Erholung auf dem Arbeitsmarkt hält an

Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich blieb im Februar unverändert bei 2,3 Prozent. Abgenommen hat die Zahl der Arbeitslosen im Bau- und Gastgewerbe. Die Aussichten bleiben zwar weiterhin gut und die Arbeitslosigkeit dürfte in den nächsten Monaten sinken, doch der Krieg in der Ukraine sorgt für neue Unsicherheiten.

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Ende Februar waren 19’468 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet, 554 Personen weniger als im Vormonat. Trotz Abnahme der absoluten Zahlen blieb die Arbeitslosenquote unverändert bei 2,3 Prozent und liegt damit auf dem Vorkrisenniveau vom Februar 2020. Bereinigt um saisonale Effekte hat die Zahl der Arbeitslosen in ähnlichem Umfang abgenommen. Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit ist damit seit März 2021 jeden Monat gesunken und spiegelt die konjunkturelle Erholung wider.

Sinkende Arbeitslosigkeit im Gastgewerbe

Die Zahl der Arbeitslosen hat in den meisten Branchen abgenommen. Die stärkste Abnahme verzeichnete das Baugewerbe (-108) gefolgt vom Gastgewerbe (-92). Letzteres dürfte vor allem davon profitieren, dass der Bundesrat praktisch alle Corona-Massnahmen am 16. Februar aufgehoben hat. Das zeigt sich auch an den vielen offenen Stellen bei den Berufsgruppen der Köche und Servicekräfte. Die Arbeitslosenquote im Gastgewerbe bewegt sich mit 5,2 Prozent wieder in Richtung des Vorkrisenniveaus von 4,6 Prozent (Februar 2020) zu. Vor einem Jahr, im Februar 2021 erreichte sie noch einen Höchstwert von 11,8 Prozent.

Erschwerte Prognosen aufgrund der aktuellen Lage in Europa

Noch vor zwei Wochen sahen die Prognosen für den Zürcher Arbeitsmarkt gut aus und Expertinnen und Experten gingen davon aus, dass die Arbeitslosenquote im Sommer sogar auf einen neuen Tiefstwert zusteuert. Jetzt aber sorgt der Krieg in der Ukraine für Unsicherheit. «Gerademal eine Woche herrschte so etwas wie Normalität. Nach der Aufhebung der allermeisten Corona-Massnahmen war die Erleichterung in der Bevölkerung gross und die Aussichten für unsere Wirtschaft und unseren Arbeitsmarkt rosig», sagt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. «Was Präsident Putin jetzt in der Ukraine anrichtet, ist schrecklich, menschenverachtend und durch nichts zu rechtfertigen. Mein Mitgefühl ist bei den Ukrainerinnen und Ukrainern im Kriegsgebiet und auf der Flucht», so die Regierungsrätin weiter.

Die Zürcher Wirtschaft dürfte aufgrund der geringen Verflechtung mit Russland und der Ukraine zwar wirtschaftlich nicht allzu stark direkt von der Krise betroffen sein. Wahrscheinlich sind hingegen indirekte Effekte, etwa über steigende Energiepreise. Erste Prognosen gehen von einer leichten Abschwächung der Wachstumsraten aus.

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