Jahresbericht des Kantonalen Labors: Wirksamer Verbraucherschutz an breiter Front

Das Kantonale Labor Zürich hat im vergangenen Jahr 19’262 Lebensmittel, Gebrauchsgegenstände und Badewasserproben untersucht und dabei 51’310 Analysen durchgeführt. Zusätzlich wurden 9’923 Inspektionen durchgeführt. Aufgrund neuster Erkenntnisse bezüglich Rückständen von Pflanzenschutzmitteln im Trinkwasser widmeten die Kontrolleure dieser Problematik besondere Aufmerksamkeit.

Inhaltsverzeichnis

Jahresbericht 2019 Kantonales Labor Zürich

Jahresbericht 2019 Kantonales Labor Zürich
Jahresbericht 2019 Kantonales Labor Zürich
Herausgeber und Bezug
Gesundheitsdirektion
Publikationsdatum
Juni 2020

Das Kantonale Labor ist für die Lebensmittelkontrolle und den Vollzug der Chemikaliengesetzgebung im Kanton Zürich zuständig. Ein Schwerpunkt ist die stichprobenweise Analyse und Beurteilung von Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen im Labor, während das Lebensmittelinspektorat Restaurants und andere Verpflegungsbetriebe, Detailhändler, Produktions- und Handelsfirmen sowie Importeure kontrolliert.

Im Labor werden sämtliche Arten von Lebensmitteln untersucht: Von industriell hergestellten Erzeugnissen aus Grossbetrieben bis zu Frischprodukten am Imbissstand. Mit rund 7’000 Proben pro Jahr wird das Trinkwasser besonders intensiv geprüft. Hinzu kommt fast alles, was im Haushalt zusätzlich zu finden ist: Lebensmittelverpackungen, Kosmetika, Kinderspielwaren und Textilien. Durch diese risikobasierten Untersuchungen trägt das Kantonale Labor massgeblich zur guten Gesundheit der Bevölkerung bei.

Vertiefter Einblick in die Arbeit des Kantonalen Labors

Das Kantonale Labor gibt mit dem heute publizierten Jahresbericht 2019 einen vertieften Einblick in seine vielfältige Tätigkeit. Thematisch spannt sich der Bogen von Hygienekontrollen in Verpflegungsbetrieben, Lebensmitteltransporten und Ständen am Züri Fäscht über Arsen in Reiswaffeln für Babys und Heilanpreisungen beim Online-Shopping bis hin zu Pestizidrückständen in asiatischen Lebensmitteln. 

Neuorganisation der Lebensmittelkontrolle

Bisher wurde die Lebensmittelkontrolle im Kanton Zürich von den zwei städtischen Inspektoraten Zürich und Winterthur sowie vom Kantonalen Labor Zürich durchgeführt. Aufgrund eines Regierungsratsbeschlusses wurden die drei Inspektorate vereint; das Kantonale Labor Zürich ist ab 2020 für die Lebensmittelkontrolle im ganzen Kanton zuständig. Die Gemeinden werden von dieser Aufgabe entlastet.

Rückstände von Chlorothalonil-Metaboliten im Trinkwasser

Das Thema der Abbauprodukte von Chlorothalonil in Trinkwasser hat viele Konsumentinnen und Konsumenten verunsichert. Aufgrund des neu eingeführten Höchstwertes für Abbauprodukte des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil im Trinkwasser wurden die Untersuchungen von Grund- und Trinkwasser im ganzen Kanton intensiviert. 

Auch wenn eine Gesamtübersicht über die Ergebnisse der Untersuchungen erst im Sommer 2020 vorliegen wird: Das Trinkwasser im Kanton Zürich kann bedenkenlos konsumiert werden. Die gefundenen Konzentrationen sind so gering, dass keine Gefahr für die Gesundheit besteht. Trotzdem sind Rückstände von Pflanzenschutzmitteln im Trinkwasser unerwünscht. Darum haben die Bundesbehörden die Anwendung des Wirkstoffes Chlorothalonil vorsorglich per 01.01.2020 untersagt. Wie lange es dauern wird, bis die Rückstände im Grundwasser und damit auch im Trinkwasser zurückgehen, wird sich zeigen.In der Zwischenzeit sind die Wasserversorgungen gefordert, das Trinkwasser so zu gewinnen, dass die Konzentrationen dieser Stoffe möglichst tief sind. Dabei werden sie von den zuständigen Kantonalen Ämtern, namentlich dem Kantonalen Labor und dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) fachlich begleitet. 

Kontakt

Gesundheitsdirektion – Kommunikationsabteilung

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