Arbeitslosenquote steigt leicht an, bleibt aber auf tiefem Niveau

Im Kanton Zürich steigt die Arbeitslosenquote im Januar leicht an und liegt nun bei 2,1 Prozent. Bei den Geschäftserwartungen der Zürcher Unternehmen zeigt sich eine positive Tendenz: Eine Mehrheit der Unternehmen und Branchen erwartet eine unveränderte oder leicht verbesserte Lage.

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Ende Januar waren 18’268 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet. Das sind 842 Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Januar von 2,0 Prozent auf 2,1 Prozent. Eine Zunahme der Arbeitslosigkeit ist in den Wintermonaten aufgrund saisonaler Effekte üblich. Bereinigt um diese saisonalen Effekte hat die Zahl der Arbeitslosen um 146 Personen zugenommen.

Viele offene Stellen im neuen Jahr

Mit Blick auf die Branchen verzeichnete das Gastgewerbe (+104) den grössten absoluten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Dabei handelt es sich um eine für diese Jahreszeit übliche Entwicklung. In vielen weiteren Branchen ist eine leichte Zunahme zu verzeichnen. So zum Beispiel bei den freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen (+86) oder im Bereich Verkehr und Transport (+67).

Auch die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen hat im Januar zugenommen (+1491) und liegt aktuell bei 6’769 Stellen. Am höchsten liegt die Zahl der offenen Stellen bei den Berufsgruppen der Hilfskräfte (2’537) sowie bei den Handwerks- und Baufachkräften (1’287). Insbesondere bei den Fach- und Hilfskräften im Baugewerbe ist im Vergleich zum Vormonat ein deutlicher Anstieg der gemeldeten Stellen zu verzeichnen.

Zuversichtlicher Start ins 2024

Während sich die Geschäftslage der Zürcher Unternehmen im Verlauf des letzten Jahres auf hohem Niveau leicht rückläufig entwickelte, lässt sich im Januar eine leicht positive Tendenz erkennen. Insbesondere die Geschäftserwartungen bezüglich der kommenden Monate zeigen ein zuversichtliches Bild. So gehen mehr Unternehmen davon aus, dass sich die Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten verbessern wird. Während es in der Industrie zu einer Stabilisierung der Geschäftserwartungen kam, fällt die Einschätzung der aktuellen und künftigen Geschäftslage im Grosshandel zunehmend durchzogen aus.

Bei den Beschäftigungserwartungen der Zürcher Unternehmen zeigt sich ebenfalls ein stabiles Bild. In den meisten Branchen gehen weiterhin mehr Unternehmen von einem Aus- und nicht von einem Abbau ihrer Belegschaft aus. Einzig im Grosshandel sind die Beschäftigungserwartungen über das letzte Jahr hinweg merklich gesunken. So halten sich aktuell Unternehmen, die von einer Verkleinerung der Belegschaft ausgehen und Unternehmen, die eine Ausweitung der Belegschaft erwarten, in etwa die Waage.

Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh blickt daher optimistisch ins neue Jahr: «Die Zürcher Unternehmen sind zuversichtliche gestimmt und erwarten ein starkes erstes Semester 2024. Die Zürcher Wirtschaftsmaschine läuft auf Hochtouren. Das drückt sich auch in der tiefen Arbeitslosigkeit aus.»

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