Hochschulgebiet Zürich Zentrum: Ehemaliges Reservoir wird zum attraktiven Treffpunkt

Das künftige Hochschulgebiet Zürich Zentrum (HGZZ) soll attraktiver und grüner werden, so ein Ziel von Kanton und Stadt Zürich sowie des Universitätsspitals, der Universität und der ETH Zürich. Das originelle, unkonventionelle Projekt «Reservoir» zeigt, wie der Übergang vom Strassenbereich zum heutigen Spitalpark ein lebendiger Ort zum Verweilen werden kann. Dazu werden beispielsweise die Wasserhallen eines in Vergessenheit geratenen Trinkwasserreservoirs aus dem 19. Jahrhunderts umgenutzt. Die Transformation des Spitalparks zum offenen Gloriapark nimmt ebenfalls Fahrt auf.

Inhaltsverzeichnis

Im Rahmen der Weiterentwicklung von Parkschale und Gloriapark im Hochschulgebiet Zürich Zentrum hat die Geschäftsstelle HGZZ in den vergangenen Monaten zwei Auswahlverfahren durchgeführt: Einen Projektwettbewerb im Auftrag der Stadt für einen «Pavillon im Park» als Teil der Parkschale sowie ein Planerwahlverfahren im Auftrag des Universitätsspitals für den Gloriapark. 

207 Ideen für einen «Pavillon im Park»

Im Weissbuch wurde von den Verfassern des Stadtraumkonzepts HGZZ als Einstiegsstelle in den Gloriapark die Idee der sogenannten «AGORA» formuliert – ein grosszügiges, rundes Dach über der Haltestelle, dem Platz und dem Park. Um die Idee der «AGORA» als «Pavillon im Park» mit einem Gastronomieangebot weiter zu konkretisieren, hat die Geschäftsstelle HGZZ einen offenen, anonymen Projektwettbewerb durchgeführt. Der Pavillon soll sich als ganztägiger, lebendiger Treffpunkt mit einem Getränke- und kleinen Speiseangebot im Hochschulgebiet etablieren. Auf die öffentliche Ausschreibung des Projektwettbewerbs gingen 269 Anmeldungen zur Teilnahme am Verfahren ein, 207 Projektbeiträge wurden eingereicht.

Ehemaliges Trinkwasser-Reservoir soll reaktiviert werden

Das Preisgericht hat von den eingereichten Beiträgen das Projekt «Reservoir» der SQUADRAT Architekten GmbH ETH SIA, Zürich zum Sieger erkoren. Dabei beeindruckte der unerwartete konzeptionelle Ansatz: Das Projekt sieht vor, das auf dem Areal im Untergrund bestehende und in Vergessenheit geratene Trinkwasser-Reservoir der Stadt Zürich aus dem späten 19. Jahrhundert zu transformieren. Das Infrastrukturbauwerk wurde in der Vergangenheit mehrmals erweitert und renoviert, bis es schliesslich Ende der 1970er-Jahre ausser Betrieb genommen wurde. Statt einen neuen Pavillon zu entwerfen, möchten die Architektinnen und Architekten die Anlage umnutzen. Teile des Reservoirs sollen entweder ausgegraben, rückgebaut oder einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Nachhaltiges Konzept mit einzigartigem Raumerlebnis

Das Konzept beinhaltet einen offenen «Reservoirgarten» und einen geschlossenen Restaurantteil. Weitere Teile der Wasserhallen des Reservoirs sollen mit ihrem unvergleichlichen Raumerlebnis zusätzlichen, unterirdischen Raum für Veranstaltungen bieten. Durch die Umnutzung des Reservoirs lassen sich die Materialflüsse signifikant reduzieren, denn zum einen ist weniger Aushub nötig und zum anderen muss weniger Baumaterial angefertigt werden. Beides spart graue Energie ein und entspricht den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Das Projekt verfügt über das Potenzial, zusammen mit dem Projekt Parkschale zu einem attraktiven Begegnungsort und Identitätsträger des HGZZ zu werden.

Vom nach innen orientierten Spitalpark zum offenen Gloriapark

Gleichzeitig mit der Neugestaltung der Parkschale und den weiteren Vorhaben soll auch der heute nach innen orientierte Spitalpark in den offenen «Gloriapark» transformiert werden. Im Hochschulgebiet dient der Park als Erholungsraum sowie als «grüne Lunge». Diese Qualitäten werden mit der Transformation zum Gloriapark weiterentwickelt. Der Gloriapark soll in seiner Gesamtheit als grosszügiger, öffentlicher Park zu einem Treffpunkt und Ort der Kommunikation werden sowie zur Vernetzung dienen. Für diese anspruchsvolle Aufgabe hat die Geschäftsstelle HGZZ ein offenes Planerwahlverfahren durchgeführt. Insgesamt haben vier Landschaftsarchitekturbüros an der Ausschreibung teilgenommen. Den Zuschlag erhielt das Büro Hager Partner AG, Zürich.

Attraktive Stadt- und Grünräume gemäss Weissbuch

Bei der Weiterentwicklung des HGZZ wird insgesamt besonders grosser Wert auf qualitativ hochwertige und attraktive Stadt- und Grünräume gelegt. Dies wurde auch im Weissbuch HGZZ, dem Regelwerk zur Qualitätssicherung, verbindlich festgelegt. Der Gloriapark (heutiger Spitalpark) und die sogenannte Parkschale, ein Übergang vom Park zur Strasse, sind wichtige Bestandteile und werden zum grünen Herzen des HGZZ. Dazu werden der Gloriapark und die gesamte davorliegende Fläche bis zur Rämi- und Gloriastrasse zu einem grossen Ganzen zusammengefügt. Ebenso wie die Neubauprojekte von Universitätsspital (USZ) und Universität Zürich (UZH) der Architekturbüros Christ & Gantenbein undHerzog & de Meuron ist dieses Vorhaben Teil der ersten Entwicklungsachse des HGZZ, die bis 2030 realisiert werden soll.

Weitere Informationen zum Hochschulgebiet Zürich Zentrum sowie Bildmaterial als Download: hgzz-zh.ch

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