Hochwasser-Entlastungsstollen Sihl-Zürichsee: Nun klafft eine Lücke im See
Medienmitteilung 11.08.2026
Extreme Hochwasserspitzen der Sihl werden künftig durch einen Entlastungsstollen in den Zürichsee geleitet. Mit dem unterirdischen Bauwerk zwischen Langnau am Albis und Thalwil lassen sich schwere Überschwemmungen des unteren Sihltals und der Stadt Zürich verhindern. Für den Bau des letzten grossen Bauteils klafft gerade eine beeindruckende Lücke im Zürichsee.
Der Bau des Entlastungstollens Sihl-Zürichsee kommt auf die Zielgerade. Nun beginnen die Bauarbeiten am letzten grossen Bauteil, dem acht Meter breiten und sechs Meter hohen Auslaufkanal, der knapp 90 Meter in den Zürichsee hinausführt. Gerade klafft eine beeindruckende Lücke im Zürichsee – die vom Seewasser abgeschottete und trockengelegte, rund zwölf Meter tiefe Baugrube für den Auslaufkanal. Ganze drei Tage und Nächte arbeiteten die Aggregate, um die fast 13 Millionen Liter Zürichsee-Wasser aus der langgezogenen Stahlkonstruktion zu pumpen. Das entspricht dem Volumen von rund fünf Olympia-Schwimmbecken. In der leeren Baugrube entsteht jetzt der Betonkanal, durch den künftig extreme Hochwasserspitzen der Sihl in den Zürichsee geleitet werden, die sonst verheerende Überschwemmungen anrichten würden. Voraussichtlich anfangs 2027 ist das Bauwerk betriebsbereit. Ab dann schützt der Entlastungsstollen das untere Sihltal und die Innenstadt von Zürich wirksam vor Hochwasserschäden, die in die Milliarden gehen könnten.
Galerie
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Auslaufbauwerk vom See aus. Quelle: Kanton Zürich Bild «Auslaufbauwerk vom See aus.» herunterladen -
Im Innern des Auslaufbauwerks. Quelle: Kanton Zürich Bild «Im Innern des Auslaufbauwerks» herunterladen -
Gesamtes Auslaufbauwerk von oben Quelle: Kanton Zürich Bild «Gesamtes Auslaufbauwerk von oben» herunterladen