Arbeitslosigkeit sinkt erstmals unter Vorkrisenniveau

Im Januar sank die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich von 2,4 Prozent auf 2,3 Prozent. Sie liegt damit erstmals wieder unter dem Vorkrisenniveau vom Januar 2020. Die gute wirtschaftliche Lage dürfte sich weiter positiv auf die Arbeitslosenzahlen auswirken.

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Der sehr erfreuliche Trend auf dem Zürcher Arbeitsmarkt setzt sich fort. Ende Januar waren 20'022 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet, 244 Personen weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte von 2,4 Prozent auf 2,3 Prozent. «Damit liegt die Arbeitslosenquote erstmals wieder unter dem Wert vor der Corona-Pandemie», sagt die Chefin des Amts für Wirtschaft und Arbeit Andrea Engeler. «Die Arbeitslosigkeit hat sich somit vollständig von der Corona-Pandemie erholt.»

Aus saisonalen Gründen wird im Januar üblicherweise mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen gerechnet. Der nun erfolgte Rückgang ist ausschliesslich auf die anhaltend gute Wirtschaftslage zurückzuführen. Bereinigt um den saisonalen Effekt ist der Rückgang sogar um rund ein Vierfaches grösser.

Fach- und Führungskräfte verlassen die Arbeitslosigkeit

Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist fast ausschliesslich auf Personen mit Fachfunktion (-164) oder Kaderfunktion (-106) zurückzuführen. Mit Blick auf die Branchen verzeichneten freiberufliche, technische und wissenschaftliche Dienstleistungen (-92) den grössten Rückgang, gefolgt vom Bankenwesen (-50) und dem Baugewerbe (-44). Zum ersten Mal seit zehn Monaten hat die Arbeitslosigkeit im Gastgewerbe (+90) hingegen zugenommen. Der Anstieg bewegt sich jedoch in einem Ausmass, wie es auch in den Januarmonaten vor der Krise beobachtet werden konnte und ist somit eine für diese Jahreszeit übliche Entwicklung. Ebenfalls zugenommen haben die Arbeitslosenzahlen im Detailhandel (+31) sowie in der Nahrungsmittelindustrie (+11) und der öffentlichen Verwaltung (+11).

Nachfrage nach Arbeitskräften hält an

Zum Jahresbeginn 2022 setzt sich die wirtschaftliche Erholung fort und sorgt für weiteren Arbeitskräftebedarf. Laut Unternehmensbefragungen erwarten alle Zürcher Branchen einen weiteren Beschäftigungsaufbau im ersten Quartal. Einzig im Gastgewerbe haben sich die Beschäftigungsaussichten eingetrübt. Allerdings wird die aktuelle Beschäftigungslage noch immer als zu tief eingeschätzt, weshalb ein spürbarer Stellenabbau im Gastgewerbe eher unwahrscheinlich erscheint. Amtschefin Andrea Engeler ist zuversichtlich: «Derzeit herrscht in vielen Bereichen ein Mangel an Arbeitskräften. Die Aufhebung der Home-Office-Pflicht und das baldige Ende der Zertifikatspflicht dürften unsere Wirtschaft und den Arbeitsmarkt weiter beflügeln.»

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