arrive – Zürich, wir kommen», bei dem Lernende sowie HMS-Praktikantinnen und -Praktikanten der kantonalen Verwaltung eine Arbeitswoche im Partnerkanton verbringen können.
Auch die Lehrpersonen waren aktiv: 73 Lehrerinnen und Lehrer – 39 aus dem Kanton Waadt und 34 aus dem Kanton Zürich – nutzten das Programm «Culture mobile» und gestalteten einen immersiven Sprachunterricht mit Bezug zu ihrer jeweiligen Sprachregion in Klassen des Partnerkantons.
Eine dynamische Partnerschaft
Die Partnerschaft zwischen den Kantonen Waadt und Zürich diente bereits mehrfach als Vorbild für andere Kantone, die sich zu ähnlichen Vereinbarungen inspirieren liessen. Mehrere von Waadt und Zürich entwickelte Austauschmodelle, wie «Deux im Wald» oder das internationale Mobilitätsprogramm «Next Step», werden heute auch Jugendlichen in anderen Kantonen angeboten. Diese Initiativen eröffnen Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen mehr Möglichkeiten, eine andere Landessprache hautnah zu erleben.
Diese Erfolge motivieren die beiden Kantone, ihre Angebote noch bekannter zu machen und neue Projekte zu entwickeln, damit mehr Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen davon profitieren können. Ausserdem laufen Überlegungen, wie der Zugang zu kurzen Sprachaufenthalten in der Volksschule vereinfacht werden kann. Ein Sprachaustauschprojekt, bei dem Primarklassen schon ab den ersten Französischlektionen eine Brieffreundschaft pflegen können, wurde zu Beginn dieses Schuljahres zwischen beiden Kantonen lanciert.
(Gemeinsame Medienmitteilung mit der Bildungsdirektion Kanton Waadt)