Ausgebaute Schaffhauserstrasse und Kreisel Chrüzstrass sind bald fertig
Medienmitteilung 27.05.2026
Nach rund vier Jahren sind die Ausbauarbeiten der Schaffhauserstrasse durch den Hardwald sowie der ausgebaute Kreisel Chrüzstrass in Bülach und Glattfelden praktisch fertig. Noch vor den Sommerferien wird der neu erstellte Kreisel in Betrieb genommen. Ab Herbst 2026 fliesst der Verkehr komplett über die neue Strassenführung. Am Samstag, 20. Juni 2026, findet für die Bevölkerung ein Tag der offenen Baustelle statt.
Von 9 bis 17 Uhr hat die Bevölkerung die Möglichkeit, das Bauwerk zu Fuss oder mit dem Velo zu erleben und – im Wortsinn – zu erfahren. Da es vor Ort nur eine beschränkte Anzahl an Parkplätzen gibt, empfehlen die Organisatoren dringend, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Velo anzureisen. Während des Festbetriebs hält das PostAuto der Linie 540 ausserordentlich beim Zugang zur Baustelle und der Bahnhof Glattfelden befindet sich rund 15 Gehminuten davon entfernt.
28'000 Fahrzeuge pro Tag
Rund 28'000 Fahrzeuge rollen im Durchschnitt täglich über die Schaffhauserstrasse durch den Hardwald. Um die Leistungsfähigkeit und die Sicherheit dieser wichtigen Verkehrsachse zu erhöhen, hat das kantonale Tiefbauamt die Schaffhauserstrasse zwischen dem Anschluss Bülach Nord und dem Kreisel Chrüzstrass auf einer Länge von 2,9 km auf vier Spuren ausgebaut. Der Kreisel wurde abgesenkt und die Fahrspur für den Verkehr zwischen Eglisau und Bülach (rund 60 Prozent) wird über eine Brücke über den Kreisel geführt. Der Verkehr von Glattfelden und Rorbas Richtung Bülach fliesst vom Kreisel auf einer separaten Spur auf die ausgebaute Schaffhauserstrasse, so dass er den von Eglisau herkommenden Verkehr nicht behindert.
Die Bauarbeiten laufen seit Mai 2022 und stehen kurz vor dem Abschluss. Voraussichtlich am 6. Juli 2026 wird der Kreisel Chrüzstrass dem Verkehr übergeben. Gleichzeitig wird die provisorische Umfahrung ausser Betrieb genommen und ihr Rückbau gestartet. Ab Herbst 2026 fliesst der Verkehr dann vierspurig durch den Hardwald.
Mehr Sicherheit und Verbesserungen für Fauna und Flora
Im Streckenabschnitt Hardwald ist es in der Vergangenheit nicht zu vielen, aber dafür zu sehr schweren Unfällen gekommen. Die Strecke ist zwar kein Unfallschwerpunkt, aber der Streckenabschnitt wird gemeinhin als gefährlich wahrgenommen. Der Ausbau der Strasse auf vier Spuren im Hardwald und die damit verbundene Mittelleitplanke tragen dazu bei, dass die Verkehrssicherheit erhöht werden kann.
Teil des Projekts ist auch eine neue Wildtierüberführung. Zuvor war die Querung der Strasse für Wildtiere nicht möglich. Die Erdüberdeckung wird so gestaltet, dass sie möglichst vielen Tierarten gerecht wird. Neben unterschiedlich hohen Bäumen und Hecken wird es auch Stein und Asthaufen, Sandflächen und sogar Kletterhilfen für Baummarder geben.
Weitere Elemente des Projekts bilden eine Fussgängerüberführung im Hardwald sowie die komplett neue Entwässerung mit einer Strassenabwasserreinigungsanlage, die im Kreisel Chrüzstrass platziert ist. Dank des Projekts gab es ausserdem Untersuchungen, wie viele Fledermausarten in diesem Gebiet leben. Das Ergebnis war auch für die Experten überraschend. Insgesamt wurden 15 verschiedene Fledermausarten nachgewiesen, darunter auch einige, die auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten stehen.