Zahl erwerbstätiger Schutzsuchender aus der Ukraine steigt auf über 400

Die Zahl der erwerbstätigen Schutzsuchenden aus der Ukraine steigt im Kanton Zürich weiter. Seit Einführung des Schutzstatus S hat das Amt für Wirtschaft und Arbeit bis heute über 400 Arbeitsbewilligungen ausgestellt. Auf den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) sind momentan rund 240 ukrainische Geflüchtete angemeldet.

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Der Kanton Zürich erteilt seit Mitte März Arbeitsbewilligungen für Personen mit Schutzstatus S. Insgesamt konnten durch das Amt für Wirtschaft und Arbeit bis heute rund 400 Bewilligungen erteilt werden. Die Zahl der Gesuche hat zuletzt stark zugenommen. Die Geflüchteten scheinen sich vermehrt um eine Anstellung zu bemühen. 

Eine leichte Häufung der Bewilligungen ist weiterhin im Bereich Schulen und Bildung sowie in der Gastronomie festzustellen. Ansonsten verteilen sie sich über alle Branchen hinweg. In den allermeisten Fällen handelt es sich um normale Angestelltenverhältnisse, ein kleiner Teil der erlassenen Arbeitsbewilligungen betrifft Praktika zum Berufseinstieg. Die Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit durch Geflüchtete bleibt weiterhin die Ausnahme.

«Dass mittlerweile so viele Ukrainerinnen und Ukrainer eine Anstellung im Wirtschaftsraum Zürich gefunden haben, zeigt, dass das Zusammenspiel zwischen den Unternehmen, den Jobvermittlungsstellen, unseren RAV, den Sozialdiensten und den Schutzsuchenden in unserem Kanton funktioniert», betont Regierungsrätin Carmen Walker Späh.

RAV beraten und vermitteln auf Deutsch und Englisch

Die Zahl der auf den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten ukrainischen Geflüchteten ist gegenüber dem Stand Ende April (150) ebenfalls weiter angestiegen. Aktuell sind bei den RAV im Kanton Zürich rund 240 Personen mit Status S angemeldet. Rund 150 von ihnen meldeten sich selber an, die übrigen wurden von den Sozialdiensten der Gemeinden an die RAV zugewiesen. Die Mehrheit der angemeldeten aus der Ukraine Geflüchteten verfügt über einen tertiären Bildungsabschluss. Ihre Stellensuche bezieht sich zum einen auf ihre angestammten Berufsfelder, für die sie qualifiziert sind. Bei vielen umfasst die Suche auch Tätigkeiten, in denen sie praktische Erfahrung besitzen und diese auch ohne eine höhere Ausbildung ausführen können. Rund die Hälfte der Anmeldungen entfällt auf die RAV in den Städten Zürich und Winterthur.

Auf jedem RAV stehen den Geflüchteten spezialisierte Beratungspersonen zur Verfügung, die Beratung erfolgt weiterhin in Deutsch oder Englisch. Die RAV können Geflüchteten Deutschkurse und weitere arbeitsmarktliche Massnahmen (Kurse und Einsatzprogramme) ermöglichen. Allerdings kommen für die Schutzsuchenden im ersten Schritt vor allem die von den Sozialdiensten der Gemeinden vermittelten Angebote der kantonalen Integrationsagenda in Frage. Da sich unter den Geflüchteten aus der Ukraine viele Frauen mit Kindern befinden, kommen ihnen beispielsweise die von der Integrationsagenda angebotenen Deutschkurse mit Kinderbetreuung entgegen.

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