Arbeitslosigkeit steigt leicht an
Medienmitteilung 10.10.2016
Im Kanton Zürich nahm die Zahl der Arbeitslosen im September um 362 Personen zu. Auch die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent. Etwas mehr als die Hälfte der Zunahme ist saisonal bedingt. Eine Stagnation der Arbeitslosigkeit verzeichnete die Industrie.
Ende September 2016 waren 29›462 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich arbeitslos gemeldet, was einer Zunahme um 362 Personen gegenüber dem Vormonat entspricht. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 3,5 Prozent im August auf neu 3,6 Prozent im September. Bereinigt um saisonale Effekte erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 162 Personen. Nachdem es im Frühjahr 2016 vorübergehend zu einer Stabilisierung der Arbeitslosigkeit gekommen war, nahm sie im Sommer erneut zu.
Wie für den Herbst typisch, prägen saisonale Effekte die Entwicklung der Arbeitslosigkeit, die im September in den Wirtschaftszweigen Baugewerbe (+78 Personen), Gastgewerbe (+63) und insbesondere bei den wirtschaftlichen Dienstleistungen (+184) zunahm. Ein Teil des Anstiegs an Arbeitslosen bei den wirtschaftlichen Dienstleistungen ist saisonbedingt im Bereich der Gebäudereinigung zu verorten. Teilweise wird die Zunahme aber auch von der Konjunktur bedingt, so im Bereich des Grundstücks- und Wohnungswesens und bei den freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen. Hier stieg die Anzahl Arbeitsloser vorwiegend bei den Werbeagenturen, den Architekturbüros und im Bereich Verwaltung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen für Dritte. Auch die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Sozial- und Gesundheitswesen (+64) sowie bei den Banken (+35) kann nicht durch die saisonale Entwicklung erklärt werden. Bei den Banken nahm die Arbeitslosigkeit seit Anfang Jahr stetig zu, was als konjunktureller Effekt bezeichnet werden muss und damit der noch unterdurchschnittlichen Wirtschaftsdynamik zugeschrieben werden kann.
Erfreuliche Entwicklung bei Industrie, Detail- und Grosshandel
Im September hat sich in drei Branchen eine willkommene Entwicklung der Arbeitslosigkeit abgezeichnet. Diese war in der Industrie seit Anfang Jahr zuerst stabil geblieben, verhielt sich dann rückläufig und stagnierte in diesem Monat (+3 Personen). Hier scheinen sich die Auswirkungen der Frankenaufwertung auf die offiziell ausgewiesene Arbeitslosigkeit abzuschwächen. Auch im Detailhandel (+7) und Grosshandel (-1) sind keine grossen Bewegungen zu verzeichnen. Saisonbereinigt fand in diesen drei Branchen sogar ein Rückgang der Arbeitslosigkeit statt. Die stagnierende Arbeitslosigkeit in der Industrie kann vor dem Hintergrund der in Umfragen festgestellten Verbesserung der Geschäftslage im Sommer 2016 als eine weitere Evidenz der Erholung betrachtet werden.
(Medienmitteilung des Amtes für Wirtschaft und Arbeit)
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