Gesundheitsdirektion initiiert IPS-Unterstützungspflege-Ausbildung

Die Gesundheitsdirektion möchte dem Mangel an Expertinnen und Experten zur Behandlung von COVID-Patientinnen und Patienten auf den Intensivpflegestationen (IPS) der Zürcher Spitäler entgegenwirken. Dazu beauftragte sie das Universitätsspital Zürich (USZ), zusammen mit der Fachschule für Intensivpflege, Notfallpflege und Anästhesiepflege (Z-INA) eine neue Weiterbildung für die IPS-Unterstützungspflege zu entwickeln. Die Nachfrage ist gross.

Die maximale IPS-Kapazität wird vor allem durch die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal bestimmt, denn die meisten Tätigkeiten rund um die hochkomplexen IPS-Patienten benötigen spezifische Erfahrung und Expertenwissen. Der bereits unter normalen Bedingungen bestehende Mangel an diplomierten Expertinnen und Experten in der Intensivpflege verschärfte sich folglich während der ersten Welle der Covid-19-Pandemie.

Um die IPS-Kapazitäten auch bei gesteigertem Bedarf sicherstellen zu können, wurde im Auftrag der Gesundheitsdirektion ein Kurs entwickelt, in dem ausgebildete Pflegefachpersonen HF zur IPS-Unterstützungspflege weitergebildet werden. Im Pandemiefall übernehmen sie Tätigkeiten mit einem klar definierten Funktionsprofil und bieten dadurch einen sofortigen Mehrwert auf der IPS.

Die Schulung zur IPS-Unterstützungspflege umfasst einen viertägigen Theoriekurs, fünf Praxistage auf der Intensivstation des jeweiligen Spitals sowie bis zu drei Auffrischungstage. Zielgruppe des Kurses sind diplomierte Pflegefachpersonen HF aus allen Zürcher Akutsomatikspitälern. Für die Spitäler und Kursteilnehmenden entstehen keine Ausgaben: die Gesundheitsdirektion finanziert den Theoriekurs und die Lohnkosten für den Arbeitsausfall der teilnehmenden Person.

Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit dem USZ und der Z-INA startet der erste Kurs bereits am 11. August 2020. Insgesamt stehen 120 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Das Angebot stösst auf grosses Interesse. Zwei von vier Kursen waren innert kurzer Zeit ausgebucht.
 

Ansprechperson für Medien

Dr. med. Nadja Weir

Stv. Abteilungsleiterin Versorgungsplanung, Gesundheitsdirektion


+41 43 259 52 33

Donnerstag, 6. August 2020, von 10 bis 11 Uhr.

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