Bezirk Hinwil: Falscher Polizist hilft bei der Geldüberweisung

Telefonbetrüger haben am Freitagnachmittag (31.1.2020) im Bezirk Hinwil eine Rentnerin telefonisch kontaktiert und diese um mehrere zehntausend Franken betrogen. In der Folge hat sich dieselbe Täterschaft erneut gemeldet und versucht, das Opfer um einen Betrag von über hunderttausend Euro zu betrügen.

Falsche Polizisten meldeten sich am Freitagnachmittag telefonisch bei einer 70-jährigen Rentnerin. Unter starkem psychischen Druck überzeugten sie die Frau, ihnen 30›000 Franken zu übergeben. Für die Geldübergabe wurde das Opfer ins nahe Ausland gelotst, wo sie das Bargeld deponieren musste.

Am folgenden Samstag wurde die Rentnerin erneut von den falschen Polizisten kontaktiert. Über mehrere Tage hinweg und unter Aufrechterhaltung von grossem Druck gelang es den Betrügern die Frau von einer weiteren Geldübergabe zu überzeugen. Über Videotelefonie halfen die Betrüger der Rentnerin, Geld von verschiedenen Konten auf eines zu übertragen und schliesslich eine Überweisung in der Höhe von 140›000 Euro in die Türkei zu tätigen.

Der hohe Geldbetrag sowie der Zahlungsempfänger liessen das mit der Überweisung beauftragte Finanzinstitut skeptisch werden. Sie rieten der Rentnerin, Kontakt mit der Polizei aufzunehmen.

Präventionshinweis:

  • Die Kantonspolizei Zürich empfiehlt, am Telefon nie Auskunft über die eigenen finanziellen Verhältnisse zu geben. Werden Sie nach Ihren finanziellen Verhältnissen gefragt, beenden Sie das Telefongespräch, indem Sie die Verbindung komplett trennen.
  • Unsere Erfahrung zeigt, dass sehr viele clevere und bodenständige Personen getäuscht werden – die Betrüger bauen innerhalb kurzer Zeit grossen psychischen Druck auf und lösen ein Gefühl der Verpflichtung zur Hilfeleistung aus. Unterschätzen Sie niemals die Macht der Situation! 

Ansprechperson für Medien

Florian Frei

Kantonspolizei Zürich / Mediensprecher

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