Soforthilfe Sport: Rasch und unbürokratisch

Bis Ende Juni sind beim Sportamt des Kantons Zürich 171 Unterstützungsgesuche von Sportvereinen, Sportverbänden und weiteren Nonprofit-Sportorganisationen aus über 25 Sportarten eingegangen. Rund 1,5 Mio. Franken konnten bereits ausgerichtet werden. «Wie wichtig der Sport für uns alle ist, zeigt sich gerade in der Corona-Zeit», hielt Regierungsrat Mario Fehr heute vor den Medien fest: «Wir lassen unsere Vereine und Verbände nie im Stich».

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«Aufzeichnung der Medienkonferenz vom 14.7.2020» Aufzeichnung der Medienkonferenz: Soforthilfe Sport

Rasch, gezielt und unbürokratisch – so ist die Soforthilfe Sport im Rahmen des Corona-Pakets, das der Regierungsrat Mitte März beschlossen hat, im Kanton Zürich angelaufen. Ziel der Unterstützung aus dem Lotteriefonds (2 Millionen Franken) war es, Sport-Organisationen zu helfen, deren finanzielle Situation durch die Einschränkungen aufgrund der Corona-Massnahmen stark belastet wird, die wenig Reserven haben und trotz Selbsthilfemassnahmen ein negatives Jahresergebnis erwarten müssen.

Bereits zwei Tage nach dem Regierungsratsbeschluss war das Gesuchsformular auf der Website des kantonalen Sportamts aufgeschaltet. Noch vor Ostern wurden erste Soforthilfen ausgelöst, und bis Ende Juni gingen 171 Unterstützungsgesuche online ein. Inzwischen sind bereits Unterstützungsbeiträge in der Höhe von insgesamt 1,5 Mio. Franken an Sportvereine, Sportverbände und andere Nonprofit-Organisationen aus dem kantonalen Sport ausgerichtet worden.

Die 2400 Zürcher Sportvereine sind systemrelevant

«Die Sportvereine leisten mit ihren vielen Freiwilligen eine wichtige Arbeit für die Gesellschaft – in den letzten Monaten hat sich dies noch deutlicher als sonst gezeigt», betont Regierungsrat Mario Fehr. Damit dies weiterhin möglich ist, braucht es die Sportvereine. «Wir lassen unsere Klubs und Verbände nicht im Stich, deren Existenz und Tätigkeit durch die Coronakrise stark beeinträchtig waren», so Fehr weiter.

Die Analyse der Gesuche hat ergeben, dass viele Vereine finanzielle Schäden ausgewiesen haben, weil Wettkämpfe, Festwirtschaften, Lager und Sponsorenläufe nicht stattfinden konnten. Hinzu kamen Ausfälle an Sponsoringeinnahmen der lokalen Firmen, die selber durch die Corona-Krise unter Druck geraten sind. «Hier konnten wir mit der Soforthilfe schnell und gezielt helfen», sagte der Sportminister weiter.

Breitensport stark betroffen

Beim kantonalen Sportamt gingen aus 25 Sportarten – von Turnen, über Handball bis Pferdesport – Unterstützungsgesuche ein. Am stärksten vertreten ist erwartungsgemäss der Fussball mit rund 50 Gesuchen. Stellvertretend für alle regionalen Fussballvereine hält Theo Widmer, Leiter der Technischen Abteilung und Vereins-Unterstützer des Fussball-Regionalverbands Zürich fest: «Wir sind sehr dankbar, dass der Regierungsrat die Bedeutung des Sports und der Sportvereine anerkennt und im März sofort gehandelt hat». Für Theo Widmer war die Unterstützung durch den Kanton gleichbedeutend mit einem «Erste-Hilfe-Kit» für die Klubs: «Unkompliziert und schnell». Die grosse Herausforderung sei der Abbruch des Spielbetriebs im März gewesen, so Widmer weiter: «Sollte der Spielbetrieb im September wiederaufgenommen werden können, sind wir mit einem ‹blauen Auge› davongekommen».

«Der Unterstützungsbeitrag des Kantons hat unsere Lage im Mai massiv entspannt», unterstrich auch Ursula Staufer, Co-Präsidentin des Volleyballclubs Smash Winterthur: «Für uns sind die Einnahmen aus Helfereinsätzen an Anlässen, neben dem Sponsoring und den Mitgliederbeiträgen, enorm wichtig, damit wir ein ausgeglichenes Budget haben - während der Corona- Krise mussten praktisch alle Events abgesagt werden».

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