Regierung und Wirtschaft im Austausch über die Arbeit von morgen

Heute fand der Standortdialog zwischen der Zürcher Regierung, der Wirtschaft, Verbänden und der Wissenschaft statt. Der Regierungsrat nutzte den jährlichen Austausch, um sich mit seinen Gästen über neue Arbeitswelten auszutauschen, und wie diese die Unternehmen und den Kanton Zürich als Wirtschaftsstandort beeinflussen.

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Der Austausch der Zürcher Regierung mit Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft, der vom Amt für Wirtschaft und Arbeit der Volkswirtschaftsdirektion organisiert wird, hat Tradition. Dieses Jahr fand der Standortdialog bei Swiss Re statt. Die rund 130 Teilnehmenden setzten sich mit Fragestellungen auseinander, inwieweit die neuen Arbeitswelten mit mehr Homeoffice und dem Anspruch auf flexibleres Arbeiten die Unternehmen, die Führungskräfte und den Kanton Zürich als Wirtschaftsstandort beeinflussen.

Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh betonte in ihrer Begrüssung, dass die neuen Arbeitsformen nicht nur für Arbeitgeberinnen und Arbeitnehmer Chancen und Herausforderungen bringen, sondern auch für Gesetzgeber, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände sowie die Verwaltung. «Die Corona-Pandemie hat die Veränderungen in der Arbeitswelt beschleunigt. Home-Office und flexibles Arbeiten kommen nicht mehr nur vereinzelt zur Anwendung. Diesen beschleunigten Wandel müssen wir sorgsam begleiten und die Rahmenbedingungen entsprechend gestalten», betonte die Regierungsrätin.

In einem Interview zeigte Gastgeber Dr. Guido Fürer, Swiss Re CIO and Country President Switzerland, auf, wie die Swiss Re in Zürich auf die sich verändernde Arbeitswelt reagiert. Die Arbeitswelt bleibe hybrid, weshalb auch die physischen Arbeitsplätze digital und vernetzt sein müssten und die Planung von neuen Arbeitsplätzen flexibel und für verschiedene Optionen offen bleiben müsse. Prof. Dr. Heike Bruch, Professorin für Leadership an der Universität St. Gallen, führte in Ihrem Keynote «Neue Arbeits- und Führungsformen, zwischen Flexibilität und Sehnsucht nach Homebase» aus, dass Unternehmen Gefahr laufen, von der neuen Arbeitswelt überfordert zu werden, weil Kultur und Leadership zu kurz kommen. Eine Folge davon könnte sein, dass diese nach der Krise konservativer seien als vorher. «Unternehmen brauchen zwar weniger Hierarchie, Befehle und Kontrolle, aber mehr Leadership, Zukunftsbilder und Führungskräfte, die je nach Kontext unterschiedlich führen können», betonte Heike Bruch. Eine echte New Work- und Leadership-Transformation sei dringend nötig, alternativlos und möglich.

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