Stabile Arbeitslosenquote und zuversichtlichere Unternehmen
Medienmitteilung 07.09.2026
Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich blieb im August unverändert bei 2,9 Prozent. Die Zürcher Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage so gut wie seit rund drei Jahren nicht mehr und blicken optimistischer auf die kommenden Monate.
Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich bleibt im August unverändert bei 2,9 Prozent. Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) stieg die Zahl der als arbeitslos registrierten um 357 Personen und lag per Ende August bei 26'050. Saisonbereinigt erhöht sich die Zahl der Arbeitslosen im August 2026 um 231 Personen.
Mehr Arbeitslose nach Ausbildungsabschluss
Wie schon im Juli stieg die Zahl der Arbeitslosen im August bei den unter 25-Jährigen an. Dies ist auf das Ende des Schul- und Ausbildungsjahres zurückzuführen. In Berufen, in denen viele Ausbildungsabschlüsse anfallen, nahm die Arbeitslosigkeit in der Folge zu. Dazu gehören Kinder- und Lernbetreuung (+69), allgemeine Bürokräfte (+46) und Verkaufskräfte in Handelsgeschäften (+46).
Der saisonale Anstieg zeigt sich entsprechend auch in Branchen, die traditionell viele Lernende ausbilden. Besonders deutlich fiel die Zunahme im Gesundheits- und Sozialwesen aus (+127). Ebenfalls zugenommen hat die Arbeitslosigkeit in der Informations- und Kommunikationsbranche (+82) sowie im Finanz- und Versicherungswesen (+62).
Gleichzeitig ging die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen im August gegenüber dem Vormonat um 726 auf 7'172 zurück. Auch hier machen sich saisonale Effekte bemerkbar: Gegen Ende des Sommers war in den vergangenen Jahren regelmässig ein leichter Rückgang der offenen Stellen zu beobachten.
Geschäftserwartungen hellen sich auf
Die Zürcher Wirtschaft blickt positiver in die Zukunft: «Die Zürcher Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage so optimistisch wie seit rund drei Jahren nicht mehr. Das ist ein erfreuliches Zeichen für den Wirtschaftsstandort Kanton Zürich», sagt Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. Auch die Geschäftserwartungen verbessern sich weiter. Dieser positive Trend hatte sich bereits in den beiden Vormonaten gezeigt und setzte sich im August fort. Besonders zuversichtlich blicken die Unternehmen der Finanzbranche, des Dienstleistungssektors und des Grosshandels auf die kommenden Monate. Die Beschäftigungserwartungen bleiben in nahezu allen Branchen stabil. Eine Ausnahme bildet das Gastgewerbe.