Neue Studie zur Innovationskraft im Kanton Zürich – Standortförderung stärkt Vernetzung

Die Innovationskraft einer Region ist ein entscheidender Erfolgsfaktor im härter werdenden Standortwettbewerb. Der Kanton Zürich ist grundsätzlich gut aufgestellt. Im Vergleich mit 250 europäischen Regionen liegt er auf Platz 51, wie eine neue Untersuchung des Amts für Wirtschaft und Arbeit zeigt. Die kantonale Standortförderung setzt mit ihrer neuen Strategie auf eine gezieltere Vernetzung zwischen den Akteuren, um so einen Beitrag dazu zu leisten, die Innovationskraft im Kanton weiter zu stärken.

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Medienkonferenz vom 5. Mai 2022
Medienkonferenz vom 5. Mai 2022

Im zunehmenden Standortwettbewerb erweist sich die Innovationskraft als entscheidender Wettbewerbsvorteil. Der Kanton Zürich schneidet diesbezüglich gut ab und ist als Innovationsstandort weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Wie die neue Ausgabe des Zürcher Wirtschaftsmonitorings des Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA) zeigt, nimmt er im Vergleich von 250 europäischen Regionen den 51. Rang ein und verpasst damit nur knapp die obersten 20 Prozent.

Verbesserungspotenzial trotz hoher Innovationskraft

50 Regionen weisen eine noch höhere Innovationskraft auf als der Kanton Zürich – dazu gehören auch wichtige Konkurrenzstandorte wie München oder Stockholm. Zudem zeigt die Untersuchung, dass der Kanton Zürich 2014 noch auf dem 18. Rang lag. Er hat folglich gegenüber anderen Standorten eingebüsst.

Will der Kanton Zürich seine Innovationskraft stärken, muss er die zentralen Einflussfaktoren weiter verbessern. Dazu gehören die Bereiche Forschung, Humankapital, Unternehmertum und Regulierung: Ein ideales Innovations-Ökosystem weist hohe Forschungsinvestitionen auf, stellt gut ausgebildete Arbeitskräfte bereit, profitiert von innovativen Unternehmen und aufstrebenden Startups sowie von günstigen staatlichen Rahmenbedingungen.

Wie die Untersuchung im Zürcher Wirtschaftsmonitoring zeigt, investiert der Kanton Zürich zwar viel in die Forschung, realisiert damit aber weniger Innovationen als andere Standorte mit ähnlich hohen Forschungsausgaben. Dank seinem ausgezeichneten Bildungssystem und der Anziehungskraft für ausländische Talente stehen viele gut ausgebildete Arbeitskräfte bereit, allerdings erweist sich deren Rekrutierung zum Teil als schwierig. Im Bereich Unternehmertum profitiert Zürich von einer hohen Zahl innovativer Unternehmen und aktiven Startup-Szenen. Verbesserungspotenzial gibt es jedoch bei der Vernetzung der Unternehmen. Im Bereich der staatlichen Rahmenbedingungen schneidet der Kanton Zürich unterschiedlich ab. Während er bei den Steuern und der Regulierung eher im internationalen Mittelfeld liegt, erzielt er bei der physischen und digitalen Infrastruktur Höchstwerte, vor allem dank der hohen Erreichbarkeit durch den Flughafen und der Dichte an Breitbandanschlüssen. Verbesserungspotenzial gibt es beim E-Government.

Standortförderungsstrategie setzt bei Vernetzung und Vertrauen an

Die Erkenntnisse der Untersuchung untermauern die neue Strategie der Standortförderung im Amt für Wirtschaft und Arbeit. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Nachhaltigkeit des Wirtschaftsstandorts zu stärken.

Die Standortförderung verfolgt drei Schwerpunkte: Mit der Innovationsförderung stärkt sie mittels Vernetzung und Anstossen von Kollaborationen die Zürcher Innovationsökosysteme. Damit dies gelingt, unterstützt sie Innovationshubs wie den Innovationspark Zürich, das neugegründete Digital Health Center Bülach oder den Health Tech Park Zürich-Schlieren, in welchen sich Unternehmen austauschen und kooperieren können. Zudem lanciert sie heute die Innovationsplattform «Innovation Zurich», welche für Vernetzung und Orientierung in den Zürcher Innovations-Ökosystemen sorgt.

Zweitens pflegt die Standortförderung das regionale Unternehmertum und stärkt so die Branchenvielfalt im ganzen Kanton. Drittens setzt sie mit der Standortentwicklung auf einen vertrauensvollen Dialog von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung, um Herausforderungen wie den akuten Fachkräftemangel oder Themen, wie Künstliche Intelligenz zu antizipieren und gemeinsam strategisch anzugehen. Ein Beispiel hierfür ist die kürzlich lancierte «Innovation-Sandbox», mit welcher die Standortförderung zusammen mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung verantwortungsvolle künstliche Intelligenz fördern will. Mit diesen drei Schwerpunkten will sie den Standort stärken, damit Zürich im internationalen Standortwettbewerb zukünftig Ränge gut machen kann.

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