Beitrag zur Förderung von Ausstiegshilfen aus der Prostitution

Frauen, die aus der Prostitution aussteigen wollen, sind oft auf Hilfe angewiesen. Die Sicherheitsdirektion richtet drei Organisationen, die Unterstützung anbieten, einen Beitrag in der Höhe von insgesamt 150’000 Franken aus.

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Im Kanton Zürich gibt es verschiedene Anlauf- und Beratungsstellen für Frauen, die in der Prostitution tätig sind. Bisherige Erfahrungen zeigen: Die Hürden für einen Ausstieg sind hoch. Zwar wollen viele Frauen in andere Tätigkeiten umsteigen, aber den wenigsten gelingt dies aus eigener Kraft.

Verschiedene Projektideen gefragt

Zur Entwicklung und Erprobung von Hilfsprogrammen hat die Sicherheitsdirektion folgenden Organisationen einen finanziellen Beitrag zugesichert:

  • Verein Anora mit Standort in Winterthur
  • Verein Heartwings mit Standort in Zürich
  • Verein Solidara Zürich, Isla Victoria mit Standorten in Zürich und Winterthur


Der Verein Anora hat sich zum Ziel gesetzt, im Raum Winterthur ein Netzwerk aufzubauen, das die ausstiegswilligen Personen ihren Bedürfnissen entsprechend und individuell beim Umstieg unterstützen kann. Der Verein Heartwings setzt auf Schulung, Sprachförderung und Arbeitsmöglichkeiten und will die Hilfe zur Selbsthilfe weiter ausbauen. Isla Victoria strebt eine Kooperation mit geeigneten Arbeitgebenden an und plant Massnahmen, um die Kompetenzen im Bewerbungsverfahren zu stärken. Für die Entwicklung und Erprobung der Projektideen stellt die Sicherheitsdirektion pro Organisation 50’000 Franken zur Verfügung.

Formlose Anregung aus dem Kantonsrat

Die Förderung von Ausstiegshilfen aus der Prostitution ist von mehreren Kantonsrätinnen und Kantonsräten angeregt worden. Jeannette Büsser (Grüne), Andrea Gisler (GLP), Barbara Günthard Fitze (EVP), Tobias Mani (EVP) und Judith Stofer (AL) haben sich Anfang dieses Jahres beim Kantonalen Sozialamt der Sicherheitsdirektion für das Anliegen eingesetzt. Sicherheitsdirektor Mario Fehr: «Ich danke allen, die mithelfen, Frauen dabei zu unterstützen, dass sie sich aus der Prostitution befreien wollen und können.»
 

Kontakt

Sicherheitsdirektion – Medienstelle

Adresse

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