Finanzsektor generiert jeden dritten Wertschöpfungsfranken und jeden fünften Job

Der Finanzsektor ist der weitaus bedeutendste Wirtschaftszweig in der Region Zürich: Er generiert jeden dritten Wertschöpfungsfranken und ist für jeden fünften Job verantwortlich. Der Zürcher Finanzplatz ist insgesamt gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Dies sind Ergebnisse der Studie «Finanzplatz Zürich 2010», die das Amt für Wirtschaft und Arbeit in Auftrag gegeben hat.

BAK Basel Economics analysierte im Auftrag des Amtes für Wirtschaft und Arbeit die Bedeutung des Finanzplatzes Zürich im regionalen, nationalen und internationalen Umfeld. Für die Studie zum Finanzplatz Zürich wurden Banken, Versicherungen und übrige Finanzdienstleister in den Kantonen Zürich, Schwyz und Zug untersucht.

Wertschöpfung von 40 Milliarden Franken und über 200›000 Arbeitsplätze

Der Finanzsektor ist seit gut zehn Jahren die wichtigste Branche der Zürcher Wirtschaft. Neben der Wertschöpfung und Beschäftigung im Finanzsektor selber führt die Nachfrage des Finanzsektors nach Vorleistungen (z.B. IT-Services) zu Wertschöpfung und Beschäftigung in den entsprechenden Branchen. So ergibt sich ein effektiver Wertschöpfungseffekt von knapp 40 Milliarden Franken, was rund 31 Prozent des regionalen Bruttoinlandproduktes entspricht.

Auch die Arbeitsmarkteffekte des Finanzplatzes sind beeindruckend: effektiv hängt jeder fünfte Job am Finanzsektor. Mit jedem der 101›000 Beschäftigten im Finanzsektor der Region Zürich ist nochmals ein Arbeitsplatz in anderen regionalen Branchen verbunden. Der gesamte Beschäftigungseffekt des Finanzplatzes Zürich beläuft sich dadurch auf 208›000 Personen.

Finanzplatz bildet Rückgrat der Zürcher Wirtschaft

Dieses Gewicht des Finanzsektors innerhalb der Zürcher Wirtschaft hat Vor- und Nachteile. Einerseits bildet die Finanzbranche das Rückgrat der regionalen Wirtschaft, verschafft dem Kanton bedeutende Steuereinnahmen und trägt damit wesentlich zum hohen Wohlstandsniveau bei. Andererseits bedeutet diese Konzentration aber auch ein gewisses Klumpenrisiko: Geht es der Branche schlecht, wird die regionale Wirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen. Die vorliegende Studie zeigt nun auf, dass dieses Klumpenrisiko kleiner ist als gemeinhin angenommen. Der Zürcher Finanzplatz präsentiert sich diversifizierter als andere Schweizer Finanzzentren. Um die Konzentration und das Gewicht des Finanzsektors zu reduzieren, setzt die Standortförderung des Kantons Zürich im Rahmen ihres Cluster-Managements bewusst Akzente auch ausserhalb des Finanzsektors.

Finanzplatz geht gestärkt aus der Krise hervor

Der Finanzsektor hat nach Rückgängen der Wertschöpfung in den Jahren 2008 und 2009 im Jahr 2010 dank einer Erholung der Weltwirtschaft, tiefen Zinsen und steigenden Börsen wieder ein deutliches Wachstum von gut 4 Prozent vorlegen können. In den Jahren 2011 und 2012 ist zwar mit einer leichten Wachstumsabschwächung zu rechnen, das Wachstum des Finanzplatzes Zürich sollte aber über der Entwicklung des Schweizer BIP liegen. Im direkten Vergleich mit anderen bedeutenden Finanzplätzen der Welt geht Zürich zudem gestärkt aus der Finanzmarktkrise hervor. Zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit trägt etwa der Umstand bei, dass trotz wirtschaftlicher Flaute die öffentlichen Finanzen im Lot geblieben sind.


Die Studie «Finanzplatz Zürich 2010» kann heruntergeladen werden auf www.awa.zh.ch. Weitere Informationen zum Finanzplatz Zürich: www.finanzplatz-zuerich.ch

(Medienmitteilung des Amtes für Wirtschaft und Arbeit)

Hinweis

Diese Meldung ist vor 2018 erschienen. Gegenüber der ursprünglichen Fassung sind alle Bilder, Links und Downloads entfernt worden. Dies beim Wechsel zum neuen kantonalen Webauftritt 2020.
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