«Suizidprävention Kanton Zürich»: Rückgabeaktion für Medikamente lanciert

Im Rahmen des erfolgreichen kantonalen Schwerpunktprogramms Suizidprävention wird eine weitere Massnahme umgesetzt: In den kommenden Wochen findet eine Rückgabeaktion für Medikamente statt.

Suizide und Suizidversuche treten in aller Regel in Zusammenhang mit grossem persönlichem Leid auf und lassen Hinterbliebene, Rettungskräfte und andere betroffene Berufsgruppen in einer schwer verkraftbaren Situation zurück. Deshalb hat vor zwei Jahren der Zürcher Regierungsrat das breit angelegte Schwerpunktprogramm «Suizidprävention Kanton Zürich» lanciert und «Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich» mit der Koordination beauftragt. Mit dem Programm sollen Menschen in suizidalen Krisen und ihr Umfeld unterstützt werden.

In den vergangenen zwei Jahren konnten zahlreiche Massnahmen umgesetzt werden. So wurden Flyer mit Notfallkarten – eine Karte im Kreditkartenformat mit den wichtigsten Notfallnummern – über Hausarztpraxen und Apotheken verteilt. Es wurde eine Helpline Suizidprävention für Fachleute aus dem Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen eingerichtet. Weitere Projekte setzen direkt bei Institutionen an, in der Psychiatrie, in Spitälern oder in Altersheimen. Alle Projekte und Angebote sind beschrieben auf www.suizidpraevention-zh.ch; hier können auch Notfallkarten bestellt werden.

Medikamentenrückgabe: Ein Beitrag zur Suizidverhinderung

Zeitgerecht zum Welttag der Suizidprävention vom 10. September macht nun eine öffentliche Aktion auf die Rückgabemöglichkeit von abgelaufenen und nicht mehr benötigten Medikamenten aufmerksam. Medikamente können in jede Apotheke und Drogerie im Kanton Zürich zurückgebracht werden. Die Apotheken und Drogerien stellen dafür Tragtaschen zur Verfügung – die Rückgabe ist aber auch ohne diese Taschen möglich. Die Aktion wird durch den kantonalen Apotheker- und den Drogistenverband unterstützt und läuft bis Ende Monat.

Durch die Rückgabeaktion werden Medikamente, die in einer akuten Lebenskrise für einen Suizidversuch verwendet werden könnten, aus Privathaushalten entfernt. Dies schränkt die Suizidmethoden ein und schützt damit jedes Mitglied im Haushalt. So wird ein weiterer Beitrag zur Suizidverhinderung geleistet.

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(Medienmitteilung der Gesundheitsdirektion)

Hinweis

Diese Meldung ist vor 2018 erschienen. Gegenüber der ursprünglichen Fassung sind alle Bilder, Links und Downloads entfernt worden. Dies beim Wechsel zum neuen kantonalen Webauftritt 2020.
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