Zwischenfazit zur Einreisequarantäne

Eine erste Bilanz bei der Einreisequarantäne nach den Sommerferien zeigt, dass sich der Grossteil der Rückkehrenden an die Quarantänepflicht hält.

Inhaltsverzeichnis

Seit dem 6. Juli 2020 müssen sich Rückkehrende aus Ländern mit erhöhtem Coronavirus-Infektionsrisiko beim Kanton Zürich melden und in Quarantäne begeben. Die Gesundheitsdirektion lancierte hierzu eine Kampagne, um die Rückkehrenden auf den obligatorischen Meldeprozess aufmerksam zu machen. In den letzten sechs Wochen haben 15'938 Reisende das in fünf Sprachen zur Verfügung stehende Onlineformular ausgefüllt. Davon sind derzeit noch 5'831 in Quarantäne (Stand 18.08.2020).

Die Gesundheitsdirektion erhielt Daten von insgesamt 1’908 Passagieren, die das Flugzeug benutzten. 75 Prozent davon dank der Unterstützung der Kantonspolizei Zürich. Die Gesundheitsdirektion gleicht die Passagierdaten mit den Daten aus dem ordentlichen Meldeverfahren ab. Anhand der Daten der Kantonspolizei stellte sich heraus, dass sich ein knappes Drittel der Personen, die mit dem Flugzeug eingereist sind, nicht aus eigenen Stücken gemeldet haben. Diese wurden von der Gesundheitsdirektion kontaktiert.

Dabei hat sich gezeigt, dass die meisten davon der Meinung waren, dass sie mit dem Ausfüllen des BAG-Formulars im Flugzeug der Meldepflicht schon nachgekommen seien und sich deshalb nicht ordentlich über das von der Gesundheitsdirektion eigens dafür bereitgestellte Online-Meldeformular eingetragen hatten. Der Grossteil befand sich in Quarantäne. Alle anderen Passagiere wurden als Verdachtsfälle der Kantonspolizei gemeldet, insgesamt bislang 75. Diese wurden vor Ort überprüft. Bisher kam es zu einer Verzeigung.

Ergänzend zur telefonischen Kontaktaufnahme durch die Gesundheitsdirektion werden den Polizeikorps rund zwei Dutzend zufällig ausgewählte Rückkehrende gemeldet. Die Polizeikorps führen daraufhin vor Ort Kontrollen durch.

Meldungen nach Risikoland – Top 10, seit Beginn der Meldepflicht

 

Spanien (3275)
Kosovo (3061)
Serbien (2264)
Bosnien und Herzegowina (1776)
Nordmazedonien (1424)
Vereinigte Staaten von Amerika (1380)
Montenegro (623)
Schweden (286)
Brasilien (284)
Israel (248)

 

Transportmittel

68 Prozent Flugzeug
26 Prozent Privatfahrzeug
4 Prozent Bus
2 Prozent Zug
 

Ansprechperson für Medien

Marcel Odermatt

Kommunikationsverantwortlicher Gesundheitsdirektion


+41 43 259 52 29

Dienstag, 18. August 2020, von 15.30 bis 16.30 Uhr.

Für dieses Thema zuständig: