Internetkriminalität: Umfangreiches Verfahren abgeschlossen
Medienmitteilung 08.09.2016
Die auf Internetkriminalität spezialisierte Staatsanwaltschaft hat nach umfangreichen und aufwändigen Ermittlungen im Zusammenhang mit gefälschten Wohnungsinseraten gegen zwei Beschuldigte am 25. August 2016 Anklage wegen gewerbsmässigem Betrug, gewerbsmässiger Geldwäscherei und weiteren Delikten erhoben.
Im Rahmen der Aktion Sydefädeli ist es den auf Cybercrime spezialisierten Staatsanwälten und Polizeibeamten durch intensive Zusammenarbeit und aufwändigen gemeinsamen Ermittlungen im Zusammenhang mit fingierten bzw. verfälschten Wohnungsinseraten gelungen, die Täterschaft zu identifizieren. Am 27. August 2015 wurden zwei Personen in
Zürich verhaftet und sitzen seither in Haft.
Den Beschuldigten wird konkret vorgeworfen, von Juni 2015 bis Ende August 2015 bei diversen online Immobilienportalen fiktive Benutzerkonten angelegt zu haben. Mit diesen
Benutzerkonten haben sie zahlreiche gefälschte Wohnungsinserate zur Veröffentlichung an die Immobilienplattformen übermittelt. Die Beschuldigten beabsichtigten, Wohnungsinteressenten durch geschickt eingefädelte Zwischenschritte zu einer Anzahlung für eine Wohnungsbesichtigung in der Höhe von rund 2›365 Franken zu bewegen. Rund 2›200 Personen zeigten an den betrügerisch inserierten Wohnungen Interesse. Mehrere
Personen bezahlten denn auch den geforderten Betrag. Für die betrügerischen Überweisungen verwendeten die Beschuldigten mehrere im Ausland liegende Konten, wobei die Gelder teilweise kurze Zeit nach Eingang weiterverschoben wurden, weshalb die Staatsanwaltschaft den Beschuldigten neben Betrug auch Geldwäscherei vorwirft.
Die Staatsanwaltschaft hat am 25. August 2016 beim Bezirksgericht Zürich Anklage wegen gewerbsmässigem Betrug, gewerbsmässiger Geldwäscherei und weiterer Delikte
erhoben und beantragt für die beiden Beschuldigten je ein Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren.
Verständnisfragen im Rahmen dieser Medienmitteilung beantwortet die zuständige Staatsanwältin, Sandra Schweingruber, am 8. September 2016 von 09.00 bis 10.00 Uhr unter der Telefonnummer 044 247 31 42.
Hinweis
Diese Meldung ist vor 2018 erschienen. Gegenüber der ursprünglichen Fassung sind alle Bilder, Links und Downloads entfernt worden. Dies beim Wechsel zum neuen kantonalen Webauftritt 2020.
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