Selbstanzeigen: Zahl und Ertrag rückläufig

Beim Steueramt des Kantons Zürich sind letztes Jahr 1700 neue Selbstanzeigen eingegangen. Das ist nochmals deutlich weniger als im Rekordjahr 2018 (7300) und 2019 (2350). Der Durchschnittsertrag der erledigten Fälle ist ebenfalls stark gesunken. Trotzdem spülten die behandelten Selbstanzeigen dem Kanton und den Gemeinden 34 Millionen Franken in die Kassen.

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Der erneute Rückgang war zu erwarten gewesen, nachdem das Inkrafttreten des Automatischen Informationsaustauschs mit zahlreichen Ländern (2017) in den letzten Jahren zu einer eigentlichen Flut von Selbstanzeigen geführt hatte. Vom Höhepunkt im Jahr 2018 unmittelbar vor der ersten Datenübermittlung ist die Zahl der Selbstanzeigen von 7300 über 2350 (2019) nun auf 1700 gefallen. Erledigt hat das Steueramt letztes Jahr 2750 Fälle, womit die Zahl der Pendenzen von 5000 auf 3950 gesunken ist.

Die im letzten Jahr erledigten Fälle führten bei Kanton und Gemeinden zu Mehrerträgen von 34 Millionen Franken (Vorjahr: 70 Millionen Franken) und beim Bund von 8 Millionen Franken (17). Trotzdem ist das noch immer deutlich mehr als vor der Einführung der kleinen Steueramnestie im Jahr 2010, als für Kanton und Gemeinden lediglich etwa 6 bis 7 Millionen Franken angefallen waren. Der Durchschnittsertrag pro Fall ist im vergangenen Jahr auf 12’500 Franken gesunken (20’500 Franken), was dem tiefsten Wert seit 2010 entspricht.

Dennoch kamen bei der Behandlung der Fälle bisher nicht deklarierte Vermögen von 745 Millionen Franken zum Vorschein, die auch künftig in den Steuererklärungen als steuerbares Vermögen auftauchen werden. In vier Fällen konnte das Steueramt eine Steuerrechnung von mehr als 1'000’000 Franken ausstellen und in rund 50 Fällen von mehr als 100’000 Franken. In 28 Fällen musste eine gesetzlich vorgeschriebene Busse von 20 Prozent der Nachsteuer verfügt werden, weil es sich bereits um die zweite Selbstanzeige handelte.

Ansprechperson für Medien

Philipp Betschart

Chef Bereich Recht und Gesetzgebung des kantonalen Steueramtes, Finanzdirektion


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Dienstag, 5. Januar 2021, von 10 bis 11 Uhr.

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