Gesundheitsdirektion einigt sich mit Ärzten auf Tarif für Covid-19-Impfung

Bisher wurden im Kanton Zürich insgesamt 160’629 Covid-19-Impfungen verabreicht, davon 64’668 in Arztpraxen. Da die Hausärztinnen und Hausärzte vor allem Hochrisikopatienten mit erhöhtem Abklärungs- und Beratungsbedarf impfen, hat sich die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich mit der Zürcher Ärztegesellschaft (AGZ) auf eine ergänzende Entschädigung geeinigt.

Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte spielen in der Impfstrategie des Kantons Zürich eine wichtige Rolle. Insbesondere für Hochrisikopatienten und ältere Personen mit erhöhtem Abklärungs- und Beratungsbedarf sind sie in der ersten Phase der Impfkampagne ein leicht zugänglicher, zuverlässiger und effizienter Impfkanal. Bis gestern wurden in den Arztpraxen 64'668 Impfungen verabreicht.

Um den bei dieser Zielgruppe höheren Aufwand zu decken und die damit verbundene Abrechnung für Ärztinnen und Ärzte sowie für die geimpften Personen möglichst einfach zu halten, hat sich die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich mit der Zürcher Ärztegesellschaft (AGZ) auf ein Zusatzentgelt geeinigt, das den von der Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) und den Krankenversicherern ausgehandelten Nachtrag zum Tarifvertrag ergänzt. Dieser Nachtrag auf nationaler Ebene sieht vor, dass Ärztinnen und Ärzte für Covid-19-Impfungen von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) bis zum 30. Juni 2021 für eine Covid-19-Impfung CHF 24.50 pro Impfvorgang vergütet erhalten. Ab dem 1. Juli 2021 beträgt die Vergütung CHF 16.50 pro Impfvorgang.

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich richtet den impfenden Ärztinnen und Ärzten für eine Covid-19-Impfung bei einer Person ab 65 Jahren zusätzlich CHF 25.50 und bei einer Person unter 65 Jahren zusätzlich CHF 9 aus. Diese Vereinbarung gilt rückwirkend ab dem 1.Januar 2021 und ist bis Ende Juni 2021 befristet. Bis Ende Juni 2021 erhalten die Ärzte somit für einen Impfvorgang bei Personen ab 65 Jahren insgesamt CHF 50, respektive CHF 33.50 bei Personen unter 65 Jahren.

Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli sagt: «Die Hausärztinnen und Hausärzte nehmen in unserer Impfstrategie eine wichtige Rolle ein. Sie impfen vor allem Hochrisikopatienten und ältere Personen. Die Hausärztinnen und Hausärzte kennen ihre Patientinnen und Patienten am besten und sorgen dafür, dass die Personen mit höherem Abklärungs- und Beratungsbedarf in gewohntem Umfeld sicher und effizient geimpft werden. Mit der getroffenen Vereinbarung stellen wir bezüglich Entschädigung eine faire und bürgerfreundliche Lösung sicher.»

Dr. Josef Widler, Präsident der Ärztegesellschaft des Kantons Zürich, erklärt: «Gerade bei Hochrisikopatienten und älteren Personen braucht es bei der Impfung gegen Covid-19 sorgfältige Abklärungen und eine umfassende Beratung. Wir freuen uns, dass die Gesundheitsdirektion unser Anliegen für eine angemessene Entschädigung dieses Zusatzaufwandes und für eine unbürokratische Abrechnung ernst genommen hat, und wir uns auf eine faire und für Ärzte wie Patienten einfache Lösung einigen konnten.»

Bisher wurden rund 400 Arztpraxen mit 100 Impfdosen beliefert. Weitere rund 500 Arztpraxen haben sich zum Impfen angemeldet. Diese werden voraussichtlich Ende März/anfangs April mit Impfstoff beliefert. Zudem können definierte ambulante Praxen und Institute, welche selbst nicht impfen, erneut eine gewisse Anzahl an Personen ab 75 Jahren sowie Hochrisikopatienten für Impfungen am Referenz-Impfzentrum am EBPI in Zürich anmelden. Die Patientinnen und Patienten werden von den Ärzten für einen Impftermin kontaktiert und müssen sich nicht selbstständig anmelden.

Abgesehen davon können in Anbetracht der in den kommenden Wochen verfügbaren Impfstoffmengen derzeit keine weiteren Termine für Erstimpfungen ausgeschrieben werden. Die Inbetriebnahme der Impfzentren ist für April geplant. Die Impfapplikation zur Registrierung und Terminbuchung wird rechtzeitig aufgeschaltet, sobald Termine in den Impfzentren für April gesichert vergeben werden können. Im Mai und Juni werden grössere Impfstoffmengen erwartet. Auch Apotheken werden dann in die Impfaktion integriert.

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